Apps fürs Sprachenlernen und kleine Übersetzungen

Christian Arno ist Gründer und Geschäftsführer des internationalen Übersetzungsbüro Lingo24. Für MacWeb.ch hat er Apps fürs Sprachlernen und kleine Übersetzungen unter die Lupe genommen und stellt diese in einem Gastbeitrag vor:

Langweilige Zugfahrten und ähnliche Situationen kann man natürlich vertrödeln. Man schaut sich die vorbeirauschende Landschaft an, beginnt ein wenig zu dösen oder hört Musik. Andererseits eignen sich solche Situationen auch, um seinen Horizont zu erweitern, indem man etwa eine Sprache lernt. Neben Büchern und Audio-Kursen etablieren sich zunehmend Apps auf dem Markt, die sich für schnelle Übersetzungen oder solche spontanen Sprachlern-Sitzungen anbieten. Vier Apps möchten wir hier vorstellen, die für iPhone, iPod touch und iPad angeboten werden.

 

Die angebotenen Apps unterscheiden sich teils im integrierten Wortschatz und natürlich in den Sprachen, die man mit ihnen lernen kann. Einige sind vor allem für Englisch sprechende Zielgruppen, sodass eine Voraussetzung dafür, sie zu nutzen, ein passables Englisch ist. Alle Apps haben mehr oder weniger gute Audio-Funktionen, sodass man auch die Aussprache trainieren kann.

 

 

 

Jibbigo

Jibbigo ist ein Übersetzungs-App für gesprochene Sprache. Das bedeutet: Der Nutzer spricht beispielsweise einen deutschen Satz und die App gibt ihn in der fremden Sprache wieder. Gleichzeitig werden Ursprungssatz und übersetzte Version auf dem Display angezeigt. So lässt sich prüfen, ob Jibbigo das Gesprochene richtig verstanden hat. Bidirektionale Übersetzungen sind bei Jibbigo auch möglich, sodass etwa ein Deutscher und ein Engländer die App nutzen können, um einander zu verstehen. Bei Bedarf kann der Nutzer die App klassisch verwenden, ohne zu sprechen, indem er einen zu übersetzenden Satz via Tastatur eingibt. Jibbigo unterstützt folgende Sprachpaare:

 

 

  • Chinesisch – Englisch
  • Tabalog (Sprache auf den Philippinnen) – Englisch
  • Japanisch – Englisch
  • Deutsch – Englisch
  • Französisch – Englisch
  • Koreanisch – Englisch
  • Irakisch – Englisch

 

Mit Ausnahme des zuletzt genannten Sprachpaars erhält man alle Sprach-Kombinationen im App-Store und im Andorid-Market. „Irakisch – Englisch gibt es allerdings vorläufig nur im App-Store. Getestet wurde Jibbigo nicht nur auf iPhone, iPod touch und iPad, sondern auch auf folgenden Geräten: SonyEricsson XPeria, Motorola Droid, Nexus One, Nexus S, Samsung Galaxy Tab und HTC G2. Jibbigo läuft ausschließlich offline, benötigt also keine Verbindung mit dem Internet.

 

Linguo

Linguo ist eine Übersetzungs- und Sprachen-Lern-App des Unternehmens Edovia Inc aus Montreal in Kanada. Es „spricht“ folgende Sprachen (Stand: Juni 2011):

 

  • Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch (traditionell und vereinfacht), Kroatisch, Tschechisch, Dänisch, Holländisch, Englisch, Finnisch, Französisch, Deutsch, Griechisch, Hindi, Italienisch, Japanisch (Romaji und Kanji), Koreanisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Spanisch, Schwedisch.

 

Die Sprachdatenbank enthält derzeit über 350.000 Einträge, sodass oftmals eine Übersetzung möglich ist, ohne dass dazu eine Internetverbindung benötigt wird. Wird Linguo allerdings offline nicht fündig, baut es eine Internetverbindung auf. Hier muss – vor allem im Ausland – eventuell auf die Kosten geachtet werden. Einmal durchgeführte Übersetzungen lassen sich für eine spätere Nutzung speichern. 400 Audioclips existieren in Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Kompatibel ist die App mit iPhone, iPod touch und iPad, wobei mindestens das Betriebssystem iOS 3.0 erforderlich ist.

 

Byki

Wer Byki als Übersetzungs-App nutzt, muss für die meisten Sprachen, die er lernen möchte, ein passables Englisch sprechen oder wahlweise Chinesisch, Japanisch, Koreanisch, Portugiesisch oder Spanisch. Das sind die möglichen Ausgangssprachen für die Übersetzungs-Apps, die für etwa achtzehn Sprachen existieren. Byki existiert derzeit als Version zum Lernen von:

 

  • Arabisch, Chinesisch, Dänisch, Niederländisch, Französisch, Deutsch, Hebräisch, Irisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch, Schwedisch und Tagalog.

 

Die App lehrt den Nutzer jeweils etwa 1.000 Wörter der zu lernenden Sprache und hunderte Phasen. Zudem gibt die App dem Nutzer Zugriff auf die Byki Community und damit auf viele Listen mit zu lernenden Wörtern, die von anderen Byki – Nutzern erstellt wurden. Wer Wörter oder Phrasen lernt, kann sie sich in der jeweiligen Sprache anhören, um die Aussprache zu lernen. Ein in die App integriertes Sprachquiz ermöglicht dem Nutzer auch ein spielerisches Lernen. Byki bietet zudem eine Verbindung mit Twitter, sodass er sehen kann, wie die jeweiligen Wörter in Sätzen verwendet werden. Byki läuft mit iPhone, iPod touch, und iPad ab der Version iOS 3.0 des Betriebssystems. Angeboten wird übrigens auch eine kostenlose Version der Übersetzungs-App. Sie enthält über fünfzig wichtige Wörter in fünfzehn Sprachen. Ausgangssprache ist Englisch.

 

iTranslate Ultimate

dd iTranslate Ultimate arbeitet zwar nur mit den fünf Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Es ermöglicht jedoch Übersetzungen von Wörtern und Sätzen aus jeder dieser Sprachen in jede der anderen Sprachen. Die App kann Sätze mit maximal 500 Zeichen übersetzen, wobei die Anzahl der zu übersetzenden Sätze beliebig ist. Eine Sprachausgabe der übersetzten Wörter und Phrasen hilft dabei, die Sprache auch sprechen zu lernen. Die App nimmt mit 0,5 MB nicht viel Speicher in Beschlag, hat allerdings den Nachteil, dass dauerhaft eine Internet-Verbindung zu einem Daten-Netzwerk nötig ist. Das kann zum Kostennachteil werden. iTranslate Ultimate ist derzeit kompatibel mit iPhone, iPod touch und iPad, auf denen mindestens das Betriebssystem iOS 3.1.2 installiert ist.

 

Kleines Fazit

Professionelle Übersetzer werden keine der hier vorgestellten Apps fürchten müssen. Für die perfekte Übersetzung müssen wohl weiterhin sie sorgen. Aber als gute Unterstützung fürs Sprachenlernen und als Werkzeuge für Spontanübersetzungen im Urlaub sind die Apps gut. Wer nicht mehr von ihnen verlangt, trifft mit ihnen eine gute Wahl.

 

Über den Autor:

Christian Arno ist Gründer und Geschäftsführer des internationalen Übersetzungsbüro Lingo24, der auf drei Kontinenten tätig ist. Folge Lingo24 auf Twitter @l24de.

 

Infos zum Update auf Mac OS X Lion

Bald wird Mac OS X 10.7 Lion erhältlich sein. Wie kann ich das neue Betriebssystem installieren? Welche Hardware benötige ich dazu? Was kostet Mac OS X Lion? MacWeb.ch beantwortet die Fragen nochmals für alle Leser.

 

Die wichtigste Info zuerst: Mac OS X 10.7 Lion kann nur noch auf Macs mit Intel Prozessoren der Reihen Core 2 Duo, Core i3, Core i5, Core i7 oder Xeon installiert werden. Das sind allesamt 64-bit Prozessoren. Die allerersten Macs mit Core Duo oder gar Core Solo Prozessoren fallen damit flach. PowerPC-Prozessoren werden seit Snow Leopard nicht mehr unterstützt.

Aber auch PowerPC-Software kann unter Lion nicht mehr ausgeführt werden. Im System Profiler unter dem Punkt Programme kann nachgeprüft werden, welche Software noch alten PPC-Code hat.

Um Mac OS X Lion installieren zu können, benötigt man die aktuellste Version von Mac OS X 10.6.8 Snow Leopard, welches über die Softwareaktualisierung für alle Installationen mit Snow Leopard bezogen werden kann.

Danach benötigt man eine gültige Apple ID, die für den Mac App Store freigegeben ist. Dazu natürlich eine Kreditkarte oder entsprechendes Guthaben durch Geschenkekarten. Der Preis von Lion wird voraussichtlich bei CHF 29.- liegen.

