Das Schweizer Mac Jahr 2006

Apple hält Wort und präsentiert zur MacWorld Expo als ersten Mac mit Intel-Prozessor eine Neuauflage des bekannten iMacs. Der neue iMac, welcher sich äusserlich dem bisherigen Modell gleicht, arbeitet neu mit einem Prozessor aus dem Hause Intel. Die 17-Version mit einem 1.83 GHz Intel Core Duo Prozessor kostet CHF 1’949.–; die 20-Version mit einem 2.0 GHz Intel Core Duo Prozessor kostet CHF 2’549.–. Beide Modelle verfügen über eine SuperDrive, 512 MB SDRAM, AirPort Extreme, Bluetooth 2.0 und eine 160 bzw. 250 GB Harddisk. Sie werden unverändert mit Mighty Mouse und Apple Keyboard ausgeliefert.

 

Apple stellt ebenfalls das neue MacBook Pro Notebook mit dem neuen Intel Core Duo Prozessor vor, das bis zu viermal so schnell ist wie das PowerBook G4. Das neue MacBook Pro ist das erste Mac Notebook mit einem Intel-Prozessor. Das Aluminium-Gehäuse ist 2,6 cm flach, wiegt knapp 2,5 kg und verfügt über eine integrierte iSight Videokamera für sofortige Videogespräche, eine Apple Remote Fernbedienung und das Front Row Feature, um digitale Inhalte überall bequem präsentieren zu können. Es sind zwei Modelle des neuen MacBook Pro verfügbar. Die Version mit einem 1.67 GHz Intel Core Duo Prozessor, 512 MB SDRAM und einer 80 GB Harddisk kostet CHF 2’999.–; die 1.83 GHz-Version mit 1 GB SDRAM und 100 GB Harddisk CHF 3’699.–. Beide Modelle verfügen über ein SuperDrive, Airport Extreme, Bluetooth 2.0, zwei USB-Anschlüsse und ein FireWire 400-Anschluss. Ein FireWire 800-Anschluss ist leider nicht mehr dabei. Das MacBook Pro positioniert sich zwar ganz klar als Nachfolger des PowerBooks. Die PowerBook G4 Modelle sind bis auf weiteres noch erhältlich. Das MacBook Pro gibt es (vorerst) nur in einer 15-Version.

 

Apple hat iWork ’06 vorgestellt. In iWork ’06 wurden Pages 2 und Keynote 3 stark weiterentwickelt, um dreidimensionale Charts, iPhoto-ähnliche Bildbearbeitungs- und Maskierungs-Tools sowie Tabellenkalkulations-ähnliche Tabellen zu ermöglichen, die zu schnellen Ergebnissen führen. Pages 2 arbeitet mit dem Mac OS X Adressbuch zusammen, um über vordefinierte Felder in Vorlagen und mit Drag & Drop-Unterstützung für einzelne Kontakte Serienbriefe zu erstellen sowie Newsletter und Broschüren zu personalisieren.

 

Mit iLife ’06 hat Apple anlässlich der MWSF die Digital Lifestyle-Software auf Vordermann gebracht. Die wichtigsten Neuerungen sind unter anderem folgende: iPhoto 6 hat an Geschwindigkeit zugelegt; dabei unterstützt es bis zu 250’000 Fotos und führt mit Photocasting eine neue Möglichkeit ein, Freunden und Verwandten die eigene Fotos direkt aus iPhoto heraus via .Mac zu präsentieren. Fotos können im neuen Vollbildmodus bearbeitet und verglichen werden, ohne dass Menüs oder Fenster dabei ablenken. Bis zu acht Fotos lassen sich auf diese Weise parallel vergleichen und über das Ein-Klick-Bildbearbeitungs- und Effekt-Panel bearbeiten. iMovie 6 HD wartet mit neuen animierten Themen auf. iDVD 6 unterstützt die neuesten HDV- und Breitbild-DV Kameras und ermöglicht die Erstellung von DVDs mit Breitbild-Menüs, Filmen und hochauflösenden Diashows, die die aktuellen Breitbild-TV-Geräte optimal ausfüllen. iLife ’06 enthält erstmals iWeb, den einfachsten Weg zur Erstellung professioneller Webseiten, Online Fotoalben, Blogs und Podcasts binnen weniger Minuten. Vorlagen helfen bei der Gestaltung von Websites. iLife ’06 ist ab sofort für CHF 109.- inkl. MwSt. erhältlich.

 

Im Februar senkt Apple den Preis des iPod shuffle auf unter CHF 100.–. Das 512 MB Modell kostet neu nur noch CHF 99.– (bisher 139.–), die Version mit einem Gigabyte-Speicher kostet neu CHF 149.– (bisher 189.–). Zudem stellt Apple den iPod nano mit 1 GB Speicherkapazität zu einem Preis von CHF 229.– inkl. MwSt. Weiter gibt Apple bekannt, dass eine Milliarde Songs aus dem iTunes Music Store heruntergeladen wurden seit der iTunes Music Store vor weniger als drei Jahren seinen Betrieb aufgenommen hat.

