djay – Mixen für die nächste Party

Nach längerer Sommerpause(…) folgt nun wieder einmal eine Softwareempfehlung für den Mac. Mit dem Mixing-Tool djay lassen sich Songs spielend leicht und live an der nächsten Party mixen. Wir verraten Ihnen, was das Programm noch alles kann.

 

Wer seine (private) Party mit Musik beschallen möchte, ist bereits mit iTunes grundsätzlich gut ausgestattet. Frei gestaltbare Wiedergabelisten, überlappende Übergänge zwischen den Songs, nahtloses Playback bei Mix-CDs und die neue Genius Funktion. Doch was, wenn Sie einfach live und direkt den nächsten Song selber wählen und in diesen schwungvoll überleiten möchten? Hier kommt djay, aktuell in der Version 2, zum Zug.

Das Programm bietet eine unverkennbare Oberfläche, die zwei Turntables darstellt. An der rechten Seite angeheftet findet sich die nahtlos und komplett integrierte iTunes-Mediathek. Jeder Song, jedes Album, jede Playlist, alle gekauften Titel (mit und ohne DRM), die Party-Jukebox und gar die geladenen Podcasts sind verfügbar. Um die Turntables zu steuern, gibt es diverse Regler, um die Tonausgabe, die Geschwindigkeit oder andere Eigenschaften wie den Pitch zu manipulieren.


Von iTunes werden dabei nicht nur die Songinformationen eingelesen, sondern auch die Cover übernommen und bei Wunsch auf den virtuellen Platten dargestellt. Sollte kein Cover vorhanden sein, wird einfach eine leere, schwarze Platte angezeigt. djay liest dabei alle Audio-Formate, die iTunes auch lesen und wiedergeben kann – selbst mit DRM versehene Titel aus dem iTunes Store!

An den virtuellen Platten kann mit der Maus, bei den neuen MacBook mit Multi-Touch gar mit dem Trackpad, gezogen und gescrached werden. Die Nadel lässt sich frei positionieren, um die Wiedergaben an gewünschter Stelle zu beginnen. Hierfür können auch Punkte auf der Platte markiert werden. Um den Übergang der Songs zu gestalten, kann die Tonausgabe entweder manuell von einer Seite auf die andere verlagert werden oder man bedient sich einer der fünf geläufigsten, automatisierten Übergängen wie Reverse, Echo oder Backspin.

Die Wiedergabe eines Tables lässt sich durch die Toneffekte Hall oder Echo und durch Forward- oder Backspins weiter beeinflussen. Möchte man eine Platte erst vorhören, ist dies, von der regulären Audioausgabe getrennt, via USB Kopfhörer oder einem entsprechenden Adapter möglich. Ebenso lässt sich ein Mikrofon problemlos nutzen, um den Mixes eine persönliche Note zu verpassen.

Will man schlussendlich die Party doch nicht live mit Musik versorgen, lässt einem djay die Möglichkeit, bereits vorab einen Mix zu erstellen und diesen direkt aufzunehmen, um ihn später abzuspielen.

Mit djay ist man also für jede musikalische Untermalung stets vorbereitet, in dem es eine einfach zu bedienende Oberfläche und eine perfekte iTunes-Integration kombiniert. Selbst zu Hause macht es sicher allen Musikfans Spass, spielerisch aus zwei Liedern einmal den unmöglichsten Mix zu erstellen oder die Soulstimme von Leona Lewis ins unerträgliche zu pitchen. Ein kleines Manko gibt es jedoch. Durch die Maussteuerung fehlt einem manchmal schlicht eine zweite Hand…

Für umgerechnet ca. CHF 62.- lässt sich das Programm uneingeschränkt nutzen, eine Trialversion mit allen Funktionen ist verfügbar.

Softwareempfehlungen sind ein Service vom neuen MacWeb. In unregelmässigen Abständen werden wir Ihnen nützliche Programme aus allen Bereichen vorstellen. Dies passiert stets ergänzend zu unserer Software-Liste Software für den Mac. Möchten Sie ein (noch unbekanntes oder sogar Ihr eigenes) Programm der breiten Leserschaft vorstellen? Gerne nehmen wir Ihre Vorschläge auf efrei (at) macweb.ch entgegen.

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