Da der Kauf an die Apple ID gebunden ist, darf man als Privatnutzer das Update auf allen Macs, die mit der ID freigegeben sind, nochmals herunterladen und installieren. Bis zu maximal fünf Macs sind erlaubt.

Wer noch Mac OS X 10.4 Tiger einsetzt, muss sich erst das Mac Box Set inkl. iLife ’11 und iWork ’09 erwerben und damit Snow Leopard installieren. Das Mac Box Set kostet CHF 169.-.

Wer noch Mac OS X 10.5 Leopard einsetzt, muss erst Snow Leopard erwerben und danach dann via Mac App Store auf Lion aktualisieren. Mac OS X 10.6 Snow Leopard kostet noch CHF 39.-.

Inwiefern die ganze Prozedur für Tiger oder Leopard Anwender durch Apple vereinfacht wird, bleibt abzuwarten. Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass diese Anwender zu einem späteren Zeitpunkt ein Mac Box Set mit Lion erwerben werden können.

Wenn man einen neuen Mac kauft, sollte Mac OS X 10.7 Lion bereits vorinstalliert sein. Erfolgt der Kauf über den Apple Online Store kann mit 99.9% Sicherheit davon ausgegangen werden, dass nur noch Macs mit Lion verschickt werden. Beim Kauf beim Händler sollte darauf geachtet werden, dass der Apple Händler Mac OS X 10.7 Lion unbedingt kostenlos mitgibt. Ansonsten sollte der Mac nicht erworben oder ein neueres Modell verlangt werden.

Offene Fragen nach der Keynote der WWDC 2011

Gestern Abend stellte Apple das neue Mac OS X Lion, iOS 5 und iCloud vor. Besonders iCloud wirft als Nachfolger von MobileMe einige Fragen auf, da Apple bisher nur spärlich Informationen preis gibt. Aber auch die Installation von Lion über den Mac App Store ist ungewohntes Terrain. Folgend daher eine Übersicht der Themen, die aktuell das WWW beschäftigt.

 

iCloud

Was passiert mit der iDisk?
Was passiert mit den Web-Galerien?
Was passiert mit aus iWeb hochgeladenen Websites?
Wird der Sync von Dock-Icons, Widgets, Keychaines etc. unter Macs noch möglich sein?
Kann ich den iCloud-Sync von Dokumenten komplett deaktivieren?
Welches Mac OS X wird unterstützt? Nur Lion?
Funktioniert Documents on the Cloud auch mit der Desktopversion von iWork?

Mac OS X Lion

Wird iMessage Einzug halten?
Wird es für Leopard-User wieder ein Mac Box Set geben?
Kann ich Lion aus dem Mac App Store laden, auf einen USB Stick kopieren und von diesem booten?
(Aus mehreren Gründen kann ein User keine platzraubende Recoverypartition wollen.)
Von welcher DVD soll ich im Notfall booten und die Hardware prüfen?
Wird es iSync noch geben?

Fragen über Fragen und die Liste ist bestimmt noch nicht komplett. Gerne können unsere Besucher weitere Fragen als Kommentar posten. Wir hoffen, dass uns Apple hierzu dann ein paar Antworten nachliefern kann.

AirPrint in der Praxis

Die Anzahl von iPhone- oder iPad-Anwender in der Schweiz ist riesig und viele nutzen ihr iGerät von Apple täglich. Mit dem neuen iPad wird Apple nochmals eine Menge weiterer Kunden begeistern können. Immer häufiger soll das iPad oder das iPhone jedoch nicht nur als Lifestyle-Produkt sondern auch als vollständiger Notebook-Ersatz dienen. Um so wichtiger ist es, dass gewisse alltägliche Funktionen auch mit einem iPad oder dem iPhone genutzt werden können.

Wie wäre es mit Drucken? – Vermutlich ist vielen iPad- und iPhone-Anwender gar nicht bewusst, was bereits möglich ist. Die Rede ist von AirPrint. MacWeb.ch hat AirPrint in der Praxis getestet und möchte seinen Lesern diese spannene Möglichkeit näher bringen. Bei AirPrint handelt es sich um eine Softwarefunktion, die bereits Bestandteil von iOS 4.2 ist. Es muss also keinerlei Software installiert werden, um AirPrint nutzen zu können.

 

Als Ausgabegeräte funktionieren vorerst nur Drucker-Modelle(*) von HP. Als Testgerät stand MacWeb.ch ein HP ENVY 100 e-all-in-one zur Verfügung. Dieser Drucker ist standardmässig mit WiFi ausgerüstet. Aus diesem Grund muss er nur in der Nähe eines drahtlosen Netzwerkes aufgestellt und an den Strom angeschlossen werden. Der Installationsprozess läuft ganz einfach und in wenigen Augenblicken hat der HP-Drucker das drahtlose Netzwerk gefunden. Nach Eingabe vom Passwort stellt dieser die Verbindung her und steht ab sofort im Einsatz – also absolut keine Hexerei.

Und jetzt? – Jetzt ist der ganze Spuck eigentlich bereits vorbei. Denn ab sofort kann AirPrint genutzt werden. AirPrint funktioniert mit Safari, Mail, Fotos, PDFs in iBooks und Apps anderer Entwickler, die eine integrierte Druckfunktion haben. Wenn man auf dem iPhone beispielsweise eine Webseite aufruft, kann man diese mit nur zwei, drei Klicks ausdrucken. Als Beispiel haben wir in Safari die Homepage der Tageszeitung Blick geöffnet. Nebenstehend findet man eine aktuelle News aus dem Kanton Wallis, die wir auf der Blick-Homepage gefunden haben. Wenn man diesen Bericht nun ausdrucken möchte, tippt man den Button unten in der Mitte an (roter Kreis). Anschliessend wählt man den Befehl Drucken (siehe kleines Bild) und das iPhone bzw. iPad findet den verfügbaren Drucker im Netzwerk und mit einem weiteren Klick startet der Ausdruck. Einfacher gehts gar nicht! In der App Fotos sieht der Button fürs Ausdrucken identisch aus. In Mail handelt es sich um einen gekrümten Linkspfeil, mit welchem der Druckbefehl ausgelöst werden kann.

Da früher auf dem iPhone die Druckfunktion nicht zur Verfügung stand, haben die Entwickler logischweise diese Funktion auch nicht in ihre Apps eingebaut. Bei Updates der diversen Apps kann davon ausgegangen, dass die Entwickler die Druckfunktion – dort wo sinnvoll – neu zur Verfügung stellen. Die in der Schweiz bereits prominenteste App, mit integrierter Druckfunktion, ist 20 Minuten. Dank dieser Funktion können vollständige 20 Minuten-Berichte direkt aus der iPhone-App in einer genialen Darstellung gedruckt werden. Weitere interessante Apps, die AirPrint bereits unterstützen sind beispielsweise Taschenrechner HD für iPad; die Ausrechnungen können ähnlich wie eine Kassaquittung ausgedruckt werden. Eine ganz originelle Idee liefert iPrintPayer. Diese App bietet die Möglichkeit, ein Blatt Papier mit Häuschen oder Linien zu drucken. London Transport bietet bereits die Möglichkeit an, den Fahrplan des öffentlichen Verkehrs der britischen Hauptstadt auszudrucken. Die SBB-App oder die Angebote des Zürcher Verkehrsverbundes haben die Druckfunktion leider noch nicht integriert. Es wird aber sicher nur eine Frage der Zeit sein, bis viele weitere Apps die Druckfunktion AirPrint unterstützen. Wir dürfen also gespannt sein!

* Derzeit werden folgende Druckermodelle unterstützt:

  • HP Envy 100 eAll-in-One Drucker (D410a)
  • HP Photosmart Plus e-AiO (B210a)
  • HP Photosmart Premium e-AiO (C310a)
  • HP Photosmart Premium Fax e-AiO (C410a)
  • HP Photosmart e-AiO (B110)
  • HP Photosmart eStation (C510)
  • HP LaserJet Pro M1536dnf Multifunktionsdrucker
  • HP LaserJet Pro CM1415fn Multifunktions-Farbdrucker
  • HP LaserJet Pro CM1415fnw Multifunktions-Farbdrucker
  • HP LaserJet Pro CP1525n Farbdrucker
  • HP LaserJet Pro CP1525nw Farbdrucker
  • HP Officejet 6500A e-AiO
  • HP Officejet 6500A Plus e-AiO
  • HP Officejet 7500A Wide Format e-AiO
  • HP Officejet Pro 8500A e-AiO
  • HP Officejet Pro 8500A Premium e-AiO
  • HP Officejet Pro 8500A Plus e-AiO

Mac OS X und Macs künftig im Baukastenprinzip?

