Das iPhone 7 mit iOS 10 im Alltagstest

iphone7_goldDie MacWeb.ch-Redaktion hatte die Möglichkeit, ein iPhone 7 detailliert unter die Lupe zu nehmen. Es ist bereits zur Tradition geworden, dass Apple jeweils im September ein neues iPhone-Modell vorstellt. Apple verpasste dem neuen Mobiltelefon die Versionsnummer 7 bzw. 7 plus. Eine neue Versionsnummer suggeriert ein komplett neues Design. Am Design hat Apple jedoch keine grossen Anpassungen vorgenommen. Trotzdem gibt es einige spannende Veränderungen und neue Funktionen, die den Versionssprung schlussendlich rechtfertigen.

Design
Es ist aber in der Tat so, dass man ein iPhone 7 nicht auf den ersten Blick von einem iPhone 6 unterscheiden kann. Auf der Rückseite auffallend ist jedoch die neue Anordnung der Antennenstreifen. Während beim iPhone 6s der Antennenstreifen die Alu-Rückseite zweimal mit einer geraden Linie durchbrach und somit Unruhe in die Rückseite des iPhones brach, hat es Apple geschafft, beim iPhone 7 die Antennen entlang der beiden kurzen Kanten zu führen. Weiterlesen

Das neue AppleTV im Praxiseinsatz

Apple hat im November 2015 das neue Apple TV in der 4. Generation eingeführt. MacWeb.ch hat das neue Gadget aus dem Hause Apple unter die Lupe genommen und möchte denjenigen Lesern, welche selber noch nicht mit dem neusten Apple TV unterwegs sind, die neuen Funktionen und Möglichkeiten vorstellen.

Die früheren Gerüchte, dass Apple einen eigenen Fernseher vorstellen wird, sind verblasst. Umso mehr hat Apple nun endlich seine TV-Box optimiert und mit der neusten Ausführung um einige spannende Funktionen ergänzt. Sie darf als kleine Revolution bezeichnet werden.

Umgehend nach dem Auspacken fällt auf,

 

dass das neue Apple TV grösser ist als die bisherige Version. Das neue Apple TV ist neu 35 Millimeter hoch. Die Grundfläche (Breite/Tiefe) ist mit 98 mal 98 Millimeter gleich geblieben. Auf der Rückseite des Apple TV befindet sich der Stromanschluss sowie der HDMI-Anschluss für die Verbindung zum Fernseher. Einen optischen Audio-Anschluss gibt es nicht mehr; Audio wird neu über HDMI ausgegeben. Sofern Apple TV nicht über ein WLAN-Netz betrieben wird, kann der vorhandene Ethernet-Anschluss für die Verbindung mit dem Internet verwendet werden. Ebenfalls befindet sich auf der Rückseite ein USB-Anschluss. Dieser wird primär von Entwicklern benötigt, um Apple TV mit dem Mac zu verbinden.

Ganz neckisch ist die neue Fernbedienung. Sie präsentiert sich neu in schwarz – der eine Teil ist glänzend der andere matt. Die Remote verfügt über insgesamt fünf Tasten, wobei es eigentlich sechs sind, denn im oberen Teil der Apple Remote befindet sich der Touch-Bereich, welcher ebenfalls einen Klick-Befehl beinhaltet. Als sehr positive Neuerung sei hier bereits erwähnt, dass die neue Fernbedienung nicht mittels Batterie am Leben erhalten bleibt, sondern ein Akku für Strom sorgt, welcher jederzeit via Lightning-Kabel aufgeladen werden kann. Viel Batterie braucht die Apple TV-Remote aber nicht; bei normaler Nutzung hält sie mindestens 2 bis 3 Monate.

So und nun gehts ans Einrichten. Leider fehlt im Lieferumfang ein HDMI-Kabel; entweder hat man dies bereits oder man muss es noch zusätzlich erwerben. Wie man es von Apple-Produkten her kennt, ist das neue Apple TV im Nu betriebsbereit. Am einfachsten ist es, wenn man ein iPhone in der Nähe hat. Damit ist es nämlich möglich, dass Apple TV sämtliche Einstellungen wie WLAN-Kennung und Passwort sowie wie die Angaben zur Apple-ID automatisch vom iPhone übernimmt. Damit ist die Installation in wenigen Sekunden vollzogen. Bei der manuellen Installation geht es ein bisschen länger, da man Benutzernamen und Kennwörter per Remote eingeben muss. Dank der Wish-Funktion der Apple Remote klappt aber auch dies viel einfacher als mit dem bisherigen Modell.

Und schon ist Apple TV starklar! – Die Benutzeroberfläche ähnelt der bisherigen Version; sie wurde jedoch aufgepeppt und aufgeräumt. Es erscheinen von Beginn weg nicht so viele Informationen, wie man es sich von der Vorgängerversion her gewohnt ist. Man fühlt sich aber auf jeden Fall näher mit Apple TV verbunden, da durch die Neugestaltung der Oberfläche die Inhalte noch stärker ins Zentrum rücken. Durch die Wisch-Navigation ist die Bedienung zudem noch intuitiver. Als Software arbeitet tvOS im neuen Apple TV. tvOS ist eine Abwandlung von iOS. Siri lässt sich in der Schweiz leider (noch) nicht nutzen. Für die Befehle und die Steuerung der diversen Aktivtäten ist man komplett auf die Möglichkeiten der Fernbedienung angewiesen.

Die Fotos, die Filme und die Musikbiliothek ist wie von der Vorgängerversion her bekannt, ganz einfach abzurufen. Dank der Wish-Funktion ist die Bedienung natürlich ebenfalls einfacher. Die Auswahl geht einiges flotter von sich und auch das hin und zurückspuhlen ist viel angenehmer. Bei Filmen hat Apple die grafische Steuerung äusserst sinnvoll überarbeitet. Dank Vorschaubilder weiss man immer ganz genau, wo man landet. Mit einer grossen, schnellen Streichbewegung kann man weit vor- und zurückspulen, während man mit einem sanften Wischen nur wenige Sekunden bzw. fast Bild um Bild spult.

Mit der Home-Taste der Fernbedienung gelangt man jeweils immer wieder auf den Apple TV-Homebildschirm zurück. Mit der Menü-Taste kann man innerhalb einer App auf die Menü-Übersicht zurückgelangen. Die Start- und Pause-Taste werden primär für die Filme benötigt. Ganz neu ist, dass man nun die Möglichkeit hat, die Lautstärke des Fernsehers direkt mit der Apple Remote zu steuern.

Die grösste Neuerung nebst der Fernbedienung ist der neue App Store für Apple TV. Nun kann man Apple TV endlich mit weiteren Inhalten füllen. Von Beginn weg mit dabei ist eine App für Youtube und Netflix. Bei Netflix kann man sich für gut 10 Franken pro Monat registrieren und erhält eine Fülle an Spielfilme und Serien, welche man direkt auf Apple TV streamen kann. Doch auch grosse Stationen wie ZDF oder arte stellen ihre Inhalte auf Apple TV zur Verfügung. Selbstverständlich kommt auch das Spielerherz nicht zu kurz. Es stehen bereits eine Handvoll von neuen Spielen zur Verfügung. Ganz toll ist, dass man diejenigen Apps die man bereits für das iPhone oder das iPad gekauft hat, bei Apple TV nicht nochmals kaufen muss. Eine riesige Auswahl an Apps gibt es noch nicht; mit der Zeit wird aber sicherlich noch die eine oder andere App dazu kommen.

Selbstverständlich verfügt das neue tvOS noch über einige interessante Gadgets. Wenn man zweimal auf die Home-Taste klickt, sieht man welche Apps zuletzt benutzt wurden. Man kann somit sehr einfach zwischen einem Spielfilm und einem Spiel hin und her switchen. Wenn Apple TV nicht gerade gebraucht wird, aktiviert sich ein wunderschöner Bildschirmschoner; es werden HD Videos mit Luftaufnahmen von atemberaubenden Orten der ganzen Welt gezeigt.

Die Apple TV-Box ist in zwei Ausführungen erhätlich, eine mit 32 GB-Speicher, die andere mit 64 GB. Je nachdem mit was man Apple TV beladen möchten, lohnt sich eventuell die grössere Version.

Fazit
Das neue Apple TV bringt neuen Schwung in die TV-Welt. Apple hat seine TV-Konsole um ein gutes Stück weiter gebracht. Es braucht aber eine kontinuerliche Pflege, damit sich das neue Apple TV etabiliert und zu einem festen Bestandteil des Wohnzimmers werden kann.

Die Apple Watch im Test

Ich habe die Möglichkeit, mich mit einer der neuen per Herbst 2015 vorgestellten Apple Watch-Modelle anzufreunden. Ab sofort ist eine Apple Watch Sport in Roségold mein alltäglicher Begleiter. Bevor ich sie so jedoch richtig nutzen kann, steht das Bereitstellen und Installieren auf dem Programm…

Apple überzeugt in punkto Verpackung immer wieder aufs neue! So ist auch die neue AppleWatch absolut schmuck verpackt. Eine längliche rechteckige weisse Kartonverpackung mit dem Reliefaufdruck Apple Watch steht vor mir. Darin steckt eine Kunststoff-Schatulle, in der die Apple Watch eingebettet ist. Sofort habe ich sie in der Hand und sie strahlt mir mit ihrem 7000 Serie-Aluminium-Roségold entgegeben.

Auf der rechten Seite der Apple Watch befindet sich die Digital Crown (digitale Krone). Darunter liegt eine weitere Taste. Was ich mit diesen beiden Elementen genau tun kann, werde ich wohl noch erfahren. Auf der Rückseite befindet sich die Magnetfunktion fürs Aufladen sowie der Lautsprecher und das Mikrofon.

Nachdem ich die Apple Watch aus der Verpackung genommen und von allen Seiten bestaunt und bewundert habe, fragte ich mich, wies nun wohl weitergeht…

Als erstes tippe ich den Bildschirm an und siehe da, Apple hilft mir bereits auf die Sprünge. Die AppleWatch fordert mich – nach ich die gewünschte Sprache eingestellt habe – auf, die Koppelung mit dem iPhone vorzunehmen. Dazu wählt Apple eine äusserst raffiniert Variante. Während man auf der Apple Watch den Koppelungsvorgang startet, muss auch auf dem iPhone die „Watch“-App geöffnet werden. Auf der Apple Watch erscheint anschliessend eine sogenannte „Koppelanimation“. Auf dem iPhone erscheint die Kamera-Ansicht. Die Apple Watch muss nun so vor den Sucher der Kamera gehalten werden, damit das iPhone die Apple Watch erkennt. – Schon ist die Sache erledigt! Apple empfiehlt mir, nun noch ein Passwortschutz für die Apple Watch anzulegen, um sie vor Fremdzugriffen zu schützen.

Das weitere Einrichten erfolgt nun über die Watch-App auf dem iPhone, wie ich schnell feststelle. Die iPhone-Watch-App fragt einem danach, ob man alle kompatiblen Apps mit der Apple Watch synchronisieren oder dies auf später vertagen möchte. Selbstverständlich wähle ich „Alle installieren“, damit ich das ganze Spektrum der Watch von Beginn weg nutzen kann.

Wie geht es jetzt weiter? Auf der Apple Watch sehe ich ein modernes Ziffernblatt, welches die Zeit, das Datum und die aktuellen Kalendereinträge zeigt. Wie kann ich das Ziffernblatt ändern? Hier lohnt es sich erstmals, die Apple-Einführungsfilme zu konsultieren, um zu erfahren, wie die Apple Watch zu bedienen ist. Gerade bei diesem neuen Apple-Produkt braucht es ab und zu einen Tipp, um die diversen – teilweise auch versteckten – Funktionen zu finden. Die Apple-Einführungsfilme zeigen mir, dass ich ein bisschen mehr Druck auf das Ziffernblatt bzw. das Display geben muss, um bei den diversen Ziffernblattvariationen zu landen. Mit einem Rechts- oder Linkswischen kann ich innerhalb der diversen Ziffernblättern hin- und her wechseln. Es stehen ein Duzend Display-Varianten zur Verfügung. So kann ich beispielsweise zwischen klassichen Ziffernblättern, Schmetterlinganimationen, Chronographen oder einem Mickey Mouse-Ziffernblatt auswählen. Auch kann ich ein Fotoalbum auswählen; es präsentieren sich dann immer wieder andere Fotos auf dem Ziffernblatt. Effektiv stehen aber noch viel mehr Displays zur Auswahl – Der Clou ist, dass ich jedes Ziffernblatt noch individuell anpassen kann. Beim klassichen Ziffernblatt kann ich beispielsweise definieren, wie detailliert das Ziffernblatt dargestellt werden soll (nur Punkte, Striche oder auch Zahlen). Ich kann mir unter- oder oberhalb des Ziffernblattes auch noch den nächsten Kalendereintrag, das aktuelle Wetter oder die Mondphasen einzeigen lassen.

Mit einem Klick auf die Digital Crown gelange ich auf die App-Übersicht der Apple Watch. Die Icons präsentieren sich als runde Kreise, welche wild nebeneinander angeordnet sind. So kann ich beispielsweise den Kalender öffnen, um meine Termine zu checken oder mir auf der Karten-App zeigen lassen, wo ich mich gerade befinde.

Für viele Anwendungen ist die Apple Watch der verlängerte Arm des iPhones. Völlig einfach ist das Entgegennehmen von Anrufen. Sobald mich jemand auf dem iPhone anruft, wird der Anruf auch auf der Apple Watch angzeigt. Wie vom iPhone her bekannt, kann ich mit der roten Taste den Anruf ablehnen oder mit der grünen Taste den Anruf annehmen. Wenn ich während dem Anruf an der Digital Crown drehe, habe ich die Möglichkeit, dem Anrufer eine Nachricht zu senden, wenn ich den Anruf zum Beispiel gerade nicht entgegennehmen kann.

