Der Mac App Store – erste Erfahrungen – UPDATE

Seit heute und dank dem Mac OS X Update auf Version 10.6.6 des Schnee Leoparden kann der Mac App Store betreten und bereits reichlich Software heruntergeladen werden. Unsere ersten, frischen und jungfräulichen Erfahrungen lesen Sie hier.

 

So sind einige Programme, Apple nennt sie auch auf dem Mac liebevoll Apps, unverschämt günstig zu haben. Beispielsweise Aperture 3 ist für schlappe CHF 85.- anstelle von CHF 249.- für die Box-Version erhältlich. Auch Apple Remote Desktop ist mit CHF 85.- Franken geschenkt. Für manch einer wird ausserdem ein Wunsch wahr. Es ist nun möglich, die iLife-Programme einzeln zu erwerben. Wer also eigentlich nur iPhoto will, bezahlt neu nur noch CHF 17.- anstelle von CHF 59.-.

Prominenz fehlt allerdings noch. Weder Microsoft, noch Adobe, noch Mozilla, noch Google und wie sie alle heissen sind heute zu finden. So lässt es sich leider nicht vermeiden, dass man sich für einige Software, die man bereits hat, weiterhin selber um Updates kümmern muss.

Etwas unklar dürfte dabei bei manchen Programmen die künftige Update- und Upgrade-Politik sein. So ist beispielsweise die Bildbearbeitungssoftware Pixelmator nur noch über den App Store erhältlich. Nutzer der aktuellen Version 1, die direkt erworben wurde, können dank der momentanen Aktion die Software nochmals kaufen, erhalten aber garantiert Version 2 später einmal geschenkt. Doch wer jetzt nicht updaten kann oder will, zahlt später den Vollpreis für Version 2. Wie dann Version 3 einmal angeboten werden soll, steht noch in den Sternen. Upgradelizenzen will Apple im Moment noch nicht erlauben.

UPDATE zum Thema Updates:
Einige bereits installierte Programme erkennt der Mac App Store als bereits installiert. Dies heisst zwar, dass der App Store das Programm erkannt hat, Updates werden aber dennoch nicht automatisch über Apples neuen Dienst geladen. Nur im Mac App Store gekaufte Software, wird auch vom Mac App Store automatisch aktualisiert.

Aus dem FAQ lässt sich erahnen, dass die Programme an den iTunes-Account (Apple ID) gebunden werden. Wer den Mac wechselt muss also die Software entweder nochmals herunterladen oder kann diese einem Backup zurück spielen und beim Programmstart seine Account-Daten angeben (was wahrscheinlich eine Internet-Verbindung erfordert). Das Herunterladen funktioniert allerdings nur, wenn das Programm noch verfügbar ist. Ein allfällige Version 1 gibt es vielleicht nicht mehr. Dann hilft nur noch ein Backup. In beiden Fällen bindet man sich aber eng an die Apple ID, welche man somit nicht mehr aufgeben sollte.

Etwas Mangel weisst noch die Oberfläche auf. So einerseits die Titelleiste, die schon beim neuen iTunes für Aufschreie sorgte, aber auch der Store an sich. Mir persönlich fehlt noch eine Wunschliste, die im iTunes Store sehr willkommen vor teuren Spontankäufen rettet.

Grundsätzlich bietet der Mac App Store einige Vorteile, lässt aber auch noch ein paar unklare Fragen auf bezüglich Upgrades und dem reibungslosen Umzug auf einen neuen Mac. Viele Nutzer werden auch hier, analog zum iPhone, sicherlich wieder einige Tools finden, die nützlich sind, aber auch GB-weise Datenschrott, den man eigentlich gar nicht braucht. Nichts destotrotz, macht es der Mac App Store sehr leicht (resp. noch etwas leichter), Software auf dem Computer zu installieren. Wie einfach künftig das Finden derselbigen sein wird, muss sich zeigen.

Wie sind Ihre ersten Erfahrungen mit dem oder Meinungen zum Mac App Store?
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