Eine grosse Stärke des Macs war schon immer, dass dieser ab Werk gleich voll einsatzfähig war und Programme und Tools bot, die man von einem vorinstallierten PC mit Windows nicht kennt. Dazu zählen unter anderem natürlich die iLife Suite, Notizzettel, Lexikon aber auch diverse Dienstprogramme und Programme, die eher in den Bereich der Spielereien gehen. Was wäre, wenn Apple diese Zusatztools künftig nicht mehr integriert?

 

Wie so oft gilt auch hier nicht selten die 80-20-Regel. 20% der Software wird in 80% der Zeit genutzt. Die restlichen 80% der Programme kommen zusammen nur auf 20% Verwendungszeit.
Oder wer von Ihnen nutzt regelmässig Photo Booth, Chess oder aber auch den DVD Player?
Und verbringt hingegen Stunden nur mit Mail, Safari, iTunes und ggf. einem Programm für den produktiven Einsatz?

Mit dem neuen Mac App Store hat Apple einen Weg geschaffen, um schnell und unkompliziert Software zu verteilen. So gibt es dort iWork, iLife, Aperture und neu auch FaceTime für CHF 1.10 als eigenständige Applikation für Snow Leopard.

Was wäre, wenn Apple das kommende Mac OS X 10.7 Lion als kostengünstiges Update ausliefert, es aber um einige Programme beschneidet? So fehlt in der aktuellen Developer Preview die Mediacenter-Software Front Row als ein Beispiel. Wie viele Prozent der Anwender nutzen dieses Tool regelmässig?
Apple wäre durchaus in der Position, Lion ohne FrontRow auszuliefern und die Mediacenter-Software über den Mac App Store anzubieten – bei den „Mac OS X Essentials“.
Da gibt es dann auch FaceTime, Photo Booth, Boot Camp, Chess und den DVD Player auf Wunsch nachträglich zu kaufen.

Ausweiten lässt sich das dann natürlich auch auf den Mac an sich. iLife ist nicht mehr ab Werk dabei und die Programme lassen sich einzeln je nach Bedarf nachinstallieren.
Dass die Verkaufspreise der Macs dann aber definitv und sichtbar sinken müssten, wäre klar und sollte zu Gunsten der Kunden nicht nur eine Traumvorstellung bleiben. Sprich die Summe von Mac, aller „Mac OS X Essentials“ und iLife dürfte den ursprünglichen Preis des vollausgestatteten Macs nicht überschreiten. Realistisch? Wohl eher nicht.
Es ist kein Geheimnis, dass sich auch Apple keine Gelegenheit entgehen lässt, um an irgendeiner Stelle etwas zusätzlich Geld zu verdienen.

Der Baukasten-Idee wiederspricht hingegen das iPad 2. Dieses hat Apple mit FaceTime und Photo Booth eben um zwei Apps erweitert. Allerdings bietet auch die zweite Generation des Tablets noch keine angepasste Version der Wetter- oder Aktien-App. Hier muss sich der Kunde selber um eine Alternative bemühen, wenn überhaupt Bedarf besteht.

Nichts desto trotz bleibt das hier beschriebene Baukasten-Prinzip für Macs nur eine Idee ohne bestätigte Grundlage. Auf der einen Seite steht der Vorteil von günstigerem System und günstigeren Macs, auf der anderen Seite aber auch die künstliche Beschneidung des „Out of the box“-Erfolgsprinzips eines iMacs oder MacBooks. Wie Apple die Zukunft von Mac OS X und den Macs gestaltet, bleibt vorerst ein Geheimnis.

2010 – das iOS-Jahr im Rückblick

Wieder einmal darf die Mac – sorry – die Apple-Gemeinde auf ein interessantes Jahr zurückschauen. Was gab es dieses Jahr in den Weiten der Mac-, iPhone-, iPod- und iPad-Welt?

 

Keine MWSF

iPad…

iPhone 4 und seine Probleme

neuer mini

iPod event

neues MBA, Ausblick Lion
Aus OS X wird iOS?

xserve ist tot

apple tv

Filme und Verfügbarkeit in CH

Das iPad – der Tag danach

Was man hoch wirft, fällt weit hinunter. Dies trifft auch auf das neue iPad zu. Dank schier unzähligen Gerüchten, Vermutungen, wilden Spekulationen und dem ausserordentlich grossen Interesse selbst abseits der üblichen Kreisen, wurde der ominöse Tablet-Computer vorab zu einem wahren Wundergerät gemacht, was die Welt revolutionieren soll. Man erwartete schlicht die eierlegende Wollmilchsau. Nach der Vorstellung an der Keynote von Steve Jobs ist die Ernüchterung über das neue Wundergerät gross.

 

List man sich durch die diversen Webseiten und Webforen, so sind doch einige Surfer vom Apple iPad enttäuscht. Zu hoch wahren wohl diesmal die Erwartungen an Steve Jobs und das Unternehmen aus Cupertino in Kalifornien. Auch die aktuelle MacWeb Umfrage zeigt das selbe Stimmungsbild. Die Mehrheit möchte das iPad mal vorerst im Auge behalten. Satte 46% sind aktuell aber nicht wirklich von Apples jüngstem Wurf überzeugt.

So sind auch etliche Nachrichtenportale bereits auf und daran, aufzuzählen, was das iPad nun eben nicht kann.
Dazu zählt die Unterstützung von Flash. Das Format, welches in vielen Webseiten und bei Webvideos zum Zuge kommt, kann auch das iPad, genau wie das iPhone, nicht darstellen. Dies wurde bisher mit hohem Hunger an Ressourcen seitens Adobes Flash abgetan. Auch Flash-Hersteller Adobe zeigt sich darüber enttäuscht. Zumal scheint hier Apple vermehrt an HTML5 zu denken, welches viele Funktionen und Möglichkeiten von Flash bietet. Selbst YouTube bietet neuerdings seine Videos in HTML5-Versionen an (wir berichteten).

Ebenso klagt man über die aktuell fehlende Kamera am iPad. Soll diesen nun vorne sitzen für Video-Chat oder hinten, um Fotos zu machen? Oder gleich beide Varianten? List man durch die Webforen, hat man das Gefühl eine Front-Kamera sei unabdingbar. Doch Videotelefonie hat sich auch an Desktop PCs oder bei UMTS-Handys noch nie wirklich durchgesetzt. Dafür scheint die Welt schlicht noch nicht bereit. Über den fehlenden Kamerasatz an der Rückseite lässt sich natürlich streiten. Auch hier scheint es aber wohl mehr ein Wunschdenken, als tatsächlich praktischer Nutzen zu sein. Der Autor dieses Berichts würde persönlich ungern ein rund 10 Zoll grosses Gerät hervorholen, um schnell einen Schnappschuss zu machen. Denn für bessere Fotos sind Handykameras auch aktuell noch nicht wirklich nutzbar. Wer das iPad kauft, wird zudem sehr wahrscheinlich sowieso schon ein iPhone mit Kamera besitzen.

Doch wir lassen uns von Apple überraschen. Es dürfte nicht verwundern, wenn Apple mit der ersten Generation des iPads erst einmal den Markt testet. Kommt das Gerät überhaupt an? Mit dem Preis ist das iPad sicherlich konkurrenzfähig. Hätte Apple hier noch weitere Hardware und Features eingebaut, wäre der Preis auf jeden Fall noch ein Stück höher ausgefallen und hätte wiederum hier Kritik aufgeworfen.

Ein weiteres Kriterium stellt die momentan fehlende Fähigkeit zum Multitasking des abgewandelten iPhone OS auf dem iPad dar. Erste Tester, die das iPad in der Hand hielten, sprechen davon, dass sich nur eine App auf einmal ausführen lässt. Aus welchem Grund hier Apple das Multitasking der Apps noch unterbindet, ist unklar. Auf jeden Fall ist die Bedienung damit einfacher, die Produktivität je nach Situation im Vergleich zu einem vollwertigen Mac allerdings etwas eingeschränkt.

Dennoch kann das iPad zum Erfolg werden und die Welt mit Hilfe der Tablet-Computer anderer Hersteller auf ein neues Niveau des digitalen Konsums bringen. Bis Apple das Gerät im März in den USA anbietet, können sich kleine Details immer noch ändern. Auch beim iPhone nahm Apple noch kleine Verbesserungen kurz vor dem Release vor. Es ist auch klar, dass Apple mit der zweiten Generation des Geräts weitere Features hinzufügen wird, sobald der Markt und die Technologie dafür reif sind.

Gerne lesen wir Ihre Meinung weiterhin als Kommentar zur gestrigen iPad-News, zu diesem Bericht oder in unserer MacWeb Umfrage.

Wir wollen Filme!

Ein Kommentar in Bezug auf den immer noch fehlenden Filmbereich im Schweizer iTunes Store sei an dieser Stelle einmal erlaubt. In den USA gibt es das Angebot an Filmen und TV-Serien nun schon lange. Auch Nutzer in Deutschland dürfen seit einiger Zeit aus einem schmackhaften Angebot auswählen und ihr Apple TV damit füttern. Wieso dürfen wir noch immer nicht?