In der Zwischenzeit erreichen mich immer mehr Push-Nachrichten auf der Apple Watch. Die synchronisierte 20 Minuten-App liefert die auf dem iPhone abonnierten Push-News automatisch an die Apple Watch weiter. Auch die Verkehrsnachrichten von SRFVerkehr landen neu auf meiner Apple-Uhr; so weiss ich noch schneller, wo es stockt und staut.

Selbstverständlich, werden auch eingehende SMS und E-Mails auf der Apple Watch angezeigt. Es besteht sogar die Möglichkeit, darauf zu antworten. Ich kann jedoch keinen Freitext schreiben, die Apple Watch gibt mir stattdessen Standardantworten wie „Ich kümmere mich gleich darum“ oder „Danke für die Neuigkeiten“ zur Auswahl. Selbstverständlich kann ich auch Emoijs in die Antwort einbauen. Das absolute Highlight liegt aber in der Möglichkeit, der Apple Watch zu diktieren, was ich zurückschreiben möchte. – Der Praxistest zeigt, dass diese Möglichkeit durchaus alltagstauglich ist, sie jedoch nur für kurze Antworten geeignet ist. Für umfangreichere Mail-Antworten ist das iPhone definitiv die bessere Alternative. Bei den Nachrichten gibt es noch ein paar zusätliche Funktionen. So kann ich neu übergrosse, animierte Smileys oder Herzbotschaften versenden. Über die Nachrichten-App kann ich zudem eine Nachricht analog zum iPhone auch als Audio-Nachricht versenden.

Sämtliche Nachrichten kann ich mir mit einem akustischen und/oder haptischen Signal anzeigen lassen.

Absolut witzig und zudem auch noch sinnvoll ist die Möglichkeit, die Apple Watch als iPhone-Kamera Auslöser zu verwenden. Dabei kann man das iPhone irgendwo platzieren und dann auf der Kamera-App der Apple Watch das Foto auslösen. In der Praxis ist dies die moderne Variante des Selbstauslösers. Das Foto wird auf dem iPhone gespeichert, auf der Apple Watch kann es aber auch anzeigt werden.

Und jetzt zur Fitness! – Die Apple Watch ist auch ein Fitness-Coach. Mit der Aktivitätsapp soll man dazu motiviert werden, weniger zu sitzen und sich mehr zu bewegen. Diverse Einstellungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung. Hier lohnt es sich, die diversen Möglichkeiten im Alltagstest auszuprobieren.

Ganz grundsätzlich kann die Apple Watch natürlich auch dabei behilflich sein, um durch die eigene Musikbibliktohek zu surfen.

Wer bis jetzt noch zu wenig Spass an der Apple Watch gehabt hat, kann sich nun noch mit Siri unterhalten. Siri ist nämlich auch auf der Apple Watch zuhause. Zum Beispiel kann ich Siri damit beauftragen, mir ein Song abzuspielen, ich kann Siri nach dem Weg nach Zürich fragen oder Siri kann für mich jemanden anrufen. Selbstverständlich kann Siri noch viel mehr. Siri kann mir die Wetterprognosen bekanntgeben oder mir mitteilen, was ich nächste Woche für Termine habe. Anstatt auf dem iPhone, werden mir die Infos direkt auf der Apple Watch angzeigt. Einfach genial!

Nach einem Tag intensivem Watch-Gebrauch braucht die Apple-Uhr jeden Abend wieder Strom-Anschluss. Um diese Thematik kommt man nicht herum. Dies hiesst für mich, dass ich jeden Abend die Uhr auf den Magnetstecker montieren und sie morgens wieder davon abziehen darf.

Die Apple Watch ist echt cool und ich habe meine helle Freude an ihr. Ganz klar ist sie zu einem Teil auch ein bisschen Spielzeug und Lifestyle-Gadget. Nichtsdestotrotz ist sie im Alltag ein hilfreicher Begleiter, um Arbeiten noch besser und effizienter erledigen zu können. Wer sich selbst eine Apple Watch zutun möchte, steht aktuell vor einer Vielzahl von Möglichkeiten, sowohl an Watch-Varianten aber auch Armbänder. Hier lohnt sich ein Besuch in einem Apple Store oder bei einem ausgewählten Händler auf jeden Fall, um sich von den diversen Modellen inspirieren zu lassen.

 

Das iPhone 6s plus im Praxistest

Die MacWeb.ch-Redaktion hat die Möglichkeit ein neues iPhone 6s plus unter die Lupe zu nehmen.

Äusserlich hat sich gegenüber dem bisherigen iPhone 6 nichts Wesentliches verändert. Die Form wurde mehr oder weniger 1:1 vom Vorgängermodell übernommen. Einzig die Grösse und das Gewicht der neuen Modelle wurden minim nach oben korrigiert; die Masskorrekturen bewegen sich jedoch im Zehntel-Milimeter-Bereich. Bei den verwendeten Materialen hat Apple markantere Änderungen vorgenommen. Die neuen iPhones sind aus stabilstem Glas hergestellt, das es für Smartphones gibt. Das gleiche Glas verwendet Apple bei der AppleWatch Sport. Das Gehäuse besteht aus einer 7000er Aluminium-Legierung. Farblich hat hat sich jedoch einiges getan. Nebst den bisherigen Farben Gold, Silber und Space Grau präsentiert sich das iPhone 6s bzw. sein grosser Bruder iPhone 6s plus auch in einem äusserst chicen Roségold; Apple hat hier eine wunderschöne Farbwahl getroffen.

Sämtliche (äussere) Tasten befinden sich noch am gleichen Ort; hier hat Apple keine Anpassungen vorgenommen. Der Touch-ID-Knopf wurde jedoch überarbeitet; gemäss Apple soll er die Fingerabdrücke jetzt noch besser und schneller erkennen, was auch der Alltagstest bewies.

Bei den Innereien hat Apple kräftig aufgerüstet. Zum Einsatz kommt ein A9-Prozessor, ein 64-Bit Chip aus dem Hause Apple. Der A9 Chip bietet gemäss Apple 70 Prozent schnellere CPU- und 90 Prozent höhere GPU-Leistung als das Vorgängermodelle. Zudem soll der neue Chip die Batterie besser schonen. Im Praxistest ist die neue Leistung merklich spürbar.

Absolut cool ist die neue 3D-Touch-Funktion, welche als die Haupt-Neuheit des iPhone 6s bezeichnet werden kann. Das Retina-Display ist mit speziellen Sensoren ausgestattet. Das Display reagiert neu auf die Druckstärke. Die Sensoren messen dabei den Abstand zwischen Glasabdeckung und Hintergrundbeleuchtung. Durch den stärkeren Druck erscheint ein Kontext-Menü. Diese Funktion steht bei den Apple eigenen Apps wie beispielsweise Kamera, Mail, Nachrichten, Safari oder Maps zur Verfügung. Klick man beispielsweise ein bisschen fester auf das Kamera-Icon erscheinen – ohne dass dabei die App komplett geöffnet wird – vier Auswahlmöglichkeiten. So ist es beispielsweise mit einem Klick möglich, ein Selfie zu schiessen oder mit der Videoaufnahme zu starten. Dank 3D-Touch und der Karten-App kann am sich mit einem Klick beziehungsweise mit dem stärkeren Druck sofort den aktuellen Standort anzeigen oder den Weg nach Hause zeigen lassen. Ohne die Mail-App zu öffnen ist es neu auch möglich, durch die erhaltenen Mails zu surfen, ohne sie effektiv zu öffnen. Ein neues SMS kann mit einem Druck erstellt werden. Selbstverständlich ist es auch für Dritthersteller möglich, die 3D-Touch funktion zu nutzen. Diverse App sind bereits für 3D-Touch angepasst worden oder werden in Kürze erweitert. Darunter fallen beispielsweise Instagram, Dropbox oder Facebook.

Auch an der Kamera und der damit zusammenhängenden Kamera-App hat Apple weiter getüftelt. So sind mit dem neuen iPhone noch bessere Fotos mit einer Auflösung von bis zu 12 Mega-Pixel möglich. Absolut Spass macht die neue Live Photos-Funktion. Dabei werden unmittelbar die Momente vor und nachdem das Foto geknippst wurde, eingefangen. Die Fotos werden somit ein ganz wenig lebendig. Auch in der Live Photos-Funktion werden die Fotos in der 12-Mega-Pixel-Qualität geschossen. Im Bereich Video ist die neue Kamera in der Lage, Filme in 4K-Ausführung aufzunehmen. Auf der Vorderseite des neuen iPhones arbeitet eine 5 MegaPixel-FaceTime-Kamera. Die Qualität ist im Test gegenüber dem Vorgängermodell merklich spürbar; auch Video-Chats können in noch höherer Qualität stattfinden.

Dank iOS 9 nutzt das neue iPhone natürlich auch sämtliche übrigen Funktionen, welche Apple mit dem Software-Update eingeführt hat. Nebst diversen kleineren Neuerungen, stechen vorallem die neuen Funktionen der Notizen-App hervor. Bis anhin konnte man nur Textnotizen festhalten. Neu ist es möglich, Fotos in die Notizen einzufügen. Als absolutes Novum besteht sogar die Möglichkeit, eigene Skizzen zu zeichnen oder Bilder zu malen. Dazu stehen diverse Schreib- und Malwerkzeuge zu verfügung. Wenn der Mac über die neuste OS X-Version verfügt und die beiden Geräte über iCloud zusammenhängen, lassen sich die Zeichnen sogar ganz einfach zwischen iOS und OS X synchronisieren.

Das neue iPhone ist auch für das weltweite Reisen optimal geschaffen. Es unterstützt in der neusten Version bis zu 23 LTE-Frequenzbänder; damit steht dem weltweiten Roaming nichts mehr im Wege; wenn nur die Kosten der Telekom-Anbieter nicht währen.

Rundum ein gelungens neus Telefon-Ugrade aus dem Hause Apple. Bekanntlich bringt das jeweilige Zwischen-Update mit der Bezeichnung S nicht bahnbrechende Neuerungen, aber vorallem die Kamera-Features und die 3D-Touch-Funktion überzeugen. Du kaufen gibt es die neuen iPhone 6s-Modelle ab CHF 759.–; die plus-Version startet bei CHF 879.–. Zu beachten gilt es, dass der Speicher der 16 GB-Version relativ bald aufgebraucht ist, wenn man die eine oder andere App installiert hat. MacWeb.ch empfiehlt, das 64 oder 128 GB-Modell anzuschaffen.

 

iPhone 6 Plus im Ferientest – Testbericht

geschrieben von Pamela Frei

Pünktlich zum Beginn unserer Familienferien bekam ich die einmalige Gelegenheit, das brandneue iPhone 6 Plus einem Praxistest zu unterziehen. Bisher war das iPhone 5 mein ständiger Begleiter gewesen und so stachen mir als erstes die enorme Grosszügigkeit des Displays und gleichzeitig die immense Schlankheit des Gehäuse ins Auge. Ganz besonders begeistert hat mich auch das fantastische Design und die Art und Weise,

 

wie das Glas ins Gehäuse integriert ist. Fast hat es den Anschein, wie wenn das Glas flüssig wäre und elegant über die Kanten ins aus eloxiertem Aluminium gefertigten Gehäuse fliessen würde.

Die Masse des neuen iPhone 6 Plus beeindrucken auf der ganzen Linie. 5,5 Zoll ist das Retina HD Display gross und dabei extrem leicht und dünn. Es liegt so angenehm in der Hand und ist dabei so wahnsinnig einfach zu bedienen – mit etwas Übung auch mit einer Hand.

So weit so gut. Nach der problemlosen und einwandfreien Datenübernahme via iTunes des alten Geräts und der Einrichten der TouchID, habe ich das iPhone 6 schnell in die Handtasche gesteckt und es ging ab zum Flughafen. In unseren Familienferien ersetzte das iPhone 6 Plus unsere herkömmliche digitale Fotokamera und das machte es gut – sehr gut sogar. In seinem extrem schlanken Gehäuse versteckt sich nämlich eine geballte Ladung Power sowie innovative  und neue Technologien. Da wäre der A8 Chip mit 64-Bit Desktoparchitektur der zweiten Generation, der für enorm schnelle Performance und Energieeffizienz sorgt sowie eine sehr fortschrittliche iSight und FaceTime HD Kamera. Rasant schnelles Internet und iOS 8, die neuste Version des weltweit fortschrittlichsten mobilen Betriebssystems runden das überzeugende Angebot ab.

Unsere Urlaubsfotos wurden der Hammer. Die Qualität ist überwältigend und trotz intensivem Fotografieren und Filmen hielt die Batterie über 24 Stunden durch. Hochauflösendes Video auf dem iPhone wird verbessert durch schnellere Bildraten von bis zu 60 Bilder pro Sekunde für 1080p Video und 240 Bilder pro Sekunde für Zeitlupenvideos. Die Zeitraffervideos überzeugten in ihrer Qualität und sorgten für den einen oder anderen Lacher beim anschliessenden Betrachten. Der kontinuierliche Autofokus sorgt für scharfe Fokussierung während der gesamten Aufnahme.

Am Abend in der Ferienwohnung profitierte ich dann von extrem schnellem Surfen im Internet. Stadtpläne oder PDFs mit Öffnungszeiten von Sehenswürdigkeiten konnte ich in rasanter Geschwindigkeit herunterladen.