 

Die Antwort lässt sich wohl sicherlich im lizenzrechtlichen Bereich finden, weshalb Apple noch nicht mehr Länder den Service von Kauf- und Mietfilmen geniessen lässt. Denn technisch wäre die Umsetzung für die Schweiz sicherlich eine kleinere Hürde. Sowohl Material im Originalton seitens USA, als auch in synchronisierter Fassung seitens Deutschland liegt vor.

Die Nachfrage nach On-demand-Inhalten im Filmbereich steigt mehr und mehr an. Sei es die Swisscom mit ihrem kürzlich umgetauften Swisscom TV oder die Cablecom mit ihrem Filmangebot, welches ebenfalls per Knopfdruck rund um die Uhr verfügbar ist. Die Anbieter in der Schweiz haben mittlerweile erkannt, dass hier eine grosse Marktlücke geschlossen werden kann, seit dem viele Haushalte mit grossen Flachbildschirmen und Soundanlagen ihr eigenes Heimkino aufbauen.

Apple hätte hier die Möglichkeit, mit Hilfe des weit verbreiteten iTunes und dem einfachen Bedienkonzept die Lücke zu füllen und Apple TV auch hier in der Schweiz mehr Daseinsberechtigung zu schenken. Aktuell dürfte die Set-top-box nur bei eingefleischteren Apple-Usern vor dem Fernseher stehen.

Den hier ist teilweise gar der Mac mini der bessere Kumpane, wenn es darum geht, Multimediainhalte auf dem heimischen Fernseher anzuzeigen. Er lässt sich auf Wunsch mit einer DVD füttern oder spielt unkompliziert Dateien aller Art ab, die aus anderen Quellen stammen. Getreu nach dem Motto: Wenn das Angebot nicht da ist, macht man es sich einfach selber.

Die Kaufkraft der Schweizer zeigte sich zuletzt beim iPhone 3G. Das Gerät beschehrte den Providern und Apple ansehnliche Zahlen. Dies war sicher einer der Gründe, wieso Apple den Nachfolger 3GS gleich in der Schweiz und nur in sieben anderen Ländern als erstes zur Verfügung stellte. Aus dem mit ca. 10% (im internationalen Vergleich) hohen Anteil an Mac-Nutzern in der Schweiz macht auch niemand ein Geheimnis. Die Kundschaft für Filme wäre also sicherlich auch gegeben.

Der Auslöser für diesen kleinen Kommentar war mein Besuch im Kino und des Planeten Pandora. Avatar zeigt eindrücklich, wohin die Filmtechnik geht und macht spätestens nach dem Betrachten des HD-Materials klar, dass dieser Film nur in Notfällen von einer simplen DVD abgespielt werden sollte. Da Apple aktuell allerdings weiterhin noch keine Blu-ray Laufwerke für die Macs anbietet und ich persönlich dieses Medium gerne überspringen würde, wäre es doch sehr wünschenswert, wenn auch hierzulande bald ein HD-Filmangebot im iTunes Store zu finden wäre. Das Mietmodell würde vorerst sicherlich für die meisten Anwender zur vollsten Zufriedenheit beitragen.

Aber wer weiss, vielleicht kündigt dies unser Lieblingsunternehmen aus Cupertino in Kalifornien am nächsten Event bereits an? Wir können schliesslich nur hoffen und warten…

Teilen Sie uns Ihre Meinung dazu doch in einem Kommentar zu diesem Artikel mit.
Würden Sie Filme im iTunes Store mieten oder auch kaufen?
Würden Sie Apple TV erwerben, um die Filme unkompliziert am Fernseher geniessen zu können?

Alle Infos zum Update auf Mac OS X 10.6 Snow Leopard

Von vielen Seiten werden wir mit der Fragen konfrontiert, ob und wie man auf Mac OS X 10.6 umsteigen kann. Kann ich auf meinem Mac noch Mac OS X 10.6 installieren? Was kostet Mac OS X 10.6? Welche Voraussetzungen müssen für die Installation gegeben sein?

MacWeb.ch möchte seinen Lesern die Möglichkeiten nochmals detailliert aufzeigen.

Die wichtigste Info zuerst: Mac OS X 10.6 kann nur noch auf Macs mit Intel-Prozessoren installiert werden.

Wer auf seinem Gerät bereits Mac OS X 10.5.x installiert hat, kann über den Apple Fachhandel, im Apple Retail Store oder über den Apple Online Store das Update für CHF 39.– erwerben. Mit diesem Update erhält man die vollständige Version von Mac OS X 10.6. Spätere Updates von Mac OS X 10.6 werden über die Software-Aktualisierung zur Verfügung gestellt (in der Zwischenzeit mit 10.6.1 bereits erfolgt).

Sofern man noch mit Mac OS X 10.4.x arbeitet, muss man zwingend das Mac Box Set kaufen. Darin ist iLife 09, iWork ’09 und Mac OS X 10.6 enthalten. Die Mac Box Set kostet CHF 219.– und ist im Apple Fachhandel, Apple Retail Store und Apple Online Store erhältlich.

Wenn man einen neuen Mac kauft, sollte Mac OS X 10.6 bereits vorinstalliert sein. Erfolgt der Kauf über den Apple Online Store kann mit 99.9% Sicherheit davon ausgegangen werden, dass nur noch Macs mit 10.6 verschickt werden. Beim Kauf beim Händler sollte darauf geachtet werden, dass der Apple Händler Mac OS X 10.6 unbedingt kostenlos mitgibt. Ansonsten sollte der Mac nicht erworben werden oder ein neueres Modell verlangt werden.

Für all diejenigen, die ab dem 8. Juni 2009 einen Mac gekauft haben, bietet Apple ein Up-to-date-Programm an. Für nur CHF 13.– kann noch bis zum 26. Dezember 2009 Mac OS X 10.6 bezogen werden.

 

Apple Store Zürich Eröffnung

Seit dem 22. Mai hat die Schweiz nun bereits den dritten Apple Retail Store. Mit dem Store im Einkaufszentrum Glatt ist es das zweite Ladengeschäft in der Region Zürich.

Auch dieses Mal versammelten sich etliche Fans des Herstellers aus dem kalifornischen Cupertino schon in den frühen Morgenstunden an der Bahnhofstrasse 77, wo sich ursprünglich eine Filiale von Benetton befand.
Mit Applaus der Angestellten wurden die Fans dann zur Eröffnung begrüsst und die ersten Kunden strömten in den Laden.

Zwei Stockwerke bietet die Lokalität. Das Erdgeschoss widmet sich komplett der Ausstellung und des Verkaufts von Hardware. Hier stehen MacBooks, iMacs, iPods und unzählige iPhones in typischer Ordnung auf den Holztischen und warten darauf, von den Kunden ausprobiert zu werden.

Das Untergeschoss plante Apple für den Support und Zubehör. Wer also bereits einen Mac besitzt und auf der Suche nach Lösungen ist, wird hier womöglich fündig. Dazu gehört selbstverständlich auch eine Genius Bar, an der jeder Kunde bei Bedarf Unterstützung und Antwort auf seine Fragen erhält.

Wer Zürich besucht, sollte auch die neuste Attraktion in zentraler Lage nicht verpassen.

MacWeb.ch möchten all denjenigen Apple-Fans, welche zur Eröffnung nicht nach Zürich pilgern konnten, in zwei Videos die Impressionen des Apple Store Zürich näherbringen.

(Bis zum Start der Filme dauert es wenige Sekunden.)

Weiter stellen wir Ihnen für begrenzte Zeit auch den Mitschnitt des Tele Züri Berichts zur Verfügung (.mp4, H.264-Codec, 13 MB). UPDATE 21.11.09: Der TV-Mitschnitt kann nun nur noch via Tele Züri bezogen werden.

Fotos gibt es vom Ladengeschäft kurz vor der Eröffnung und der Baustellenfassade von ca. einer Woche davor.

 

Hat Apple den Strategiekurs unter Kontrolle?

Einst galt der Macintosh als der Computer für professionelle Anwender wie Grafiker, Fotografen, Musiker oder Filmemacher. Auch in vielen Schweizer Schulen war der Mac gerne und oft gesehen. So genannte Consumer, welche zu Hause privat einen Computer mit Apfellogo im Einsatz hatten, waren nicht das Hauptzielpublikum von Apple. Doch wie sieht es heute aus und welche Strategie verfolgt Apple?

 

Als Steve Jobs Ende der 90er-Jahre zu Apple zurückkehrte, versuchte er, ein überschaubares und klares Produkt-Portfolio zu erstellen. iMac und iBook für Consumer, PowerMac und PowerBook für Pro-User. Die Welt war in Ordnung. Wenige Jahre darauf, begann die Revolution des Musikmarktes mit der Einführung des iPod. Tragbare Kassetten- und CD-Spieler wurden zu Grabe getragen und die digitale Musik hielt Einzug. Die Consumer waren begeistert.

Weiter rollte der Apple-Zug, welcher immer mehr und mehr Aufschwung erhielt. Apple zielte plötzlich umso mehr auf die Switcher. Der Mac mini war geboren und ergänzte den PowerMac und iMac erstmals mit einem Low-Budget-Gerät, welches sich besonders für Umsteiger lohnen sollte. Die Consumer und Büroangestellten waren begeistert.

Doch wo steht Apple heute im Jahre 2009?

Apple TV versucht vergeblich erfolgreich zu werden und schafft dies aufgrund des Angebotes im iTunes Store erst halbherzig. Das iPhone verzeichnet hervorragende Zahlen, kämpft allerdings mit einem mittlerweile unüberschaubaren Softwareangebot im App Store, wo man vor lauter Lite-Versions die kostenlosen Vollversionen nicht mehr findet. Ist das Team für den iTunes Store womöglich etwas überrumpelt worden?

Ebenfalls überrumpelt wurde Apple beim Thema MobileMe. Nicht nur dass der Service bei einigen Nutzern für lange Zeit schwerwiegende Probleme bereitete, auch die Zusammenarbeit mit dem iPhone klappte nicht tadellos. Einige Versprechen konnten gar erst in jüngster Zeit erfüllt und langersehnte Funktionen nachgeliefert werden. Nahm man sich hier auch mit der plötzlichen und totalen Unterstützung für Windows PCs etwas zu viel vor?

Das MacBook Air soll sich an Nutzer richten, die ein schlankes, leichtes, aber dennoch komfortables Notebook wünschen – der Preis gestaltet sich entsprechend. Die wahren Erfolge scheinen aber auszubleiben, muss man doch Glück haben, solch ein AirBook überhaupt beim Händler sehen zu können. Ist das Gerät gar zu exklusiv – auch für die Applekundschaft?

Apple war vor einiger Zeit einer der Hersteller, welche FireWire erst populär gemacht hat. Nun wird mit dem aktuellen MacBook seit langer Zeit das erste Gerät ausgeliefert, welches komplett ohne FireWire-Anschluss auskommen muss. Seltsam und amüsant; ist doch ein solcher Port oftmals Mindestvoraussetzung für die Installation einiger Software. FireWire ist zudem immer noch ein viel verwendeter Anschluss bei Festplatten, Kameras oder anderen Geräten aus dem Multimediabereich. Aus welchem Grund mag Apple hier das alte Modell mit FireWire noch im Programm haben und gar mit lukrativen Hardwareupdates pflegen?

Auch beim neuen iPod shuffle der dritten Generation geht Apple radikale Wege und verlegt die Steuerung vom Gerät in die Kabel der Ohrhörer. Neue, innovative Funktionen wie VoiceOver und die Fähigkeit zur Wiedergabe von Playlists bieten laut Hersteller mehr Komfort als der Vorgänger. Aber wieso bietet Apple hier ebenfalls noch das Vorgängermodell als Alternative im Apple Online Store an? Sind es wirklich nur viele Restbestände?

Der Mini DisplayPort ist ein weiteres, gefundenes Fressen für Kritiker. Die Eigenentwicklung von Apple ist eine Abwandlung des grossen DisplayPort (welcher standardisiert wurde und von einigen Peripherieherstellern bereits genutzt wird) und soll Platz sparen. Mittlerweile vergibt Apple die Lizenzen für Mini DisplayPort gar kostenlos ab, um die Herstellung von kompatiblen Geräten zu fördern. Ob sich Apple hier etwas zu viel vorgenommen hat und Kunden mit den kostspieligen Adaptern nur gängelt?

Die Pflege der ursprünglich äusserst beliebten und höchstklassigen Cinema Displays war ebenfalls nicht zwingend ein Paradebeispiel von Apple. Über Jahre hinweg blieben die Geräte unverändert, während andere Hersteller fleissig aufholten und das eigene Portfolio mit lukrativen Angeboten fütterten. Aus Cupertino kommt mittlerweile nur noch ein 30-Modell, welches nicht mehr problemlos ohne teurem Adapter-Wirrwarr mit allen Mac zusammenspielt und ein 24-LED-Gerät, welches über ein oft verhasstes Glossy-Display verfügt. Sind die Cinema Displays vom Aussterben bedroht?

Womit wir beim nächsten Thema wären. Eingeführt wurde glossy bei Apple Schritt für Schritt in der Intel-Ära. Bei einigen Mac überliess Apple noch stets dem Kunden die Wahl, ob es dieser mit glossy aufnehmen will, oder ein bewährtes, mattes Display wünscht. Weder iMac, MacBook, MacBook Air oder 15 MacBook Pro bieten heute noch diese Option. Einzig und alleine beim neusten 17 MacBook Pro darf der geneigte Nutzer anti-glare für einen Aufpreis auswählen. Obschon Apple angibt, Macs mit Glossy-Display in der Vergangenheit besser verkauft zu haben, liess sich der Hersteller hier eventuell weichklopfen, um nicht noch die letzten Pro-User zu verscheuchen?

Der kleinste Mac in der Familie, der Mac mini wird vom Hersteller äusserst stiefmütterlich behandelt. War das letzte Update im März seit gut 1.5 Jahren zwar mehr als überfällig aber doch keine Rieseninnovation. Die Prozessorleistung stieg nur minimal und schlicht der neue Grafikchip bringt dem Kleinsten neue Power. Welches Ziel verfolgt Apple heute noch mit dem mini?

Natürlich möchte keiner dem Unternehmen Apple Inc. den Erfolg nicht gönnen, aber stellt sich das Unternehmen in der letzten Zeit möglicherweise oftmals selber ein Bein? Ist das Produkteangebot schon zu vielfälltig und nicht mehr überschaubar? Sollte sich Apple womöglich auch wieder einmal mehr Gedanken über seine Pro-User, dem ehemaligen Kerngeschäft, machen, die an die Pro-Apps gebunden sind? Könnte Apple diese gar regelmässiger pflegen oder überlässt man das Segment bald Anbietern wie Adobe?

Dieser Bericht ist bewusst mit vielen, kritischen Fragen gespickt und soll keine Antworten liefern. Er beinhaltet nur die persönliche und aktuelle Ansicht des Autors und widerspiegelt einige Gedanken, die Apples aktuelle Produktpolitik aufwirft. Ihre Anregungen und Gedanken können Sie gerne mit anderen Lesern teilen, indem Sie diese in einem Kommentar zu diesem Bericht hinterlassen.

Das war 2008, das wird 2009?

MacWeb blickt auf ein sehr spannendes Jahr zurück. Nicht nur in der grossen, weiten Apple-Welt hat sich einiges getan, auch MacWeb.ch selber hat sich einem grossen Wandel unterzogen…

 

MWSF 08

Doch begonnen hat das Jahr mit der traditionellen Macworld San Francisco. Neben einer überarbeiteten Firmware für das iPhone und den iPod touch zeigte Steve Jobs auch eine neue Softwareversion des Apple TV, welche nun den ebenfalls neuen Filmverleih im US iTunes Store ermöglichte. Als Highlight kann jedoch das komplett neue MacBook Air angesehen werden, das bisher dünnste Notebook von Apple. Passend zum praktisch kabellosen Konzept zeigte Apple die Time Capsule, eine AirPort Extreme mit eingebauter Festplatte für die drahtlose Sicherung mittels Time Machine.

Aus Alt mach Neu

MacWeb arbeitete derweil im Hintergrund mit Hochdruck an einem generalüberholten, moderneren Webauftritt. Ab Mitte April war dann unter MacWeb.ch eine völlig neugestaltete Website erreichbar, die wesentlich mehr Möglichkeiten und ein viel einfacheres Handling bietet. Neue Inhalte runden das Angebot ab, ohne die gewohnte Schlichtheit zu verlieren.

Käse, Schokolade, Uhren und das iPhone

Am 11. Juli war es soweit. Der lang und heiss erwartete Launch des iPhone 3G in der Schweiz war ein Erfolg. Die Swisscom und Orange vertreiben seither das Gerät in der Schweiz in beachtlicher Zahl und auch weltweit feierte das Smartphone grosse Erfolge. Mit dem neuen iPhone veröffentlichte Apple auch gleich das iPhone OS in Version 2, welches nicht nur viele neue Features bot, sondern auch die Installation von Programmen Drittherstellern über den ebenfalls neuen App Store erlaubte. Das iPhone und der iPod touch liessen sich damit nicht nur mit neuen Funktionen erweitern, die Geräte entwickelten sich fast unfreiwillig zur portablen Spielekonsole.