Abschliessend kann ich sagen, dass das iPhone 6 Plus sich zu einem unverzichtbaren Urlaubsbegleiter gemausert hat und natürlich auch im Alltag überzeugt. Es machte grossen Spass, die gemachten Fotos oder auch Web-Seiten auf dem extra grossen Display zu bewundern. Das Design überzeugt auf der ganzen Linie und die Leistung sowie die Batterielaufzeit sind hervorragend.

Einziger Wermutstropfen: Der Preis.

Das iPhone 6 gibt es in Gold, Silber oder Spacegrau und kostet in der 16 GB Variante CHF 759.- inkl. MwSt. Die 64 GB Modell kostet CHF 879.- inkl. MwSt. und erstmals ist das iPhone 6 in einer 128 GB Variante zu haben für CHF 999.- inkl. MwSt. Das iPhone 6 Plus ist in den selben Farbvarianten erhältlich wie das iPhone 6 und kostet als 16 GB Modell CHF 879.- inkl. MwSt., als 64 GB Modell CHF 999.- inkl. MwSt. und als 128 GB Modell CHF 1119.- inkl. MwSt. Erhältlich ist das begehrte Mobiltelefon über den Apple Online Store, die Apple Stores sowie über ausgewählte Mobilfunkanbieter und Apple Premium Reseller.

Als Zubehör stellt Apple ein Leder Case zur Verfügung. Aus sorgfältig ausgewähltem Premium-Leder gefertigt und mit qualitativ hochwertigen Anilinfarbstoffen gefärbt, fühlen sich die Leder Cases genauso elegant an, wie sie aussehen. Das Leder mit dem farbig abgestimmten Futter aus Mikrofaser passt einfach perfekt auf die gerundete Form des iPhone 6 und iPhone 6 Plus. So sind Kamera und Telefon schön geschützt, und dein iPhone bleibt trotzdem schön dünn.

Pamela Frei / Oktober 2014

Das iPad Air im Praxistest

Seit zwei Wochen nutze ich das neue iPad Air in der weissen Ausführung in der Praxis. Gerne möchte ich den MacWeb.ch-Lesern meine ersten Erfahrungen nicht vorenthalten.

Wie bei allen Apple-Produkten macht bereits das Auspacken Freude. Nach dem Öffnen der weissen Box präsentiert sich das iPad Air in seinem vollen Glanz. Nachdem man es aus seiner Box herausgenommen hat, findet man darunter noch das Netzteil sowie das Lightning-Kabel. Ein Benutzerhandbuch fehlt. Apple verweist dazu auf die eigene Homepage.

Wenn man bisher mit einem iPad 2 oder iPad Retina gearbeitet hat, stellt man den Gewichtsunterschied sofort fest. Waren es bisher über 600 Gramm, so wiegt das iPad Air nur noch 470 Gramm.

 

Trotzdem liegt es sehr handlich in der Hand. Das iPad Air kann jetzt zudem noch viel besser mit einer Hand gehalten werden; an Stabilität hat es nicht verloren, obwohl es nur noch 7.5 Millimeter dick ist. Gegenüber dem iPad mit Retina Display sind seine Kanten ein bisschen weniger abgeschrägt.

Das iPad Air ist sehr sauber verarbeitet. Wie schon beim iPad mit Retina Display sorgt ein 9.7-Bildschirm für eine gestochen scharfe Anzeige. Mit einer Auflösung von 2048 x 1536 und mehr als 3.1 Milllionen Pixel können Fotos und Videos unglaublich detailliert und gestochen scharf betrachtet werden. Der Praxistest zeigt, das einzelne Pixel gar nicht mehr ersichtlich sind.

Wie man es von Apple her kennt ist das iPad Air in wenigen Sekunden betriebsbereit. Nach ein paar Einstellungen kann man bereits loslegen. Neue Apps lädt man direkt via App Store herunter oder synchronisiert die bisherigen Apps mittels iTunes.

Im Innern des iPad Air arbeitet der neue A7-Prozessor von Apple, welcher die 64-Bit Architektur auf das iPad bringt. Dank der neuen Leistung läuft das iPad Air äussert flüssig und ohne jegliche Verzögerungen.

Um Energie zu sparen hat Apple den M7-Prozessor verbaut. Der M7 misst die Bewegungen des iPad Air mithilfe der Daten von Beschleunigungssensor, Gyrosensor und Kompass. So können die Apps eine bessere Erfahrung bieten, basierend auf der Bewegung des iPad Air. Normalerweise ist das eine Aufgabe für den A7 Chip. Aber der M7 erledigt das viel effizienter, und das wiederum spart Batterieleistung.

Wie schon für das Vorgängermodell verspricht Apple eine Batterieleistung von 10 Stunden. Die Praxisanwendung zeigt, dass der integrierte Akku effektiv sehr sehr lange hält.

Apple hat dem iPad Air zwei Mikrophone verbaut. Dabei sind diese so gesteuert, dass Hintergrundgeräusche minimiert werden können. Der Praxistest zeigt eine optimale Tonqualität. Einerseits für FaceTime-Anrufe, andererseits aber auch für die Tonaufnahmen von Videos ist dies äusserst nützlich.

Noch was zur Software: Das iPad Air wird logischerweise mit dem neuen iOS 7 ausgeliefert. Ganz neu dabei sind aber auch kostenlos die kompletten iWork- und iLife-Suiten, mit welchen produktives wie auch kreatives Arbeiten ohne Zusatzinvestiton möglich wird. Zudem können die erstellten Dokumente/Dateien direkt via iCloud auch auf den Mac gespiegelt werden.

Das iPad Air gibt es in zwei Ausführungen. Einerseits als reine WLAN-Version, auf der anderen Seite als Kombination von WLAN + Cellular (Mobile-Netz). Betreffend Speicherplatz gibt es wiederum vier Varianten mit 16, 32, 64 oder 128 GB. MacWeb.ch empfiehlt, mindestens die Version mit 32 GB zu erwerben; möchte man viele Daten u.a. auch Videos speichern, solllte man die 64GB-Version ins Auge fassen. Speicher kann später leider nicht mehr nachgerüstet werden.

Fazit: Apple ist es gelungen, ein bereits sehr gutes Gerät nochmals ein grossen Stück zu verbessern. Das iPad Air ist viel handlicher und leichter geworden. An Komfort, Leistung oder Qualität hat es jedoch überhaupt nicht eingebüst. Ein absolut genialer neuer Wegbegleiter und ein sicherlich ein Renner im kommenden Weihnachtsgeschäft.

Welcher iPod passt zu mir? – Modelle 2012

Nebst iPhone und iPad ist der iPod ein bisschen in Vergessenheit geraten. Das Produkt, welches vor über 10 Jahren zum Ziel hatte, die breite Masse zu erreichen, und es zwischenzeitlich auch geschafft hat, rückte in den vergangenen Jahren etwas in den Schatten von iPhone und iPad. Trotzdem bieten die iPods weiterhin geniale Einsatzmöglichkeiten. MacWeb.ch hat sich das aktuelle Angebot nochmals unter die Lupe genommen und sich gefragt, welcher iPod zu wem passt. Unser Hintergrundbericht soll klären, wer welcher iPod-Typ ist. Es ist nämlich für jeden etwas dabei!

 

Für nur gerade mal 59 Franken gibt es den iPod shuffle. Der iPod shuffle ist das Einsteigermodell der iPod-Familie. Seiner Grösse zum Trotz bringt er einige Möglichkeiten mit sich. Zur Steuerung gibt es die sogenannte Klickbedienung, welche wie ein Rad aussieht. Mit der Klickbedienung kann man die Songs starten und stoppen, vor- und zurückblättern, sowie die Lautstärke regeln. Dank der VoiceOver-Funktion ist es möglich, per Stimme zu erfahren, wie der Song heisst, in welcher Playlist man sich befindet oder wie es um den Ladezustand des Akkus steht. Mit 2 GB Speicherplatz eignet sich der kleine shuffle prima für Leute, dir nur gelegentlich mal ein bisschen Musik hören und dabei die Grösse und das Gewicht eine wichtige Rolle spielen. Als modisches Accessoire oder für eine Sport-Session ist der shuffle ideal. Auf ein Display muss man beim iPod shuffle leider verzichten, dafür ist er äussert leicht. Da ein iPhone oder ein iPod touch beim Sport fallen kann oder durch Schweiss feucht werden könnte, ist der der shuffle die geniale Alternative. Der iPod shuffle ist in sieben verschiedenen Farben verfügbar. Fazit: Der iPod shuffle richtet sich an Sporttreibende, Gelegenheitsnutzer oder an diejenigen, die ein attraktives, leichtes Zweitgerät suchen.

Der iPod nano ist die attraktive Verschmelzung von iPod shuffle und iPod touch; ein bisschen mehr als der shuffle aber noch nicht so viel wie der iPod touch. Das verwendete Material ist ähnlich wie beim iPod shuffle. Die Bedienung, oder mindestens Teile davon, hat der iPod nano jedoch vom iPod touch geerbt. Auf dem iPod nano läuft eine eigene Software-Version (kein iOS). Gespeichert werden können Musik, Fotos und Videos ganz einfach via iTunes. Dank dem Touch-Screen kann man berührungsempfindlich durch die Musik, die Fotos und Filme surfen… Der iPod nano liefert zudem einen bedeutenden Vorteil, mit dem nur er ausgestattet ist. Mit dem nano kann nämlich auch Radio gehört werden. Ebenfalls über das angenehme, berührungsempfindliche Display kann der Wunsch-Radio-Sender gesucht werden. Der iPod nano ist mit einer UKW-Antenne ausgerüstet. Der Radioempfang erfolgt über die herkömmlichen Radioantennen und nicht wie bei einem iPod touch oder iPhone über das Internet (der iPod nano hat kein Internet). Für den Sport bietet der nano nebst Musikhören noch ein paar Features mehr. Dank einem Schrittzähler hilft der iPod nano bei der persönlichen Fitness. Mit dem separat erhältlichen Nike+ iPod Sport Kit misst der nano Kilometer für Kilometer und gibt Sprachfeedbacks zur Trainingsleistung. Der iPod nano ist das ideale Gerät für Sportbegeisterte, aber auch für diejenigen, die viel unterwegs und mit bis zu 16 GB Musik mehr als bedient sind. Dank Bluetooth kann der iPod nano mit der heimischen Soundanlage oder mit dem Audio-System des Auto verbunden werden. Der Preis für den iPod nano beträgt CHF 189.–. Geliefert wird der iPod nano mit dem neuen Lightning-Kabel und den neuen Apple EarPods Fazit: Der iPod nano ist Musikhören auf hohem und zudem praktischem Niveau mit etlichen Zusatzgoodies.

Der iPod touch ist das Flagschiff unter den iPods. Oder änderst gesagt: er ist das iPhone ohne Telefonfunktion. Verfügt doch auch der iPod touch über ein 4 Retina Display, einen schnellen Apple A5-Prozessor und zwei Kameras für Videotelefonie (FaceTime) und Film- und Fotoaufnahmen in 1080p-HD-Auflösung.  Was dem iPod im Vergleich zum iPhone fehlt, ist eine permanente Internetverbindung über UMTS, die SMS- und die Telefonfunktion. Auch auf genaue Ortungserkennung durch Kompass und GPS muss der touch verzichten. Wer das verschmerzen mag, holt sich mit dem iPod touch der aktuellsten Generation,
den besten und vielfältigsten iPod, den es jemals gab. Als Personal Digital Assistant, Multimediaplayer und tragbare Spielekonsole ergänzt er ein normales Mobiltelefon um Längen. Ideal für die, die sich ein teureres Abo fürs iPhone sparen möchten. Auf dem iPod touch können grundsätzlich alle iPhone-Apps installiert und genutzt werden, die nicht explizit auf einer Ortungsfunktion basieren. Neu überzeugt der iPod touch auch optisch noch mehr. Er ist nämlich in sechs verschiedenen Farben erhältlich. Zudem hat ihn Apple nochmals einiges dünner gemacht. Dank einer neuen Kordelfunktion kann man sich den iPod touch sogar ums Handgelenk binden, um beispielsweise noch besser Fotos schiessen zu können. Der iPod touch ist ab CHF 349.– erhältlich. Fazit: Für alle die noch kein iPhone haben oder wollen und trotzdem über praktisch alle Möglichkeiten und Funktionen verfügen möchten, die ein iPhone hat, ist der der iPod touch die genialste Alternative. Das Musikhören wird fast schon Nebensache.

Der schon seit mehreren Jahren nun nur im Detail geänderte iPod classic wurde zuletzt von Apple gar nicht mehr aktualisiert oder gar erwähnt. Weshalb? Ganz einfach. Der iPod classic ist mit seinem über bald 10 Jahre hinweg ausgereiften iPod OS der beste, reine Multimediaplayer. Mit 160 GB Speicherplatz schluckt er so manche Mediathek inklusive Musik, Fotos, Podcasts und Filmen mühelos. Wer also für den Urlaub oder für ins Auto nicht ständig erst die gewünschte Musik auf den iPod laden will, sondern einfach immer Alles griffbereit und ohne Kompromisse dabei haben will, muss zum iPod classic greifen. Nicht zuletzt, da man iPods selbst in modernen Autos meist nur über eine AUX-Buchse anschliessen kann, kann sich der iPod classic bewähren. Er lässt sich nämlich dank den mechanischen Tasten bequem blind bedienen. Dies ist mit dem iPhone oder iPod touch und neu auch mit dem iPod nano leider nicht so einfach möglich. Der iPod classic gibt’s für CHF 339.–. Fazit: Für alle die viel, viel und viel Musik dabei haben wollen und natürlich für alle Nostalgiker.