Music and more

Im September am ‘Let’s Rock’ Event stand dann das jährliche Update der gesamten iPod-Familie an. Der iPod classic behielt seine gewohnte Form, Apple begrenzte sich aber auf eine Kapazität von 120 GB. Beim iPod nano G4 wechselte der Hersteller den Formfaktor wieder zurück zu der der zweiten Generation, brachte ihm aber ein neues Coverflow bei. Der kleinste in der Familie, der shuffle, erhielt die selben Farben, die schon beim nano für Abwechslung sorgten. Dem iPhone 3G entsprechend wurde auch der iPod touch überarbeitet. Neue Lautsprecher und Regler, die neue Software und ein stetig wachsendes Spieleangebot machten daraus den Mehrspassdennje iPod.

Das portable Aluminium

Einen Monat darauf spendierte Apple der MacBook-Familie ein umfassendes Update. Das MacBook trägt nun wie alle anderen Mac einen Alu-Mantel mit glossy Display. Mit dem MacBook Air teilt es sich nun einen leistungsfähigeren Chipset von nVidia, welcher gleich die schnelle 9400M Onboard-Grafik mitbringt. Damit sind nun beide Geräte auch für grössere Grafikaufgaben gewappnet. Daneben bekam auch das MacBook Pro ein kleines Leistungsupdate. Für die neuen Geräte mit Apples Mini DisplayPort brachte der Hersteller aus Cupertino auch ein neues Cinema Display, welches dem iMac ähnlich sieht.

Geschenke vom Christkind

Mit Unterstützung des Apple Stores, elgato und Parallels durfte MacWeb drei getrennte Wettbewerbe durchführen und den glücklichen Gewinnern ein Weihnachtsgeschenk unter den Baum legen. Alle die leer ausgegangen sind, werden ihre nächste Chance garantiert bekommen.

Was steht uns Mac-Usern im neuen Jahr bevor?

Zunächst einmal startet Apple das neue Jahr, wie gewohnt, aber leider zum letzten Mal, mit der Macworld im Moscone Center in San Francisco vom 5.-9. Januar. An der Eröffnungskeynote dürfen bestimmt wieder interessante Neuheiten bestaunt werden.

Die Desktop-Mac

Der iMac beispielsweise erhielt im vergangen Jahr Ende April nur ein kleines Leistungsupdate. Die letzte, grosse Änderung vollzog Apple im Sommer 2007 mit dem Alu-Design. Es darf hier sicherlich ein Update der Innereien, besonders in Anbetracht der neuen nVidia Chipsätzen, die nun in den MacBooks werkeln, erwartet werden. Damit wäre auch ein grafisch leistungsstarker, aber dennoch günstiger Einstiegs-iMac ohne dedizierter Grafikkarte annehmbar.

Die gleiche Änderung darf man auch einem Mac mini nur wünschen. Der kleinste Mac wird von Cupertino etwas steifmütterlich behandelt und könnte mit dem neuen nVidia 9400M Grafikchip und aktuelleren Prozessoren einen enormen Leistungszuwachs erfahren.

Zu jedem Apple-Event entsteht in der Gerüchteküche eine Suppe, gemischt aus Mac mini und Apple TV, um daraus womöglich den Mac nano zu formen. Diesem Gerücht darf man unserer Meinung nach aber etwas weniger Beachtung schenken, da die Konzepte zu unterschiedlich sind.

Der Mac Pro fällt weniger ins Gewicht. Zwar will Intel in den nächsten Monaten neue, leistungsstärkere Prozessoren auf den Markt bringen, ein Wechsel auf nVidia Chipsätze wäre aber nicht zwingend notwendig oder gar möglich. Ebenso dürfte sich auch das Alu-Gewand und der übrige, innere Aufbau des Pro nicht drastisch verändern.

Spuren im Schnee

Kein grosses Geheimnis macht der Mac-Hersteller aus dem Nachfolger von Mac OS X Leopard. Snow Leopard verrät bereits im Namen, dass sich das System am Vorgänger anlehnt. Dieses Mal will Apple mehr am Unterbau tüfteln und Leistung herausholen, als mit neuen Funktionen der Oberfläche aufwarten. Alte PowerPC-Zöpfe sollen abgeschnitten und die Performance auf aktuelle 64bit-Intel-Systeme zugeschnitten sein. Dies bringt mehr Leistung und ein schlankeres System. Es wäre durchaus möglich, bereits an der Macworld eine fortgeschrittene Version zu sehen, damit der finale Snow Leopard gar noch vor dem Sommer erhältlich wäre.

Neues von der iPhone-Front

Seit es das iPhone gibt, gibt es auch Spekulationen über ein verkleinertes iPhone nano. Über Sinn und Unsinn lässt sich sicherlich streiten. Jedoch darf man fürs kommende Jahr bestimmt eine verbesserte Version des Geräts erwarten, eventuell auch mit dem iPhone OS 3. Hierzu sind allerdings noch gar keine Informationen bekannt und allfällige Gerüchte dürften nur aus Wunschdenken bestehen.

Grosses Kino?

Für uns Schweizer wäre die Verfügbarkeit von Filmen oder TV-Serien im iTunes Store mehr als wünschenswert. Apple belieferte bisher erst die grössten, englischsprachigen Ländern, sowie Deutschland und Frankreich mit Film-Inhalten. Englische, deutsche und auch französische Inhalte sind also bereits genügend vorhanden, fehlt nur noch die rechtliche Absicherung. In Anbetracht des vergleichsweise hohen Mac-Marktanteil, wäre ein baldiges Filmangebot für die kleine Schweiz ein schöner Dank. Ob es schon für 2009 klappt?

Jubiläum

Einige Besucher werden bestimmt wissen, dass MacWeb nächstes Jahr im Sommer bereits 10 Jahre alt wird. Lassen Sie sich einfach überraschen, was das Jubliäum so mit sich bringt. 😉

Das Jahr 2009 dürfte also auch ohne einen erneuten iPhone-Hype und auch mit einem, für viele, weniger aufregenden OS X-Update ein spannendes Jahr werden. MacWeb möchte sich an dieser Stelle bei all den treuen Besuchern, Sponsoren und Herstellern bedanken, die diese Plattform unterstützen! Wir freuen uns, Sie auch kommendes Jahr stets mit News und Berichten versorgen zu dürfen.

Apple Store Glattzentrum Eröffnung

Der Apple Store Glattzentrum ist eröffnet. Ab heute hat die Schweiz zwei Apple Stores. Bereits um 08.00 Uhr waren die ersten Apple-Freaks vor Ort und standen Tele Züri Red und Antwort, warum sie bereits so früh hier sind.

Wieder einmal mehr ist fast unglaublich, wie es Apple schafft, seine Jünger so zahlreich hierher ins Einkaufszentrum Glatt zu beordern,

 

den eigentlich ist es ja nur ein Verkaufsgeschäft, in dem Computer und Musikabspielgeräte verkauft werden. Doch als richtiger Apple-Freak ist man eben da, wenn Apple eigene Verkaufsläden eröffnet.

Um 10.00 Uhr wurden die anwesenden Besucher mit riesigem Applaus begrüsst. Mit einer Klatsch- und Pfeifforgie wurden die ersten Besucher in den Store hineingelassen.

Der Apple Store im Einkaufszentrum Glatt knüpft an das Design der übrigen Stores von Apple an. An den Seitenwänden läuchten grosse Plexiglaswände auf denen die Apple-Produkte präsentiert werden. Unter diesen Plexiglaswänden und in der Mitte des Verkaufsgeschäftes werden die Apple Produkte auf schönen Holztischen präsentiert.

Im hinteren Teil des Stores präsentiert sich die Genius-Bar, wo man sein defektes Gerät für eine Reparatur vorbeibringen kann. Vor der Genius-Bar findet sich die Software- und Zubehör-Ecke.

Wer nicht dabei sein konnte, dem bietet sich folgendes Video der Eröffnung an (.mov, H.264-Codec, 14.6 MB).
Eine Image Gallery zeigt die passenden Standbilder des Spektakels.

Die iPhone 2 Gerüchte-Küche

Wohl kaum ein Gerät löste eine grösseren Hype aus als das iPhone, welches Steve Jobs letztes Jahr vorgestellt hat. Seit bald einem Jahr ist es in Amerika bei Apple und AT&T erhältlich und auch andere Länder und Provider kommen nach und nach an die Reihe und dürfen das iPhone vertreiben. Wir in der Schweiz warten noch auf die Einführung, während bereits der nächste Hype um die vorgestellte Softwareversion 2, deren Funktionen und ein mögliches iPhone 2 mit UMTS voll im Gange ist…

 

Tagtäglich finden sich neue Meldungen aus aller Welt, die über vermeintlich neu entdeckte Funktionen in Entwickler-Betas der iPhone Software informieren oder gar über wild zusammen gewürfelte Veröffentlichungstermine spekulieren. Allerlei News-Seiten und Blogs scheinen sich gegenseitig in der Anzahl an Gerüchte-Meldungen übertreffen zu wollen. Wir fassen den aktuellen Stand und die heissesten Zutaten der Gerüchte-Suppe für Sie zusammen.

Fakten

Fakt ist, die neue iPhone und iPod touch Software wird ab Ende Juni erhältlich sein. Dies teilte Steve Jobs am 8. März mit und zeigte auch bereits einige Funktionen der neuen Version. So wird das iPhone Microsofts Exchange ActiveSync, Remote Wipe, und Ciscos IPsec VPN unterstützen. Weiter bietet Apple mit dem iPhone SDK (Software Development Kit) allen Entwicklern die Möglichkeit, Programme für das Gerät zu entwickeln und später über den App Store zu vertreiben.
Die diesjährige WWDC findet vom 9. bis 13. Juni statt. Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird Jobs, wie gewohnt, eine Keynote halten und neue Produkte vorstellen.
Ein weiterer Fakt ist; das iPhone ist bisher in unserem kleinen Land noch nicht offiziell erhältlich. Der Händler digitec importiert das iPhone in verhältnismässig grossen Mengen aus nicht genannten Quellen und verkauft es erfolgreich. Die drei Mobilfunkanbieter Swisscom, Sunrise und Orange melden insgesamt bereits rund 35’000 aktive iPhones im Schweizer Netz.
Fakt ist auch, dass momentan nicht bestätigt ist, welcher Anbieter den Exklusivvertrag für die Schweiz erhält. Ursprüngliche Spekulationen gingen in die Richtung, dass Vodafone, welche in vielen europäischen Ländern vertreten ist, den Vertrieb übernehmen könnte. Vodafone arbeitet in der Schweiz bekanntlich mit Swisscom zusammen und hat kürzlich bekannt gegeben, das iPhone in zehn weiteren Ländern zu vertreiben (wir berichteten).
In den USA ist EDGE verbreitet. In europäischen Ländern ist UMTS (3G) stärker ausgebaut.
UMTS ermöglicht höhere Datenraten, verschlingt aber auch umso mehr Strom. Mittlerweile sind UMTS-Chips auf dem Markt, welche dieses Manko verringern und stromsparender arbeiten. Das aktuelle iPhone enthält keinen UMTS-fähigen Chip.

Die Gerüchte-Küche

Am heissesten gekocht wird wohl momentan die 3G-Funktionalität und somit die Unterstützung für UMTS oder gar HSDPA. Gerade aktuell ist hier die Entdeckung einer Funktion namens ‘Enable 3G’ in der aktuellen Entwickler-Beta der iPhone Software. Apple erwähnt bei der Option, dass diese die Datenrate erhöht, allerdings der Akku auch schneller schlapp macht. Es scheint damit fast bestätigt, dass ein kommendes iPhone mit der kommenden Softwareversion also UMTS unterstützen wird.
Handschriftenerkennung ist ein weiteres Features, welches entdeckt wurde. Bisher erkenne diese allerdings nur chinesische Schriftzeichen. Eine Erweiterung auf lateinische Schriften scheint naheliegend und möglich. Angeblich suchte Apple hierfür einen Ingenieur für eben diese Handschriftenerkennung.
Letztes Jahr erhielten die Mitarbeiter von AT&T ein internes Schreiben, in welchem der Arbeitgeber die Mitarbeiter informierte, während des iPhone Releases keinen Urlaub genehmigen zu können. Anfangs Mai erhielten Angestellte von AT&T angeblich abermals ein Schreiben. Im Zeitraum vom 15. Juni bis 12. Juli könne kein Urlaub bezogen werden.
Gemäss der österreichischen Zeitung “Der Standard” soll T-Mobile Austria an einer Presskonferenz verkündet haben, das UMTS-iPhone als erster Anbieter verkaufen zu dürfen.
Für die Schweiz soll nun angeblich die Swisscom den Vertrag unterzeichnet haben und das iPhone ab August verkaufen dürfen.
Auch die Masse des iPhones geraten in den Topf mit der Gerüchte-Suppe. So soll das iPhone von 160 Gramm auf knapp 120 Gramm abgenommen haben, in dem man für das Gehäuse Kunststoff anstelle von Aluminium verwendete. Das Display sei von 3.5″ auf 2.8″ geschrumpft worden. Einige Köche verwerfen sogar noch ein iPhone nano in den Topf.
Das iPhone 2 soll zusammen mit einer Chat-Software daher kommen und MMS versenden und empfangen können. Passend dazu wäre Unterstützung von Video-Chat und eine zweite Kamera auf der Vorderseite des Geräts.
Ebenso soll es möglich sein, Bilder aus dem Internet auf dem Gerät zu speichern.
Weiter hat Apple angeblich bereits 10 Millionen 3G-iPhone im asiatischen Raum bestellt. Diese sollen laut Gerüchten sogar mit OLED Displays daher kommen.
Zum Schluss ein Häppchen von Microsoft: eine iPhone-Version von Office wäre denkbar.

Abschliessend…

…möchten wir erwähnen, dass sich MacWeb von jeglichen Gerüchten distanziert. Oben genannte Punkte sind teilweise ungenügend oder überhaupt nicht bestätigt. Wir werden auch weiterhin keine Gerüchteschlacht führen und unsere Leser stets nur über Fakten und wirkliche News informieren. Sobald sich etwas von offizieller Seite her tut, werden Sie es bei uns selbstverständlich sofort erfahren.

Der Mac im Media Markt

Seit Dezember letzten Jahres ist es im einzigen, offiziellen Apple Shop im Media Markt Dietlikon ZH möglich, die Computer mit dem Apfellogo wieder zu erwerben. Auf ein paar Quadratmetern und insgesamt vier Tischen werden alle Geräte der breiten Masse gezeigt. Kann hier die Beratung mit spezialisierten Apple-Händlern mithalten?

 

Als ganz normaler Kunde ging ich also am Samstag, den 3. Mai in die genannte Media Markt-Filiale in Dietlikon. Selbstverständlich habe ich mich nicht als Mac-User zu erkennen gegeben und lief trotzdem relativ zielstrebig zum Apple-Bereich, der völlig zentral aufgebaut wurde.
Als ich so am neuen MacBook Air rumspielte, wurde ich auch gleich schon von einem Verkäufer (Name der Redaktion bekannt) angesprochen und gefragt, ob ich ein neues Notebook suche.

Darauf hin erwähnte ich jedoch gleich den iMac, welcher es mir ebenfalls angetan hat. Schliesslich habe ich überall in den Medien gelesen, dass dieser nun etwas aufgerüstet und günstiger geworden ist. 😉

Meine erste Frage war natürlich, welches Gerät zu empfehlen sei, worauf die Gegenfrage über den Anwendungszweck zu erwarten war. Naja, gut, ich verwende den Mac für einfaches Surfen, Mailen, ein paar Office Dokumente bearbeiten und dazu will ich ab und an meine Digitalkamera anschliessen können, um Urlaubsfotos auf den Computer zu laden. Der Verkäufer schloss dabei schon mal das 24 Modell des iMacs aus und erwähnte die Unterschiede der beiden 20 Modelle. Wohl gemerkt hatte der Media Markt zu diesem Zeitpunkt leider noch die alten Geräte mit den alten Preisen. Aber ich muss ja noch nicht heute zuschlagen und kann noch eine Woche warten…

Vorbildlich ging der Verkäufer, welcher übrigens ein ganz normales Media Markt-Shirt trug, auf die Ausstattung des Arbeitsspeichers ein. Für Apple reiche 1 GB. Sollte der Anwender dennoch an die Grenzen kommen, könne man diesen problemlos nachrüsten und auf 2 GB erweitern, was dann auch für den parallelen Betrieb von OS X und Windows reichen würde, wobei wir schon beim nächsten Thema waren. (Anmerkung: alle neuen Modelle, bis auf das Grundmodell, kommen mit 2 GB RAM aus dem Werk.)

Etwas neckisch fragte ich also, wie dies den funktioniere. Der Verkäufer erklärte mir in groben Zügen was mit Boot Camp und Parallels Desktop möglich sei. Wichtig war hier der Hinweis, dass momentan Spiele, nur wenn ich Windows mit Hilfe von Boot Camp nativ boote, wirklich gut laufen.

Das würde aber alles auch problemlos mit einem Notebook funktionieren?, fragte ich etwas fordernd. Auf diese Frage folgte die einfache Antwort, dass sich das natürlich auch alles mit einem MacBook Pro erledigen liese, welches, von der Leistung her gesehen, etwa in der selben Liga mit dem iMac spielt. Meiner persönlichen Meinung nach würde hier bereits das günstigere MacBook reichen, welches aber leider gar nicht erwähnt wurde.

Zu guter Letzt hatte ich noch ein Problem: Wie sieht es mit Office aus?. Gleich wurden natürlich die beiden Suiten namens Microsoft Office:mac und Apple iWork erwähnt. Etwas überrascht war ich über die weitere Aufzählung der kostenlosen Alternative OpenOffice. Sogleich folgten die Vor- und Nachteile der beiden kommerziellen Produkte. Microsoft Office:mac 2008 laufe problemlos und könne ebenso problemlos alle Dateien aus der Windows-Welt öffnen. Auf die Frage, ob das alles denn auch mit dem Produkt von Apple ginge, wurden mir Pages und die Export-Möglichkeiten gezeigt. Weiter wurde ich auf allfällige Kompatibilitäsprobleme (auch beim Öffnen von Office-Dateien) aufmerksam gemacht, welche in der Tat vorhanden sind.