Der neue iMac 2012 im Test

Der erste iMac war bauchig und der neuste ist es auch. Viel Ähnlichkeiten haben die beiden Modelle, deren Erscheinungszeitpunkt mehr als 14 Jahre auseinander liegt, jedoch nicht. Nach kleineren Lieferverzögerungen sind die neusten Modelle seit Ende 2012 erhältlich. MacWeb.ch hatte die Möglichkeit den 27-iMac zu testen.

Das heutige Modell geht zurück auf die dritte Generation, welche im Jahr 2004 vorgestellt wurde. Damals wurde der ganze Computer komplett hinter dem Bildschirm verbannt und war nur sagenhafte 5.5 Zentimeter dünn. Heute sind es jedoch am Rand gerade mal 5 Millimeter. Im dezenten Bäuchlein auf der Rückseite des iMacs ist die ganze Technik verbaut. Im Vergleich zur Vorgängerversion aus dem Jahr 2009 hat Apple das Volumen um 40 % reduziert. Es ist fast unglaublich, wie Apple dies geschafft hat. Ein Grund dafür ist jedoch sicher, das Apple neu eine 2.5 Zoll-Festplatte verbaut (zumindest im 21.5-Modell) und als wichtigste Massnahme das optische Superdrive eliminiert hat.

Das neue Design ist absolut überzeugend. Für die Herstellung des Gehäuses setzt Apple auf eine neues Verfahren. Auf Englisch heisst es friction stir welding und ist aus der Raumfahrt bekannt, zu deutsch heisst nennt man das Verfahren Rührreibschweissen, es wurde 1991 in Grossbritannien erfunden. Bei diesem Verfahren verbindet man das Aluminium durch Reibungshitze. Wer mehr wissen möchte, schlägt bei Wikipedia nach. Friction stir welding führt zu einer hochpräzisen Verarbeitung, was wir an unserem Testgerät selber erfahren durften.

An der Unterseite des dünnen Rahmen befinden sich die Stereolautsprecher. Obwohl die Lautsprecher auf engstem Raum Platz finden müssen, überzeugt in unserem Test das Klangerlebnis. Für eine optimierte Videotelefonie oder Diktierfunktion verfügt das iMac zudem über zwei Mikrofone, die jeweils zusammenarbeiten, um die eigene Stimme von Umgebungsgeräuschen trennen zu können.

Das neue Display darf sich noch nicht Retina nennen. Trotzdem hat Apple die Bildqualität erhöht, indem das LCD direkt mit dem Glas verbunden wurde. Bilder erscheinen auf unserem Testgerät klarer und lebendiger. Zudem reduziert das neue Display die Blendeeffekte um 75 %; dafür wurde das Glas speziell beschichtet.

Apple spendiert dem iMac eine grosszügige Ausrüstung. Neu sind bei allen iMacs 8 GB Arbeitsspeicher mit dabei. Das 21,5-Zoll-Modell kann bis auf 16 GB und das 27-Modell bis auf 32 GB aufgerüstet werden. Als Prozessor kommen neuste Quad-Core Intel Core i5-Prozessoren zum Einsatz. Dank der Turbo Boost-Funktion kann die Taktfrequenz bis 3.6 GHz hochgeschraubt werden.

Sämtliche iMacs werden mit vier USB 3- und zwei Thunderbolt-Anschlüsse ausgestattet. Daneben gibt es Gigabit-Ethernet, einen Mini DisplayPort-Ausgang und einen SDXC-Kartensteckplatz.

Die Schnelligkeit der neuen Prozessoren ist im Test sehr gut spürbar. Die neuen Prozessoren sind jedoch vorallem in Kombination mit der neuen Speicherlösung optimal einsetzbar. Mit Fusion Drive kombiniert Apple die grosse Kapazität einer Festplatte mit der hohen Leistung des Flash-Speichers. Programme, Dateien, etc., die häufig genutzt werden, werden dank Fusion Drive in den Flash-Speicher gelegt. Daten und Informationen, die seltener benötigt werden, speichert Fusion Drive auf die Harddisk. Das System lernt, mt welchen Daten häufiger und mit welchen weniger häufig gearbeitet werden und disponiert jeweils automatisch um.

Leider ist der iMac nachträglich schlecht nachrüstbar. Beiim 21.5-Modell ist das zusätzliche Einsetzen von RAM äusserst kompliziert, dar iMac muss fast komplett auseinandergenommen werden.

Als Fazit überzeugt der neue iMac total. Es ist absolut eindrücklich, wie Apple es immer wieder schafft, alle Komponenten auf noch weniger Platz zu verbauen. Das Fehlen des SuperDrives ist vertretbar. Um von einer optimierten Leistung profitieren zu können, sollte der iMac nicht in der Grundausstattung gekauft werden; eine Version mit Fusion Drive (Aufpreis CHF 275.–) sollte man sich leisten, da man sonst auf einen wesentlichen Vorteil verzichten müsste.

 

Das iPhone 5 im Praxistest

Seit knapp zwei Woche ist das iPhone 5 in der Schweiz erhältlich. Auch die MacWeb.ch-Redaktion hat die Zeit genutzt, das iPhone 5 unter die Lupe zu nehmen.

Auspacken und Lieferumfang

Verpackt ist das iPhone 5 in einem ähnlichen Schächtelchen, wie man es vom iPhone 4/4S bereits kennt. Nach dem Öffnen des Deckels strahlt einem sofort das iPhone 5 entgegen. Darunter liegt ein Umschlag mit dem “Werkzeug” (kleiner Stift) für das Einsetzen der SIM-Karte und sowie die Information zu den Garantiebestimmungen. Weiter findet man ein Faltblatt mit einem Kurzbeschrieb zu den wichtigsten Funktionen des iPhones. Ein richtiges Handbuch fehlt jedoch; dies ist bei den Apple Geräten jedoch üblich.

Als weitere Hardware liegen das neue Lightning-Kabel mit dem Netzadapter sowie die neuen In-Ear-Kopfhörer bei. Zu den neuen Kopfhörer hat sich Apple einiges einfallen lassen.

 

Mithilfe optischer Scans und Silikonformen haben die Apple Designer 3D Modelle unterschiedlicher Ohrtypen hergestellt, um eine Form zu finden, die vielen verschiedenen Personen passt. Aus dieser Form entstanden die neuen Apple EarPods. Anders als bei traditionellen runden Ohrhörern basiert das Design der EarPods auf der Geometrie des menschlichen Ohres. Der erste Test der neuen Kopfhörer oder eben EarPods zeigt, dass sie wirklich optimal sitzen. Auch die Klangqualität überzeugt! Apple hat mit diesem “Nebenprodukt” wieder einmal voll ins Schwarze getroffen.

Look & Feel

Wenn man das iPhone 5 das erste Mal in den Händen hält, fällt vorallem des neue Gewicht auf. Mit 112 Gramm gegenüber den iPhone 4/4S mit 140 Gramm ist es bedeutend leichter. Als sofort erkennbare optisch Neuerung ist das neue Format. Das iPhone ist knapp 9 mm höher. Dies ist auf das neue 4″ Display zurückzuführen. Während die Breite gleich geblieben ist, ist die Tiefe (Dicke) mit 7.6 Millimeter nochmals 20 % dünner.

Gegenüber dem Vorgängermodell ist das iPhone 5 nochmals eine Spur professioneller und schöner verarbeitet. Vorallem die Rückseite überzeugt! Apple hat dazu eloxiertes 6000er Aluminium verwendet; das gleiche Material wie bei den Apple Notebooks. Darin sind oben und unten Einlagen aus Glaskeramik (beim Weiss und Silber Modell) oder aus pigmentiertem Glas (beim Schwarz und Graphit Modell) eingefasst. Das Aluminiumgehäuse jedes iPhone 5 wird bei der Fertigung von zwei 29-Megapixel Präzisionskameras fotografiert. Eine Maschine vergleicht die Bilder anschliessend mit 725 einzelnen Mustern, um das perfekte Gegenstück zu finden.

Auf der Rückseite befindet sich zudem die neue iSight-Kamera. Die verbesserte HDR Funktionalität der 8-Megapixel iSight Kamera im iPhone 5 sorgt für schönere und intensivere Farben und reduziert die Bewegungsunschärfe. Selbst in dunklen Umgebungen macht die iSight Kamera tolle, detailreiche Bilder, wie ein MacWeb.ch-Test zeigte.

Der Einsatz für die SIM-Karte hat Apple neu auf die Seite verbannt. Neu benötigt man eine Nano-SIM-Karte, um das iPhone 5 betreiben zu können. Beim Wechsel zum iPhone 5 muss man sich somit beim Mobilfunktbetreiber (Swisscom, Orange, Sunrise, etc.) oder beim Apple Store die SIM-Karte austauschen lassen.

An der unteren Seite findet sich der Lightning-Anschluss, welcher viel kleiner als der bisherige Stecker ist. Zudem spielt es keine Rolle mehr auf welche Seite herum man ihn einsteckt. Durch die Änderung des Anschlusses ist Apple in die Kritik geraten. Apple hat den bisherigen Anschluss seit zehn Jahren verwendet. Es ist verständlich, dass man nun nach einer Alternative suchte. Bisheriges Zubehör mit Dockungfunktion (Lautsprecher, Wecker, etc.) könne mit einem Adapter jedoch weiter genutzt werden. Für den Anschluss beispielsweise im Auto kann ein zusätzliches Lightning-Kabel erworben werden.

Durch den kleineren Lightning-Stecker hat Apple den Kopfhöreranschluss ebenfalls an die untere Seite des iPhones verlegt.

Display

Bei iPhone 5 kommt ein 4″ (bis 3.5″) Retina Display zum Einsatz, welches 18 % mehr Pixel bietet als die Vorgängermodelle und dies mit einer Auflösung von 1136 x 640 Pixel. Das iPhone 4S-Display war bereits genial, doch das neue Display strahlt noch vier mehr und präsentiert die Farben noch satter. Dank dem neuen Format (16:9) können jetzt auch Kinofilme ohne schwarzen Balken betrachtet werden. Dank dem neuen Display ist es nun möglich, eine fünfte App-Reihe pro Screen anzuordnen. Mit dieser Neuerung haben noch noch mehr Apps auf einer Seite Platz.

Herzstück

Zum Einsatz kommt der neue A6-Prozessor. Während man bei Computer ein noch besserer uns schnelleren Prozessor bei Alttagsarbeiten in der Regel nicht sofort wahrnimmt, erlebt man den A6 hautnah. Aus dem Ruhezustand heraus ist das iPhone 5 sofort einsatzbereit.

Auch die Ladezeit von Apps geschieht viel schneller als beim iPhone 4S.

Auffallend ist die neue Leistung vorallem auch bei der Kamera-App. Schneller als das iPhone 5 Fotos schiessen kann, kann kein Paparazzi abdrücken. Ohne Verzögerungen können Fotos in Milisekunden geschossen werden. Das iPhone 4S hat hier bedeutend mehr Mühe.

Software

Das iPhone 5 wird mit iOS 6 ausgeliefert. Die Software hat jedoch nur indirekt etwas mit dem neuen iPhone 5 zu tun. iOS 6 ist auch für die älteren iPhone-Versionen (primär 4/4S) verfügbar. Doch Apple hat iOS 6 optimal für das iPhone 5 bzw. den A6-Prozessor optimiert.

 

Fazit

Apple ist wieder eimal ein genial Wurf gelungen. Das iPhone 5 ist wunderbar designt und man merkt, dass Apple nur qualitativ hochstehende Materialen verwendet hat. Apple ist dem bisherigen Design in den Grundzügen treu geblieben hat es dort wo nötig aber optimal überarbeitet. Das neue Display überzeugt absolut und begeistert! Die Schnelligkeit des neuen A6-Prozessor ist deutlich spürbar. Wer ein neues Mobiltelefon benötigt, ist mit dem neuen iPhone 5 sehr gut bedient. Wem das nötige Kleingeld vorerst fehlt, der kann zumindest mit dem kostenlosen(!) Software-Update auf iOS 6 für das bisherige iPhone ebenfalls ein “neues” iPhone hinzaubern.

EBook-Reader: iPad vs.Kindle

Das iPad gilt als Universalgerät schlechthin und wird von Apple unter anderem auch als eBook-Reader positioniert. Doch wie schlägt sich das Gerät mit dem hintergrundbeleuchteten Display gegen das eInk-Gerät Kindle von Amazon? Ein Erfahrungsbericht aus der Praxis.

 

Elektronischen Büchern gehören die Zukunft, da sind sich Viele einig.

Keine ‘schlechten’ Filme mehr…

Ein Videoabend in der Familie oder mit den Freunden steht an. Doch welcher Film begeistert alle? MovieChoozer ist eine App fürs iPhone, die bei der Filmauswahl hilft. Die App scannt den Strichcode von Videokassetten, DVDs und Blu-rays – und zeigt umgehend die ehrlichen Filmbewertungen von Amazon, IMDb, Roger Ebert und Rotten Tomatoes an. 