Mit der Aussage, ich müsse nun ja fast noch auf die neuen Modelle und Preisen des iMacs warten, verabschiedete ich mich also wieder und hatte einen kleinen Überblick über die Möglichkeiten mit einem Mac gewonnen.

Fazit

Ja, man kann auch im offiziellen Apple Shop im Media Markt ohne Probleme einen Mac kaufen. Es ist quasi möglich, im Vorbeigehen in Richtung Fernseh-Abteilung noch eine Mighty Mouse oder gleich ein Notebook mitzunehmen. Die Beratung war äusserst sachlich und auch für unkundige Laien verständlich. Ich hatte am Schluss meine Ohren glücklicherweise nicht mit Fachbegriffen voll. Etwas gemangelt hat es meinem Empfinden nach jedoch dem Flair von einem gewohnten Fachhändler. Leider habe ich auch nette, schwarze Apple-Shirts mit einem weissen Apfel vermisst, die es früher im Media Markt zu sehen gab und ich für einen Apple Shop erwartet hatte.

Apple im Jahre 2008

Noch nie war Apples Marktanteil so gross und das Produktsortiment so vielfältig. Gerade letzten Monat wurde eben dieses Sortiment noch einmal ausgebaut. Medienpräsenz haben die Computer und Gadgets aus Cupertino längst. So verwundertet es auch keinen, wenn alle Welt erfahren hat, was Steve Jobs an der vergangen Macworld Keynote aus dem Hut, oder besser aus dem Umschlag, gezaubert hat. Wie sich das neue MacBook Air in die bekannte Produktpalette eingliedert, wollen wir im folgenden Bericht mit einem leichten Hauch Geschichte in Worte fassen.

 

Mac mini – kompakt und dezent

Als Apple an der Macworld im Januar 2005 den Mac mini vorstellte, hingen ihm viele das gleiche Schicksal an, wie es der Power Mac G4 Cube erlitt. Die kompaktere Bauweise erlaubt dem mini aber ein dezenteres Auftreten. Dieses und der geringe Preis lässt den mini nun schon drei Jahre ohne äusserliche Veränderung überleben.

Mit dem kleinen Gerät folgte Apple unter anderem der Idee, Windows User mit dem günstigen Preis zum Switch bewegen zu können. Im Lieferumfang fehlen auch heute noch Maus und Keyboard, da der ehemalige Windows User diese in der Regel schon besitzt.

Für kleines Geld erhält man ausreichend Leistung für Office Anwendungen und das ‘digital life’.
Mit seinen aktuellen Prozessoren scheut der mini auch keine intensiveren Aufgaben mit iLife.

Ebenfalls ein sehr beliebter Einsatzort ist das Wohnzimmer, in dem das kleine Gerät seinen Job als extrem flexibles Media Center erledigt.
Viele müssen sich hierfür zwischen dem Mac mini und dem Apple TV entscheiden. Einige Gerüchteseiten haben darum für die vergangene Macworld eine Verschmelzung der beiden Geräte ‘gekocht’.

iMac – der Allrounder

Ich erlaube mir an dieser Stelle einfach, den iMac als den berühmtesten ‘PC’ der Welt hinzustellen. Mit Steve Jobs’ Rückkehr und dem Ur-iMac sollte Apple die Krise vergessen und den Weg des Aufschwungs einschlagen. Welche Rechenleistung Jobs damals mit den Worten This thing screams beschrieb, dürfen wir uns heute gar nicht mehr vorstellen. Die technischen Daten des Ur-iMac zaubern bestimmt vielen ein Schmunzeln ins Gesicht.
Das ‘i’ stand damals primär für internet, individual, instruct, inform und inspire. Heute ist es ein Markenzeichen und wird gerne bei vielen Produktnamen (ob von Apple oder Drittherstellern) verwendet, um besondere Benutzerfreundlichkeit zu signalisieren.

Das Konzept des ‘All-in-one’-Computers hat Apple seither konsequent weitergeführt und optimiert. Durch fortschrittliche Technologien und dem wohl besten Designer, ist es Apple gelungen, dem Kunden heute quasi nur noch einen Flachbildschirm auf den Tisch zu stellen.

Mit seiner aktuellen Leistung ist der iMac jedem Büroalltag, seinen Aufgaben zu Hause oder gar im Semi-professionellen Bereich gewachsen.
Er bringt alles mit, was für diese Zwecke benötigt wird.

Mac Pro – brachiale Leistung

Sein Gewand ist unverändert kalt, seine Leistung stetig gestiegen und seine Spezialitäten sind 3D Rendering zum Frühstück. Das Pro im Namen macht den Fall klar. Seine Bestimmung ist das intensive Rechnen von Grafiken, Audio und Video im professionellen Bereich. Für den normalen Heimanwender ist der Mac Pro selbst in der schwächsten Ausführung schlicht ‘overkill’.

Das aktuelle Modell bietet mehr ‘built-to-order’-Optionen als je ein anderer Mac zuvor.
Im Gegensatz zum Mac mini bringt er übrigens Mighty Mouse und Keyboard mit!

MacBook – klein, aber oho

Es ist klein, sexy und es kommt in schwarz.
Mit dem MacBook hat Apple nach dem Intel Switch auch bei den Notebooks die Linie optisch weitergeführt. Gemäss dem Trend haben die Designer dem portablen Mac allerdings ein Widescreen Display und somit etwas neue Dimensionen verpasst.

Das MacBook in seiner aktuellen Form bietet ein ausgezeichnetes Preis/Leistungs-Verhältniss.
Zu einem günstigen Preis erhält der Käufer ein leistungsfähiges Consumer-Notebook, um überall unterwegs die Aufgaben des Alltags zu meistern. Bemängelt wird oftmals der Grafik-Chip, der nicht ganz so grafiklastige Anwendungen zulässt.

Es ist ideal für Heimanwender, die auch mal gerne mit dem Gerät aufs Sofa sitzen oder es sonst wo mitnehmen wollen.

Momentan tanzt das MacBook noch etwas aus der Reihe. Man darf erwarten, dass auch dieses Gerät bald mit einer Aluminium Schale daher kommt, womöglich ähnlich der des iPod classic.

MacBook Pro – unterwegs mit Speed

Auch der grosse Bruder vom MacBook trägt den Zusatz ‘Pro’. Nicht umsonst ist es eines der schnellsten Notebooks, das zurzeit erhältlich sind.
Von der Leistung her gesehen, lässt es sich grob mit der eines iMac vergleichen – die Benchmarkergebnisse sind ausgeglichen. Beim Kaufentscheid stehen sich hier ganz klar die Vor- und Nachteile von Desktop Computern und Notebooks (und natürlich der Preis) gegenüber.

Wer mobil sein will und doch überall ausreichend Leistung benötigt, ist mit dem MacBook Pro bestens bedient.

MacBook Air – luftig leicht und kabellos

Schon mit dem Mac mini hat Apple sein ursprüngliches Raster (Desktop/Notebook, Consumer/Pro) gesprengt und erweitert. Mit dem neuen MacBook Air gesellt sich ein weiteres Produkt ins Sortiment. Es soll nicht wie beim mini besonders günstig, sondern sehr mobil sein. Diese Mobilität schlägt sich auch im Preis nieder. Obwohl es schwächer ist als das MacBook, setzt es Apple zwischen selbiges und das Pro Modell. Somit klassiert es sich weder als Pro, noch als Consumer Gerät, sondern beansprucht die Lücke dazwischen.

Um an Gewicht zu verlieren, musste das MacBook Air auf Diät gesetzt und abgespeckt werden. Apple bestätigt indirekt, dass das Air als Zweitgerät konzipiert wurde. Es ist gedacht für Nutzer, die bereits einen vollausgestatteten Computer zu Hause oder im Büro haben, für unterwegs aber ein sehr leichtes und flaches Notebook wünschen.

Was zeigt die Glaskugel?

In der aktuellen Produktpalette aus Cupertino finden sicherlich die meisten ein passendes Gerät. Noch nie hatte man solch eine Auswahl. Leider können auch wir von MacWeb nur erahnen was als Nächstes aus den dunklen und versteckten Apple-Labors das Tageslicht erblickt. Wir tippend dabei auf überarbeitete MacBook und MacBook Pro, die das Äussere des ‘AirBook’ übernehmen und möglicherweise ebenfalls LED-Beleuchtung und Multitouch-Trackpads mitbringen. Sehr wahrscheinlich ist auch ein Update des Mac mini. Wir sind gespannt was das neue Jahr bringt.