 

Über die Kamera des iOS-Gerätes kann der Strichcode von Blue-ray, DVD, oder Videokassette gescannt werden. Über die Internetverbindung des Gerätes lädt die Applikation das Rating des entsprechenden Filmes und zeigt aufgrund der eigens definierten Bewertungsmatrix innert kürzester Zeit klar an, ob der Film sehenswert (grün) oder nicht sehenswert (rot) ist.
Die Einstellungen in der Applikation lassen die einzelnen Filmdatenbanken ein- und ausschalten (Quellen) sowie die Bewertung aus den einzelnen Quellen individuell einstellen (Anzahl Sterne bzw. Prozentzahl). Für den Strichcodescan setzt MoovieChoozer auf die Gratis-App ‘pic2shop’, welche ebenfalls von iTunes geladen werden kann. Die Installation aus der App hat bei unseren Tests problemlos funktioniert. Auch hat MoovieChoozer bei unseren Testfilmen ebenfalls überzeugt – und einen Platz auf unserem iPhone gefunden.
MoovieChoozer 1.0.4 (1,8 MB) liegt ab sofort im iTunes AppStore vor. Die App steht in deutscher Sprache in der iTunes-Rubrik Lifestyle bereit. Sie kostet CHF 1.10.
Über die Kamera des iOS-Gerätes kann der Strichcode von Blu-ray, DVD oder Videokassette gescannt werden. Über die Internetverbindung des Gerätes lädt die Applikation das Rating des entsprechenden Filmes und zeigt aufgrund der eigens definierten Bewertungsmatrix innert kürzester Zeit klar an, ob der Film sehenswert (grün) oder nicht sehenswert (rot) ist.
Die Einstellungen in der Applikation lassen die einzelnen Filmdatenbanken ein- und ausschalten (Quellen) sowie die Bewertung aus den einzelnen Quellen individuell einstellen (Anzahl Sterne bzw. Prozentzahl). Für den Strichcodescan setzt MovieChoozer auf die Gratis-App ‘pic2shop’, welche ebenfalls von iTunes geladen werden kann. Die Installation aus der App hat bei unseren Tests problemlos funktioniert. Auch hat MovieChoozer bei unseren Testfilmen ebenfalls überzeugt (Videokassetten und DVD) – und einen Platz auf unserem iPhone gefunden.
MovieChoozer 1.0.4 (1,8 MB) liegt ab sofort im iTunes App Store vor. Die App steht in deutscher Sprache in der iTunes-Rubrik Lifestyle bereit. Sie kostet CHF 1.10.

iStreamer – Die Profi-Verbindung zwischen iGeräte und Stereoanlage

Der Hersteller HRT (High Resolution Technologies), welcher bekannt ist für erstklassische Music Streamern, hat mit dem iStreamer ein professionelles Verbindungsstück für die Musikübertragung zwischen den iGeräten von Apple und der Stereoanlage geschaffen. Somit kann auf sehr einfache Art, das iPhone, das iPad und die diversen iPod-Modelle sehr bequem an der heimischen Musikanlage angeschlossen werden, um Musik in bester Qualität zu geniessen. Entgegen herkömmlichen Verbindungsdocs greift der iStreamer auf das digitale Signal zu. Die Technologie des iStreamers brilliert mit einem hochwertigen Wandler, mehrfacher Spannungsstabilisierung und einem praktisch jitter-freiem Host-Modus. Dadurch kann die Musik in CD-Qualität abgespielt werden. Der iStreamer wird komplett mit allen Kabeln geliefert; das Dock Connector Kabel, das Cinch-Kabel und das Stromversorgungskabel ist mit dabei. Der Preis für den iStreamer liegt bei CHF 249.–. MacWeb.ch hat das Gerät getestet und ist von der Qualität begeistert. Weitere Infos gibt es bei der Firma Audio Sphere, welche den iStreamer für die Schweiz importiert.

 

Der Mac App Store – erste Erfahrungen – UPDATE

Seit heute und dank dem Mac OS X Update auf Version 10.6.6 des Schnee Leoparden kann der Mac App Store betreten und bereits reichlich Software heruntergeladen werden. Unsere ersten, frischen und jungfräulichen Erfahrungen lesen Sie hier.

 

So sind einige Programme, Apple nennt sie auch auf dem Mac liebevoll Apps, unverschämt günstig zu haben. Beispielsweise Aperture 3 ist für schlappe CHF 85.- anstelle von CHF 249.- für die Box-Version erhältlich. Auch Apple Remote Desktop ist mit CHF 85.- Franken geschenkt. Für manch einer wird ausserdem ein Wunsch wahr. Es ist nun möglich, die iLife-Programme einzeln zu erwerben. Wer also eigentlich nur iPhoto will, bezahlt neu nur noch CHF 17.- anstelle von CHF 59.-.

Prominenz fehlt allerdings noch. Weder Microsoft, noch Adobe, noch Mozilla, noch Google und wie sie alle heissen sind heute zu finden. So lässt es sich leider nicht vermeiden, dass man sich für einige Software, die man bereits hat, weiterhin selber um Updates kümmern muss.

Etwas unklar dürfte dabei bei manchen Programmen die künftige Update- und Upgrade-Politik sein. So ist beispielsweise die Bildbearbeitungssoftware Pixelmator nur noch über den App Store erhältlich. Nutzer der aktuellen Version 1, die direkt erworben wurde, können dank der momentanen Aktion die Software nochmals kaufen, erhalten aber garantiert Version 2 später einmal geschenkt. Doch wer jetzt nicht updaten kann oder will, zahlt später den Vollpreis für Version 2. Wie dann Version 3 einmal angeboten werden soll, steht noch in den Sternen. Upgradelizenzen will Apple im Moment noch nicht erlauben.

UPDATE zum Thema Updates:
Einige bereits installierte Programme erkennt der Mac App Store als bereits installiert. Dies heisst zwar, dass der App Store das Programm erkannt hat, Updates werden aber dennoch nicht automatisch über Apples neuen Dienst geladen. Nur im Mac App Store gekaufte Software, wird auch vom Mac App Store automatisch aktualisiert.

Aus dem FAQ lässt sich erahnen, dass die Programme an den iTunes-Account (Apple ID) gebunden werden. Wer den Mac wechselt muss also die Software entweder nochmals herunterladen oder kann diese einem Backup zurück spielen und beim Programmstart seine Account-Daten angeben (was wahrscheinlich eine Internet-Verbindung erfordert). Das Herunterladen funktioniert allerdings nur, wenn das Programm noch verfügbar ist. Ein allfällige Version 1 gibt es vielleicht nicht mehr. Dann hilft nur noch ein Backup. In beiden Fällen bindet man sich aber eng an die Apple ID, welche man somit nicht mehr aufgeben sollte.

Etwas Mangel weisst noch die Oberfläche auf. So einerseits die Titelleiste, die schon beim neuen iTunes für Aufschreie sorgte, aber auch der Store an sich. Mir persönlich fehlt noch eine Wunschliste, die im iTunes Store sehr willkommen vor teuren Spontankäufen rettet.

Grundsätzlich bietet der Mac App Store einige Vorteile, lässt aber auch noch ein paar unklare Fragen auf bezüglich Upgrades und dem reibungslosen Umzug auf einen neuen Mac. Viele Nutzer werden auch hier, analog zum iPhone, sicherlich wieder einige Tools finden, die nützlich sind, aber auch GB-weise Datenschrott, den man eigentlich gar nicht braucht. Nichts destotrotz, macht es der Mac App Store sehr leicht (resp. noch etwas leichter), Software auf dem Computer zu installieren. Wie einfach künftig das Finden derselbigen sein wird, muss sich zeigen.

Wie sind Ihre ersten Erfahrungen mit dem oder Meinungen zum Mac App Store?

Die iPods sind bereit fürs Weihnachtsgeschäft – Welcher iPod passt zu mir?

In wenigen Wochen ist Weihnachten. Apple hat dazu vor kurzem neue iPod-Modelle vorgestellt. MacWeb.ch möchte seinen Lesern die Vorzüge der einzelnen Modelle nochmals näher bringen und erklären, wer welcher iPod-Typ ist. Es ist nämlich für jeden etwas dabei!

Für nur gerade mal 59 Franken gibt es den iPod shuffle. Der iPod shuffle ist das Einsteigermodell der iPod-Familie. Trotzdem bringt er einige Möglichkeiten mit sich. Zur Steuerung gibt es die sogenannte Klickbedienung, welche wie ein Rad aussieht. Mit der Klickbedienung kann man die Songs starten und stoppen, vor- und zurückblättern, sowie die Lautstärke regeln.

 

Wer es lieber etwas futuristisch mag, gibt die Befehle über VoiceOver (ausgeklügelte Sprachbefehle) an den iPod shuffle weiter. Mit 2 GB Speicherplatz eignet sich der kleine shuffle prima für Leute, dir nur gelegentlich mal ein bisschen Musik hören und dabei auf die Grösse und das Gewicht schauen wollen. Als modisches Accessoire oder für eine Sport-Session ist der shuffle ideal. Auf ein Display muss man beim iPod shuffle leider verzichten, dafür ist er äussert leicht. Fazit: Der iPod shuffle richtet sich an Sporttreibende, Gelegenheitsnutzer oder an diejenigen, die ein attraktives, leichtes Zweitgerät suchen.

Der iPod nano hat in der neusten Version die grösste Änderung wiederfahren. In der aktuellen Version kann man ihn als Verschmelzung von iPod shuffle und iPod touch beschreiben. Von der Form her sieht er ähnlich aus wie der iPod shuffle, ist aber leicht grösser. Die neuste Version des iPod nanos verfügt ebenfalls über eine Klipp-Halterung, um ihn wie der shuffle, beim Sport optimal nutzen zu können. Die Bedienung, oder mindestens Teile davon, hat er jedoch vom iPod touch geerbt. Über das berührungsempfindliche Display wird die Lieblingsmusik ausgewählt oder die Lautstärke reguliert. Mit dem nano kann auch Radio gehört werden. Ebenfalls über das angenehme, berührungsempfindliche Display kann der Wunsch-Radio-Sender gesucht werden. Die Radio-Applikation bietet eine geniale Zusatzfunktion. Dank Live-Pause kann das Programm angehalten oder bis 15 Minuten zurückgespult werden. Für den Sport bietet der nano nebst Musikhören noch ein paar Features mehr. Dank einem Schrittzähler hilft der iPod nano bei der persönlichen Fitness. Mit dem separat erhältlichen Nike+ iPod Sport Kit misst der nano Kilometer für Kilometer und gibt Sprachfeedbacks zur Trainingsleistung. Der iPod nano ist das ideale Gerät für Sportbegeisterte, aber auch für diejenigen, die viel unterwegs und mit bis zu 16 GB Musik mehr als bedient sind. Fazit: Der iPod shuffle ist Musikhören auf hohem aber praktischem Niveau mit etlichen Zusatzgoodies.

Der iPod touch ist das Flagschiff unter den iPods. Das iPhone ohne Vertrag. Dem Ruf kommt die vierte Generation umso näher. Verfügt doch auch der iPod touch über das Retina Display, einen schnellen Apple A4-Prozessor und zwei Kameras für Videotelefonie (FaceTime) und Film- und Fotoaufnahmen in 720p-HD-Auflösung. Was dem iPod im Vergleich zum iPhone fehlt, ist eine permanente Internetverbindung über UMTS, die SMS- und die Telefonfunktion. Auch auf genaue Ortungserkennung durch Kompass und GPS muss der touch verzichten. Wer das verschmerzen mag, holt sich mit dem iPod touch der vierten Generation den besten und vielfältigsten iPod, den es jemals gab. Als Personal Digital Assistant, Multimediaplayer und tragbare Spielekonsole ergänzt er ein normales Mobiltelefon um Längen. Ideal für die, die sich ein teureres Abo fürs iPhone sparen möchten. Zumal es nur den iPod touch mit 64 GB Speicherplatz gibt. Fazit: Für alle die noch kein iPhone haben oder wollen und trotzdem über praktisch alle Möglichkeiten und Funktionen verfügen möchten, die ein iPhone hat. Das Musikhören wird fast schon Nebensache.

Der schon seit mehreren Jahren nun nur im Detail geänderte iPod classic wurde zuletzt von Apple gar nicht mehr aktualisiert oder gar erwähnt. Weshalb? Ganz einfach. Der iPod classic ist mit seinem über bald 10 Jahre hinweg ausgereiften iPod OS der beste, reine Multimediaplayer. Mit 160 GB Speicherplatz schluckt er so manche Mediathek inklusive Musik, Fotos, Podcasts und Filmen mühelos. Wer also für den Urlaub oder für ins Auto nicht ständig erst die gewünschte Musik auf den iPod laden will, sondern einfach immer Alles griffbereit und ohne Kompromisse dabei haben will, muss zum iPod classic greifen. Nicht zuletzt, da man iPods selbst in modernen Autos meist nur über eine AUX-Buchse anschliessen kann, kann sich der iPod classic bewähren. Er lässt sich nämlich dank den mechanischen Tasten bequem blind bedienen. Dies ist mit dem iPhone oder iPod touch und neu auch mit dem iPod nano leider nicht so einfach möglich. Fazit: Für alle die viel, viel und viel Musik dabei haben wollen und natürlich für alle Nostalgiker.

Gemäss einer kurzen Umfrage bei den Händlern sind die iPod-Modelle gut verfügbar. Im Apple Online Store sind alle Modelle ebenfalls sofort verfügbar. Damit die iPods noch vor dem 24.12.2010 eintreffen, müssen sie im Apple Online Store bis am 17.12.2010 bestellt sein. Die Geräte können dort noch graviert werden. Es gelten die gleichen Bestellfristen auch mit Gravur.

Apple TV und iTunes Filme im Test

Lange mussten wir Schweizer uns gedulden… Vor knapp 4 Jahren hat Apple die Hardware Apple TV eingeführt. Hauptfunktion von AppleTV ist es, Filme und TV-Serien, die man via iTunes Store erworben hat, wiederzugeben. Aus lizenzrechtlichen Gründen blieb es den Schweizern bis anhin vorenthalten, Filme zu erwerben, um anschliessend auf dem Heim-Kino wiederzugeben. Doch jetzt hat das Warten ein Ende und Apple hat zusammen mit einem neuen AppleTV auch die iTunes Filme in die Schweiz gebracht. MacWeb.ch konnte das neue AppleTV bereits ausprobieren.

 

Sofort ready

Wer hätte es anderst erwartet – Apple TV ist in wenigen Minuten betriebsbereit! Doch zuerst ist man erstaunt ab der Grösse von AppleTV! Die neue Ausgabe von Apple TV ist viermal kleiner als das bisherige Modell. Verpackt ist Apple TV in einem schmucken Schächtelchen. Mit dabei ist ein Stromkabel, eine kleine Bedienungsanleitung sowie die Fernbedienung. Was im Lieferumfang leider fehlt, ist eigentlich fast das Wichtigste: Das HDMI-Kabel für den Anschluss am Fernseher muss leider separat erworben werden.

Sobald alles ausgepackt ist, geht das Anschliessen relativ zügig vor sich. Nachdem man Apple TV mit Strom versorgt hat und via HDMI an einem Fernseher angeschlossen hat, muss man nur noch den entsprechenden Eingang am Fernseher auswählen. Die Apple TV-Software ist bereits gestartet und bittet um Auswahl der Sprache. Nun muss das drahtlose Heimnetzwerk ausgewählt werden, an welchem auch der Mac (oder Windows-PC) mit iTunes verfügbar ist. Anschliessend darf man festhalten, mit welcher AppleID (analog iTunes) man sich anmelden möchte. Zum guten Glück muss das komplette Anmeldeprozedere nur einmal durchgeführt werden. Mit der Apple TV-Fernbedienung ist das Schreiben nämlich relativ mühsam. Mit Pfeilen (oben, unten, rechts links) müssen die Buchstaben auf einem Buchstabenfeld zusammengesucht werden.

Sobald das Anmeldeprozedere durch ist, steht Apple TV bereit. Im Test ist der ganze Vorgang problemlos verlaufen und dauerte nur ca. 2 Minuten.

Die Filme

Das Menü von Apple TV unterteilt sich in vier Bereiche. Der wohl bedeutendste Bereich ist Filme. In klarster Auflösung strahlen einem die Filmcovers entgegen. Unterteilt nach diversen Themen können die Filme ausgewählt werden. Die Filme können selbstverständlich auch direkt in iTunes gekauft werden; müssen anschliessend aber auf AppleTV übertragen werden. Bei iTunes kann in der Regel gewählt werden, ob man die Filme ausliehen oder kaufen möchte. Die Kaufpreise betragen CHF 10 bis CHF 20 für Filme in der SD-Ausführung und CHF 13 bis CHF 25 in der HD-Ausführung. Ist man ein Einmal-Kucker kann man den Film auch mieten (ausleihen). Die Mietpreise bewegen sich zwischen einem und sechs Franken in der Standardausführung; die Miete in der HD-Version kostet CHF 2.50 bis CHF 7.50. Es versteht sich von selbst, dass Neuerscheinungen und beliebte Filme teurer sind als Klassiker. Das Angebot ist bereits sehr umfangreich, aber noch nicht ganz sinnvoll strukturiert. Nicht alle Filme bieten die Miet- und Kauf-Funktion an. So erscheinen bei Apple TV im Store auch nur die Filme, die gemietet werden können. Gewisse Filme gibt es auch nur in der HD oder nur in der SD-Variante. Ab Werk mietet Appel TV immer die HD-Variante, wenn vorhanden. In den Einstellungen kann dies aber auch deaktiviert werden. Wir Schweizer erhalten ausserdem bei einer Filmsuche meistens die französische und deutsche Version zur Auswahl. Mit dem Suchbegriff Nemo findet Apple TV vorerst nur die französiche Ausführung. Hier muss Apple noch ein paar Hausaufgaben erledigen, um eine klare Struktur in den Filme-Store zu bringen. Doch es ist ein cooles Erlebnis wenn man plötzlich ganz einfach aus einem riesigen Angebot an Filmen auswählen kann. So kommen doch Errinnerungen hoch, wenn man plötzlich die ganze Palette an Back to the Future vor sich hat oder man alle drei Toy Story-Folgen auf einmal schauen kann. Ganz neue Streifen wie The Hangover, Avatar oder Zweiohrkücken stehen selbstverständlich auch bereit! Man kann sich Filme bei Gelegenheit zusammensuchen und nützlicherweise auf eine Wunschliste setzen. So findet man die Filme später einfacher wieder und kann sie dann kaufen oder ausleihen. Die Wunschliste wird übrigens nicht mit der in iTunes synchronisiert. iTunes Extras (und auch iTunes LP) funktioniert auf dem neuen Apple TV übrigens nicht. Die Zusatzinhalte können nur in iTunes angeschaut werden.

Das halbe Internet auf dem Apple TV

Nebst dem Filme-Menü gibt es das Menü Internet. Hier kann man auf das gesamte Angebot von Youtube zugreifen. Der Verlauf der angeschauten YouTube-Videos wird dabei gespeichert. Eigentümlicherweise benötigt man für das Speichern von Favoriten aber einen Account. Neben YouTube-Videos können auch Fotogalerien von MobileMe oder Flickr betrachtet werden. Bei MobileMe fehlt bisher aber noch die Möglichkeit, sich mit Passwort für seine Galerie anzumelden und auch alle passwortgeschützten Alben direkt aufrufen zu können. Unter Podcasts erhält man Zugriffe auf die riesige Auswahl an Podcasts. Vorallem für Schweizer interessant sind die Angebote von Ringier und dem Schweizer Fernsehen. So kann man die letzten Kassensturz-Sendungen nochmals anschauen oder die neuste Ausgabe von Giaccobo/Müller geniessen. Vorallem Ringier bietet eine Fülle von nützlichen Podcasts, die auch auf dem Fernseher Sinn machen. Zusammen mit Coop gibt es beispielsweise Videorezepte zum live mitkochen. Hier kann man zum Glück die Lieblingspodcasts als Favoriten speichern. Im Internet surfen kann man mit Apple TV leider nicht; wäre aber auch noch eine spannende Option für die Zukunft.

Die Daten vom eigenen Computer

Mit dem dritten Menüpunkt erfolgt der Zugriff auf den eigenen Computer. Vorgängig muss der Computer bzw. die Daten freigeschaltet werden. Unter Einstellungen im Programm iTunes muss die Freigabe für die Musik erfolgen. Fotos müssen ebenfalls in iTunes unter Erweitert -> Fotos für die Bereitstellung auswählen… freigeschaltet werden. Nach diesen Einstellungen kann die komplette iTunes-Musiksammlung auf dem Fernseher wiedergegeben werden. Der professionellen Fotopräsentation steht ab sofort auch nichts mehr im Wege; alle Fotos aus iPhoto oder Aperture stehen zur Verfügung und können mittels unterschiedlichen Diashow-Vorlagen präsentiert werden.

Wie oben erwähnt, lassen sich Filme direkt in Apple TV auswählen. Die Filme können aber auch direkt am Mac in iTunes gekauft oder gemietet werden. Anschliessend lassen sich die Filme auf andere Geräte übertragen. So können die Filme auch auf dem iPad oder iPhone betrachtet werden.

Das iPhone oder iPad als Fernbedienung

Mit der kostenlosen App Remote wird aus einem iPhone oder iPad eine Fernbedienung für AppleTV. Wenn man seine Musikbibliothek vom Computer auf AppleTV streamt, zeigt die App Remote auf den Fernbedienungen sogar die Cover der Songs an. Leider muss man aufpassen. Denn wenn sich das Apple TV im Ruhezustand befindet und man aus Versehen die Remote App startet und noch Apple TV angewählt hat, wird dieses automatisch geweckt und muss eigenhändig wieder schlafen gelegt werden.

AirPlay – das kabellose Streamingvergnügen

Mit iOS 4.2 für iPod touch, iPhone und iPad resp. iOS 4.1 für Apple TV und iTunes 10.1 lassen sich Filme und Musik auch bequem vom Mac oder den iDevices bequem ans Apple TV senden. Dies funktioniert bisher mit den Apps von Apple (Musik, Videos, Fotos, YouTube etc.) doch noch nicht mit denen von Drittherstellern. Die dürfen erst den Ton übertragen. Was leider ebenfalls (noch) nicht möglich ist, ist das Streaming von Videoaufnahmen mit der Kamera. Nur Fotos lassen sich aktuell auf dem TV betrachten. Wer am Mac sitzt und iTunes nach AirPlay-fähigen Lautsprechern suchen lässt, kann Videos (und Musik) ebenfalls direkt ans Apple TV übergeben. Etwas eigenwillig ist die Geschichte aber noch. So will iTunes beim Filmstart immer direkt Apple TV ansprechen. Auch hier wird die Set-top-box stets automatisch geweckt.

Fazit

AppleTV ist ein cooles Teil! – Es ist schnell installiert und mit wenigen Handgriffen und Klicks einsatzbereit. Das längst überfällig geworden Angebot an Filmen überzeugt durch die schöne Aufmachung. Die Suchfunktion, die Logik und die Ordnung im Filme-Store darf noch überarbeitet werden. Etwas nervig kann auch der nicht allzu tiefe Schlaf des Geräts sein. Schön hingegen ist aber der im Vergleich zum Vorgänger stark gesenkte Stromverbrauch – iPhone-Komponenten sei dank. Die Preise sind absolut konkurrenzfähig und können mit den Angeboten von Swisscom und Cablecom problemlos mithalten. Apple den Preis massiv gesenkt; so ist Apple TV bereits für CHF 129.– zu haben.

Das MacBook Air im Praxistest

Apple hat vor wenigen Tagen das neue MacBook Air in einer 11- und einer 13-Version vorgestellt. MacWeb.ch hatte bereits die Möglichkeit, die neuen mobilen Geräte aus dem Hause Apple zu testen.

Vom Design her überzeugt das neue MacBook Air absolut. Es sieht ähnlich wie sein Vorgängermodell aus, doch hat Apple sich bei der ersten richtigen Neuauflage einiges überlegt. So besitzt das neue MacBook Air in beiden Grössen zwei USB 2.0-Anschlüsse. Oft ist es so, dass man mindestens zwei USB-Geräte gleichzeitig betreiben möchte.

 

Diesem Wunsch kommt Apple mit der neuen Lösung nun entgegeben. So kann man parallel sein iPhone aufladen und ein Druckauftrag ausführen oder von einer externen Festplatte Daten mittels externem CD-Laufwerk (siehe weiter unten) auf eine CD brennen. Ein Steckplatz kann natürlich auch fix für ein USB-Mobile-Modem genutzt werden.

Bedienung wie bei den grossen Brüdern

Für die Bedienung kommt das von den anderen MacBook-Modellen bekannte MultiTouch-Trackpad zu Anwendung. Auch die Tastatur gleicht den Ausführungen der grossen Brüder und ist in der Anwendung sehr komfortabel.

Hält man das MacBook Air in der Hand, spürt man die Leichtigkeit dieses neuen Apple-Netbooks. Trotz seiner feinen Verearbeitung und Kompaktheit, scheint es sehr robust. Auch mit aufgeklapptem Bildschirmteil wackelt nichts und man merkt, dass man ein Stück Qualität in den Händen hält. Trotzdem ist es äusserst dünn.

Das MacBook Air ist, wie von Apple Produkten bekannt, sehr schön verpackt. Schon das Auspacken wird deshalb zum Erlebnis. Auf dem MacBook Air ist die neuste Version von Mac OS X Snow Leopard vorinstalliert. Ebenfalls mit dabei ist iLife ’11. Nach dem ersten Einschalten wählt man unter anderem die gewünschte Sprache und registriert das Gerät. Diese Prozedur dauert maximal zwei Minuten und das Gerät ist ab dann immer sofort einsatzbereit.

Ganz schön schnell…

Absolut überrascht hat mich der enorm schnelle Startvorgang. In etwa 13 Sekunden nach Drücken des Einschaltknopfs ist der Schreibtischhintergrund und das Dock ersichtlich und man kann mit dem Arbeiten beginnen. Ein grosser Grund für die Schnelligkeit ist sicherlich die neue Speichervariante. Das MacBook Air arbeitet nicht mit einer Festplatte sondern mit Flash-Speicher. Den Flash-Speicher hat Apple direkt auf die Hauptplatine montiert. Flash ist in grossen Speicherkapazitäten im Gegensatz zu einer Harddisk noch teurer, doch Apple präsentiert mit dem neuen MacBook Air ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis.

Apple hat nach einer massiven Preissenkung im Juni 2009 die Preise des MacBook Air nun nochmals stark gesenkt. Das 13-MacBook Air ist ab CHF 1’549.– erhältlich. In der neuen Auflage als 11-Modell ist es bereits ab CHF 1’199.– zu erwerben.

Energy-Safer…

Beim Strom sparen ist das MacBook Air grosse Klasse. Umgehend nach dem Herunterklappen des Deckels geht das MacBook Air in den Ruhezustand. Nach einer Stunde fällt es in den Stand-by-Modus. Gemäss Apple überlebt das MacBook Air im Standby-Modus bis zu 30 Tage, ohne neue Energie bekommen zu müssen.

Ein vollwertiger Mac!

Das MacBook Air ist ein vollwertiger Mac. Ein externer Bildschirm kann über den Mini Display-Port angeschlossen werden; dem Anschluss eines Apple 27 Cinema-Displays steht somit nichts im Wege. Ein externes SuperDrive (Lesen und Brennen von CD und DVD) kann für CHF 99.– erworben werden. Von den Steckplätzen und Schnittstellen her fehlt eigentlich nur Ethernet, um stationär surfen zu können. Wer nicht in einem Wireless-Netzwerk surfen will oder kann, erwirbt für knapp CHF 40.– einen Ethernet-Adapter, welcher in den USB-Anschluss gesteckt wird. Diese beiden Abstriche (kein CD-Laufwerk & fehlendes Ethernet) sind aber problemlos zu verschmerzen, da man sie unterwegs praktisch nie braucht. FireWire erachte ich bei diesem mobilen Gerät nicht als notwendig.

Softwaremäsig arbeitet wie erwähnt die neuste Mac OS X-Version auf dem MacBook Air. Dank der im MacBook Air integrierten Kamera kann somit auch die neu für Mac OS X verfügbar Software FaceTime genutzt werden.



Das Bindeglied?

Das MacBook Air ist effektiv das Bindeglied zwischen iPad und MacBook (Pro). Das iPad ist optimal fürs E-Mail schreiben und im Internet-Surfen. Es bietet des weiteren dank den vielen Apps spannende zusätzliche Goodies. Möchte man jedoch unterwegs professionell mit Word, Excel, FileMaker oder natürlich mit der iLife-Suite von Apple arbeiten, um beispielsweise Filme zu bearbeiten, so reicht das iPad längst nicht mehr aus und man ist auf einen vollwertigen Mac angewiesen. Dabei stört aber das Gewicht und die Grösse der MacBook-Modelle. Hier springt das MacBook Air optimal in die Lücke und liefert die Verbindung von iPad und den MacBook Pro. Einzig beim Preis-/Leistungsvergleich gibt es natürlich beim MacBook (Pro) mehr fürs Geld als beim MacBook Air. Dafür verliert man die absolute Leichtigkeit im Handling.

Weitere Infos zum MacBook Air.

Canon P-150M im Test

MacWeb.ch hatte die Möglichkeit, den neuen Canon Dokumentescanner P-150M zu testen.

Der P-150 gibt es für die Windows-Welt schon seit einigen Monaten. Es handelt sich dabei um einen für den mobilen Einsatz gedachten Scanner. Er kann aber auch sehr gut als Home-Scanner für das private Büro mit wenig Platz optimal eingesetzt werden. Der grosse Erfolg hat Canon dazu veranlasst, nebst der Windows- auch eine Mac-Version einzuführen.

 

Warum Canon bei dieser Hardware zwei unterschiedliche Versionen anbietet, erfährt man weiter unten.

Innert wenigen Sekunden ist das Gerät einsatzbereit. Sobald der Scanner aus der relativ unspektakulären Verpackung genommen wurde (im Gegenzug zu Apple Produkten ist das Auspacken kein Erlebnis) liegt er wie eine rechteckige moderne Box vor einem. Mit einem Klick wird der Einzugsschacht hochgeklappt. Der Scanner muss nur noch mittels USB-Kabel mit dem Mac verbunden werden. Und voilà – er ist einsatzbereit. Der Scanner wird via erwähntem USB-Kabel mit Strom versorgt. Über einen weiteren Steckplatz kann der Scanner nochmals mittels USB an einen Computer angeschlossen werden. Dieser Anschluss dient aber lediglich der höheren Stromzufuhr, um die Scan-Leistung zu erhöhen.

Auf dem Mac muss kein Treiber oder ähnliches installiert werden. Der P-150M bringt ihn selber mit; er ist auf dem Gerät auf einem kleinen Speicherplatz vorinstalliert. Sobald man den Scanner am Mac angeschlossen hat, erscheint – wie beim Anschluss einer externen Festplatte – ein Icon auf dem Schreibtisch, welches sich automatisch öffnet. Darin findet sich die Treibersoftware, welche mit nur einem Klick gestartet werden kann. Dies erklärt nun auch, warum es zwei unterschiedliche Versionen gibt. Entweder ist der Windows- oder der Mac OS X-Treiber auf dem Scanner installiert. Die Mac-Ausgabe ist am Zusatz “M” erkennbar.

Anschliessend gehts ganz einfach weiter. Es können verschiedene Formate auf den Scanner gelegt werden, von der Visitenkarte bis zum A4-Dokument. Pro Scan können gemäss Canon bis zu 15 A4-Dokumente mit normalem Gewicht (80g/m2) gescannt werden. Dies hat in unserem Test sehr gut geklappt. Doch, was ist denn da passiert…? – Anstatt 15 Seiten, zeigt die Scan-Software plötzlich 30 Seiten an. Bis jetzt haben wir nämlich noch nicht verraten, dass der P-150M Duplex scannt, und somit mit einem Scanvorgang jeweils die Vorder- und Rückseite eines Dokumentes erkennt. Sehr überlegt lässt der P-150M leere Seiten jeweils aus; auf Wunsch können aber auch alle Seiten gescannt werden.

Mit der Standardsoftware CaptureOnTouch Lite (installiert auf dem Scanner) können die Dokument auf eine sehr einfache und flexible Art gescannt werden. Die gescannten Dokumente können an einem beliebigen Ort als PDF, TIFF oder JPG gespeichert werden. Ebenfalls kann die gewünschte Komprimierung ausgewählt werden.

Wem diese Funktionen nicht ausreichen, findet auf der mitgelieferten DVD weitere Treiber-Software. CaptureOnTouch (ohne “Lite”) bietet mehr Scan- und Einstellmöglichkeiten. Doch wie die Lite-Version ist die Software sehr einfach zu bedienen. Anwender haben auch die Möglichkeit, innerhalb des Installationsprozesses die cloud-basierte Datenmanagement-Software Evernote einzurichten und zusätzlich das “Scan-to-Evernote” JOB Profil der CaptureOnTouch Software hinzuzufügen. Anschliessend lassen sich auf Wunsch mit einem einfachen Klick Informationen heraufladen und versenden, die jederzeit von überall auf der Welt aus zugänglich sind.

Der Canon-Scanner P-150M ist für 449.– (unverbindliche Preisempfehlung) erhältlich.

Fazit
Klein handlich, schnell ausgepackt, sofort in Betrieb und sehr gute Scan-Ergebnisse! Canon überzeugt mit seinem neuen Scanner auch in der Mac-Welt. Er ist jedem zu empfehlen, welcher oft unterwegs scannen muss oder darf oder im Büro wie privat wenig Platz hat und bereit ist, für diesen Luxus einen Mehrpreis gegenüber anderen Dokumentescanner oder Flachbettmodellen zu bezahlen. Die vorinstallierte Scan-Software reicht völlig aus, um alltägliche Scans vorzunehmen und in den gängigen Formaten abzuspeichern. Aus meiner Sicht ein absolut gelungenes Produkt!

Weitere Infos auf der Canon-Homepage.

Magic Trackpad im magischen MacWeb.ch Test

Mit dem Magic Trackpad hat Apple ein Produkt auf den Markt gebracht, was es vorher in der Form nicht gab. Es verleiht den Desktop-Macs alle Touch-Fähigkeiten, die den MacBooks schon lange diverse Vorteile bei der Bedienung ermöglichen. MacWeb.ch hat das Magic Trackpad bereits einem Praxis-Test unterzogen und sagt Ihnen, ob sich die Anschaffung lohnt.

 

Schlicht kommt es daher. Aber das Magic Trackpad ist riesig. Aus der Packung genommen gibt es sich wie jedes Apple-Produkt: minimalistisch, elegant und edel.
Die Dimensionen liegen im Bereich der bekannten Wireless-Tastatur von Apple. Rechts sitzt der Ein-/Aus-Schalter, links die Batterien und oben eine im Gehäuse nicht sichtbare LED, die bei Bedarf den Status des Trackpads anzeigt.

Am Test-iMac (mid 2007) fühlt es sich direkt wohl. Nach der Paarung via Bluetooth zeigt der iMac in der Softwareaktualisierung ein Update, welches dem Desktop-Mac die bisher nicht vorhandenen Systemeinstellungen Trackpad hinzufügt.

Ab hier erklärt sich alles von selbst. Die Bedienung im Vergleich zu einem aktuellen MacBook ist identisch. Das ganze Trackpad ist eine Taste. Über die Einstellungen kann definiert werden, dass der rechte Bereich als sekundäre Taste fungieren soll. Bezüglich den Gesten steht es in keiner Form seinen Vorbildern nach. Zwei-Finger-Zoom, Zwei-Finger-Drehen, Zwei-Finger-Scrolling, Drei-Finger-Wischen und viele Gesten mehr stehen in den Systemeinstellungen zur Konfiguration nach den eigenen Wünschen bereit. Wie bei einer Apple Maus, muss auch beim Trackpad die Zeigergeschwindigkeit relativ hoch gestellt werden, um damit unserem Empfinden nach zügig arbeiten zu können.

An unserem Testgerät hat das Trackpad die Mighty Mouse (heisst aktuell nur noch Apple Mouse) bereits komplett ersetzt. Wer ein Magic Trackpad kauft, wird die Bedienung sehr wahrscheinlich schon von einem MacBook her kennen. Aber auch Neueinsteiger im Multi-Touch Bereich werden sicherlich schnell ihre Freude haben. Kurze Demo-Videos in den Systemeinstellungen zeigen auch alle Gesten im Detail.

Der riesige Spielraum von 13x11cm bietet mehr als genügend Platz für kreative Arbeiten. In unserem
Test-Zeitraum haben wir spielend leicht in Pages einen Wohnungsgrundriss gezeichnet, in iPhoto Fotos organisiert und mit iMovie daraus einen kurzen Film mit einer Dauer von sechs Minuten erstellt. Zuletzt wurde eine Aufnahme in EyeTV geschnitten. Natürlich gehört zu einem MacWeb.ch-Alltag auch das Surfen im Web, Lesen von Mails und das Browsen durch die iTunes Library.

Gefühlt gehen diese Arbeiten etwas schneller aus der Hand als auf dem MacBook (late 2009), welches ebenfalls bereits über die neuste Trackpad-Generation verfügt. Die Grösse des Magic Trackpads ist einfach purer Luxus. Allerdings lässt sich darüber streiten, ob man Zeit spart im Vergleich zur Bedienung mit der Maus. Das Produzieren mag damit also nur geübten Trackpad-Nutzern, die mit einer Maus nicht viel anfangen können, Zeitersparnisse bringen. Beim Konsumieren trumpft es aber gross auf. Lässt es sich doch bequem in der einen Hand halten und mit der zweiten bedienen, während man gemütlich im Sessel zurück lehnt und durchs Web surft. Auch Bilder oder Musik lassen sich so in weniger verkrampften Haltung geniessen. Einzig und allein das mechanische Klicken funktioniert damit nicht, da die Taste in der Unterseite des Trackpads versteckt ist. Daher müsste das Klicken durch Tippen aktiviert sein.

Gamer werden die Maus nicht mit einem Magic Trackpad ersetzen. Für viele Games ist die Maus aber wohl noch lange nicht zu weg zu denken.

Fazit

Wer die Multi-Touch-Funktionen eines MacBooks an seinem iMac, Mac mini oder Mac Pro manchmal schmerzlich vermisst, kann zweifellos zu einem Magic Trackpad greifen. Die Investition von CHF 79.- kann sich aber auch für MacBook-User lohnen, die das Gerät gerne mal etwas entspannter aus der Ferne bedienen wollen.

Ich persönlich würde es aber schätzen, wenn Apple das Trackpad als Build-to-order-Option beim iMac kostenlos beilegt, dafür die Magic Mouse behält. Mit dem Magic Trackpad kann ich gut und gerne auf eine Maus verzichten. Die wurde seit dem Anschluss des Trackpads nicht einmal vermisst.

Vielen Dank an Apple für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars.

Aperture 3 im Praxiseinsatz

Apple hat vor kurzer Zeit Aperture rundum erneuert und der Profi-Fotoverwaltungssoftware die Versionsnummer 3.0 verliehen. MacWeb.ch hat die neue Fotosoftware unter die Lupe genommen und möchte seinen Lesern die wichtigstens und spannendsten Neuerungen und Funktionen vorstellen.

 

Wer besitzt heute noch keine Digitalkamera? – Vermutlich niemand. Eine Digi-Cam gehört zum Alltagsgegenstand und ist beim Familienfest, beim Wochenendausflug und in den Ferien immer mit dabei. Und das anschliessende Handling der Fotos ist für Mac-Anwender schon seit Jahren sehr komfortabel. Mit jedem neuen Mac ist die Software iPhoto bereits mit dabei, welche das Verwalten, Aufbereiten und Weiterverwenden von Fotos zum Kinderspiel macht.

Der Profi oder auch schon Semi-Profi wünscht bei gewissen Funktionen eine Alternative bzw. erweiterte Funktionen. Da springt Aperture die Lücke. Wie von iPhoto her bekannt, ist der Importvorgang kinderleicht. Aperture erkennt die angeschlossene Kamera und lädt zum Importieren ein. Alle wichtigen Bilddaten, wie Blende, Verschlussgeschwindigkeit oder das verwendete Kameramodell und Objektiv werden bei Aperture ebenfalls erfasst. Besonders genial ist die Funktion, bei der Aperture automatisch auf einem externen Laufwerk direkt Sicherungskopien der importieren Bilder erstellt. Selbstverständlich können RAW- wie auch JPG-Dateien importiert werden und miteinander oder getrennt abgelegt werden.

Wie von iPhoto her bekannt, ist neu die Gesichter-Funktion bei Aperture mit dabei. Wer die Funktion von iPhoto her schon kennt, findet keine eigentlichen Neuerungen. Die einzige Erweiterung besteht darin, dass die Gesichert pro einzelnes Projekt und nicht nur auf Mediathek-Ebene angezeigt werden können. So können die Gäste einer Hochzeitsreportage nach ihren Gesichtern sortiert werden.

Im Bereich Geocodierung bietet Aperture eine geniale Unterstützung. Bei Fotos ohne GPS-Daten können die Bewegungen aus einem GPS-Daten-Protokoll in Aperture importiert werden (Für das iPhone sind entsprechende Apps ebenfalls verfügbar). Anschliessend muss nur einem Foto ein GPS-Zeit zugewiesen werden. Die anderen Fotos eines Projektes werden anhand des Zeitabgleichs mit den GPS-Daten automatischen ihren Aufnahmeorten zugewiesen!

Um Fotos zu sortieren besteht neue auch die Möglichkeiten, den Fotos entsprechende Etiketten-Fraben zuzuweisen.

Absolut überzeugend sind die neuen Funktionen, um die Fotos zu bearbeiten. Die Pinsel-Funktionen wurden rundum erneuert. Auch sehr einfach in der Anwendung sind die Möglichkeiten, Farben von Objekten zu verändern oder Bereiche weichzuzeichnen. Vordefiniert Anpassungsmöglichkeiten können sehr komfortabel genutzt werden; sie werden jeweils direkt in einem Vorschaufenster angezeigt.

Genial ist die neue Vollbildschirm-Arbeitsfläche. Ganz ohne Menüs lassen sich die Fotos im Vollbild-Modus nicht nur betrachten sondern auch mit allen Funktionen bearbeiten. Es braucht eine gewisse Umgewöhungszeit, da die Funktionen nicht mehr exakt gleich aufgerufen werden. Aber man kann es sich zum Spiel machen, wie lange man es im Vollbild-Modus aushält. Es sind effektiv alle Funktionen im Vollbild-Modus nutzbar. Durch Pulldown-Menüs kann durch die Projekte gesurft werden, ohne den Vollbildmodus zu verlassen. Ebenfalls lassen sich alle Anpassungen vornehmen; mit einen Klick können die Informationsfenster ein bzw. ausgeschaltet werden. Dank dem Vollbild-Modus wird man von den übrigen Einflussfaktoren weniger abgelenkt. Eingehende E-Mails werden einem nicht mehr angezeigt und die anderen Applikationen im Dock lenken ebenfalls nicht von der Arbeit ab.

Aperture wird zu iMovie. Dank einer ausgeklügelten Diashow mit enorm vielen Einstellfunktionen lassen sich mit den Fotos geniale Präsentationen erstellen. Entweder wählt man aus schönen Voreinstellungen eine Diashow-Vorlage aus oder man erstellt eine eigene Präsentation. Dabei können Titel eingeblendet, die Übergänge und die Anzeigedauer definiert sowie Fotorahmen und Kern Burns-Effekte hinzugefügt werden. Mit einem Klick verpasst man den Fotos zudem den Effektiv Schwarz-weiss oder Sephia. Die Diashows lassen sich anschliessend in diversen Formaten exporten, natürlich auch in Full HD. In iDVD können die exportieren Movies anschliessend komfortabel weiterbearbeitet und auf DVD gebrannt werden.

Als zusätzliches Goodie trumpft Aperture mit neuen Fotobuch-Bestellmöglichkeiten auf. Es sind grösser Formate und neue Designs verfügbar. Es können neu auch Plug-Ins für Drittanbieter-Bücher installiert werden. Leider liefern die meisten Anbieter jedoch nicht in die Schweiz. Ein Plug-In eines Schweizer Fotobuch-Hersteller ist leider noch nicht verfügbar.

Aperture ist für CHF 249.– im Apple Online Store erhältlich. Wer die Software zuerst testen möchte, kann eine Testversion downloaden. Weiterführende Informationen gibt es auf der Aperture-Seite von Apple; dort werden auch die über 200 neuen Funktionen detailliert beschrieben.

Logic Pro im Test

Gastbeitrag von PJ Wassermann, http://www.schaltkreiswassermann.com/

Von vielen Musiker und Produzenten sehnlich erwartet, kommt Logic Pro 9 im neuen Logic Studio mit über 200 neuen Features, Workflow- und Detailverbesserungen. Herausragend sind das neue Flex-Time-Tool, das den zeitlichen Ablauf von Audio-Dateien fest beliebig bearbeitbar macht, und die, vor allem für Gitarristen reizvoll, der Amp Designer und das Pedalboard. Die beiliegende Live-Software Mainstage wurde in der Version 2 stark aufgewertet, u.a. mit einer Looper-Funktion, mit der der Musiker sich selbst begleiten kann.

Golden glänzt die eingeschweisste Kartonbox von Logic Studio, glitzernd mit Laser-Effekten, denn wie immer bei Apple kommt die Software äusserst hochwertig verpackt daher. Als ökologisch denkender Mensch kriegt man bei aller Vorfreude zwar ein schlechtes Gewissen, doch immerhin ist die neunte Version von Logic Pro weniger opulent als frühere Versionen, wo kiloschwere Handbücher dabei waren, die ohnehin kaum jemand las, auch wenn sie hervorrragende Einführungen in die Musikproduktion anboten.

Die Installation geht, wie gewohnt bei Apple, problemlos vonstatten, allerdings sollten für die neun DVDs zwei bis drei Stunden Zeitaufwand eingerechnet werden. Aufgepasst: Logic Studio schaufelt die Festplatte gnadenlos voll, 50-70 GB werden ruckzuck aufgefüllt, wenn auch mit sehr wertvollem Inhalt wie den Logic-JamPacks, mit Soundbeds und Special Effects. Zudem werden neben Logic Pro 9 die zusätzlichen Programme Soundtracks (Version 3) zur Filmvertonung und Mainstage (Version 2) zum Live-Spielen der in Logic integrierten elektronischen Instrumente installiert. Natürlich lassen sich alle diese zusätzlichen Elemente vor der Installation deaktivieren, wenn der Platz knapp ist. Die Sample-Libraries lassen sich auch auf externe Festplatten positionieren. Offiziell wird ein Intel-Mac vorausgesetzt, jedoch läuft LP9 auch auf G5-Maschinen, wenn auch etwas dickflüssig.

Nach dem ersten Aufstarten von Logic Pro 9 kommt leise Enttäuschung auf, denn auf den ersten Blick sieht alles ziemlich gleich aus wie bei Logic Pro 8, von kleinen graphischen Aenderungen mal abgesehen. Doch wichtig ist ja, was unter der Haube verbessert worden oder neu hinzugekommen ist, und da hat sich zum Glück einiges getan. Neben den vielen kleinen Detail-Verbesserungen sind es vor allem Flex Time für die Audio-Bearbeitung und der neue Amp Designer und das Pedalboard für Gitarren-Sounds, die den Preis fürs Update rechtfertigen.

Flex Time

Wohl jeder elektronische Musiker hat sich schon ein Werkzeug gewünscht, mit dem sich Audio-Samples beliebig in Tonhöhe und Länge verbiegen lassen. Seit einigen Jahren gibt es die nicht gerade billige Software Melodyne, mit der sich genau das bewerkstelligen lässt, aber nun ist Flex Time bei Logic mit an Bord, und bietet die beliebige Manipulierbarkeit zumindest der Zeit-Dimension, und das in sehr hoher Klangqualität.

Als erstes wählt man bei der zu bearbeitenden Spur, den Flex Mode aus. Je nach Natur des Audio-Materials stehen ganz verschiedene, auf die jeweilige Anwendung optimierte Algorithmen zur Verfügung. Zerschneiden ist ideal für die Bearbeitung von Drum Loops, dabei wird der Rhythmus in Scheiben (Slices) geschnitten, um danach die einzelnen Elemente anders anordnen zu können. Rhythmisch ist optimiert für Rhythmus-Gitarren, Keyboard-Parts und Apple-Loops. Monophon eignet sich hervorragend für die Gesangsaufnahmen, wobei die Aufnahme möglichst trocken vorliegen sollte, also ohne Hall oder Echo. Mit Polyphon können komplexe Akkorde und auch fertige Mixes bearbeitet werden. Tempophone ist einem historischen Bandgerät nachempfunden und vor allem für Experimentierfreudige gedacht. Speed zuguterletzt eignet sich vor allem für perkussives Material, das rasch dem Rhythmusraster angepasst werden soll.

Die Bearbeitung der Zeitdimension wird direkt im Arrangierfenster vorgenommen, nicht im Sample-Editor. Durch die Einstellung des Flex Modes  in der Spur-Information wird die Analyse des Audio-Materials ausgelöst. Dann muss nur noch das Flex-Tool aus dem Werkzeugkasten genommen werden, und los geht der Spass – einfach an den Flex Markern ziehen, das Ergebnis anhören, weiter ziehen, bis man mit dem Resultat zufrieden ist. Schön daran ist, dass das zugrundeliegende Sample nicht zerstört wird, dass es also eine sogenannte nicht-destruktive Aenderung ist. Weniger schön ist, dass vor allem der polyphone Modus den Rechner reichlich beansprucht. Aber man kann ja eine fertig bearbeitete Spur jederzeit „bouncen“, das heisst, eine neue Audiodatei erzeugen, bei der alle Aenderungen fest eingebaut sind und die dann keine CPU-Power mehr beansprucht. Und ja, die Qualität ist wirklich hervorrragend und macht Flex Time zu einem mächtigen Werkzeug, das man nicht mehr hergeben will. Jetzt fehlt nur noch ein ähnliches Werkzeug, um die Tonhöhen beliebig zu manipulieren, aber das kommt wohl erst in Logic Pro 10. Besser wäre es, diese Funktion in einem 9.1-Update nachzuliefern, denn die Konkurrenz hat hier die Nase vorn…

Amp Designer

In den letzten Jahren sind immer mehr digitale Simulationen von Gitarren-Verstärkern und Lautsprecherboxen sowie Effektgeräten veröfentlicht worden. Die bekantesten sind „Guitar Rig“ von Native Instruments und „GTR3“ von der israelischen Edel-Software-Bude Waves. Der Logic Pro-User braucht jetzt diese Zusatzprodukte nicht mehr, denn Apple hat Logic Pro den Amp-Designer spendiert, der das alles genausogut kann. Enthalten sind 25 verschiedene Verstärkertypen, optisch den berühmten Vorbildern wie Marshall, Fender, Vox, Orange etc. gut nachempfunden, und 25 dazu passende Lautsprecherboxen, offene und geschlossene, mit einem bis zu vier Lautsprechern verschiedener Grösse bestückt, die natürlich nach Gusto mit den Verstärkern kombiniert werden können. Im Tonstudio werden die Gitarrensounds mit Mikrophonen vor den Boxen abgenommen, und auch das kann Amp Designer simulieren, natürlich mit allerlei Mikrophon-Typen und -Positionierungen.

Pedalboard

Damit nicht genug, ein Gitarrist braucht seine Effektgeräte, und auch davon sind im Plugin Pedalboard 30 Stück vorhanden, die in gewünschter Reihenfolge per Drag and Drop platziert werden können. Allesamt schön gestaltet und auch hier den historischen Vorbildern nachempfunden. Die klangliche Qualität ist gut, auch wenn hartgesottene Gitarristen natürlich niemals auf ihre analogen Bodentreter und ihre Röhren-Amps verzichten werden wollen. Jedenfalls eine willkommene Addition von Effekten, die auch problemlos für Synthesizer und andere Instrumente zweckentfremdet werden können.

Mainstage

Die Performance-Software Mainstage liegt jetzt in Version 2 vor. Sie erlaubt es dem Live-Musiker, in Logic Pro vorbereitete Channel-Strips live einzusetzen. Channel-Strips sind Software-Instrumente plus alle eingeschlauften Effekte wie Kompressoren, Equalizer, Delays und Hall. Dadurch lassen sich sehr ausgefuchste Klänge erstellen, die dann problemlos live zu spielen sind (MIDI-Keyboard vorausgesetzt). Das Wechseln zwischen den Instrumenten geht sehr per Taster einfach vonstatten. Neu kann auch ein Mikrophon angeschlossen werden (Audio-Interface vorausgesetzt), die Optimierung des Mic-Signals erfolgt ebenfalls durch Erarbeiten und Speichern eines Channel-Strips in Logic Pro. Da Logic sehr professionelle Effektgeräte an Bord hat, lassen sich wirklich ausgezeichnete Ergebnisse erzielen. Mainstage ist alles in allem ein extrem vielseitiges Live-Instrument, das zudem auch neu einen Looper beinhaltet, sodass der Musiker live ein Playback einspielen kann, über das er dann improvisiert. Macht Spass!

Fazit

Logic Pro 9 weist laut Apple etwa 200 Neuheiten auf, weitere Informationen gibt es auf der Apple Homepage. Für den professionellen Anwender ist das Update zu 259 Franken ein Muss (Updates von Logic Express oder alten Logic-Versionen zu 399 Franken). Die Vollversion kostet 649 Franken, was angesichts des gebotenen Inhalts als sehr preisgünstig bezeichnet werden muss.

Praktische Tipps für den Einsatz von Logic Pro
1. Die interne Festplatte sollte dem System und den Programmen vorbehalten sein, dann läuft es am besten.

2. Für die externe Platte, von der Audio abgespielt und auf die aufgenommen wird, sollte möglichst ein Firewire-Anschluss verwendet werden, nicht USB!

3. In den Logic-Audio-Einstellungen sollte eine nicht zu kleine Puffergrösse gewählt werden. 128 Samples können zu Problemen führen, mit 512 Samples geht’s gut. Dann ist zwar die Latenz (Verzögerung) etwas höher, aber immer noch im akzeptablen Bereich.

Gastbeitrag von PJ Wassermann, http://www.schaltkreiswassermann.com/