 

Mit dem iPod Hi-Fi wagt sich Apple in den Zubehör-Markt. iPod Hi-Fi ist gemäss Apple ein hochwertiges Lautsprechersystem, das im perfekten Zusammenspiel mit dem iPod als Stereoanlage für zuhause konzipiert ist. In seinem innovativen All-in-One-Design überzeugt iPod Hi-Fi wie kein anderes, für den iPod entwickeltes, Lautsprechersystem durch hohe Soundqualität und raumfüllenden Klang. iPod Hi-Fi verfügt über Tragegriffe, um mühelos überallhin mitgenommen zu werden, eine abnehmbare Frontabdeckung, berührungsempfindliche Lautstärkebuttons, die Apple Remote Fernbedienung, um Titel und Lautstärke auf einfache Weise von überall im Raum steuern zu können, ein integriertes Universal-Netzteil und die Möglichkeit, sechs handelsübliche Mono-Batterien einzusetzen, die das Audiosystem wirklich portabel machen. iPod Hi-Fi kostet CHF 519.–.

 

Ende Februar bekommt der Mac mini ein Intel-Herz. Er ist ab CHF 929.– erhältlich.

 

Am 1. April feiert der Schweizer Apple-Händler Screen sein 10jähriges Bestehen.

 

Im April erweitert Apple seine Produktepalette um ein 17 MacBook Pro. Der grössere Bildschirm ermöglicht eine native Auflösung von 1680 x 1050 Pixeln. Der Core Duo Prozessor läuft mit 2.16 GHz und wird in der Basisausführung mit 1 GB RAM beladen. Das Rechnen der Grafiken übernimmt auch im 17er eine ATi Mobility Radeon X1600 mit 256 MB Speicher. Zudem kommen eine 120 GB Festplatte mit 5400 U/min und einem 8fachen SuperDrive Laufwerk mit Dual Layer Unterstützung zum Einsatz. Im Gegensatz zum kleineren 15.4 MacBook Pro bietet das neuste Familienmitglied drei USB Anschlüsse und zwei FireWire Anschlüsse (1x 400 und 1x 800). Die Basisausführung schlägt mit einem Preis von CHF 4099.- zu buche.

Anlässlich der Orbit / iEX vom 16. bis 19. Mai 2006 findet auch die Mac Swiss statt, dies zum zweiten Mal. Diverse Händler, Entwickler und Softwarehersteller zeigen an dieser Messe ihre Produkte. Anlässlich des Mac Swiss Days finden diverse Vorträge rund um den Mac statt.

 

Im Mai werden die Einsteiger-Notebooks überarbeitet! Die neuen MacBooks sind mit einem 1.83 GHz oder 2.0 GHz Intel Core Duo Prozessor ausgestattet und sie kommen sowohl in Weiss als auch in Schwarz daher! Das 1.83 GHz Modell ist jedoch nur in Weiss mit einer 60 GB Festplatte und einem kombinierten Laufwerk erhältlich, das 2.0 GHz Modell ist sowohl in Weiss (60 GB, SuperDrive) als auch in Schwarz (80 GB, SuperDrive) erhältlich. Alle Modelle haben ein 13 Display mit einer maximalen Auflösung von 1280 x 800 Pixeln. Dazu kommen 512 MB Arbeitsspeicher, ein Intel GMA950 Grafikchip (welcher schon aus dem Mac mini bekannt ist) eine integrierte iSight und natürlich die Apple Remote für FrontRow. Das MacBook in der minimalsten Konfiguration bereits ab CHF 1’579.– erhältlich.

 

Am 6. Juni 2006 präsentiert Apple eine neue U2 Special Edition seines iPods. Basierend auf einem normalen 30 GB iPod 5G ist auch das neue Modell komplett (Vorder- und Rückseite) in Schwarz gehalten. Das Clickwheel bleibt ebenfalls weiterhin in kräftigem Rot. Auf der Rückseite sind die Unterschriften der vier Bandmitglieder eingraviert. Zusätzlich gibt es noch 30 Minuten exklusives Videomaterial von U2, welches im iTMS heruntergeladen werden kann. Zu haben ist das Gerät für CHF 499.–.

 

Frisch aus der Hardware-Produktion stellt Apple Ende Juli die Mighty Mouse wireless vor. „Wir haben das Kabel an unserer Mighty Mouse gekappt, um unseren Kunden am Mac noch mehr Flexibilität zu geben“, sagt David Moody, Vice President Worldwide Mac Product Marketing von Apple. Die MM wireless besitzt, wie die wired-Version, 3 Maustasten, 1 Seitentaste und den innovativen Scrollball. Der Preis liegt bei CHF 99.–.

 

Die WWDC findet im Jahr 2006 erst im August statt. Wie erwartet, stellt Apple während der Keynote an der WWDC eine Preview von Mac OS X 10.5 Leopard vor. Neben einer neuen Oberfläche, arbeitet das neuste OS mit 64-bit-Applikationen, ohne die Kompatibilität zu 32-bit zu verlieren. Time Machine wird eine komplett neues Feature von OS X sein. Damit lassen sich (aus Versehen) überschriebene Daten leicht wiederherstellen, indem Time Machine im Hintergrund automatisch ein Backup erstellt. Dieses Feature funktioniert auch in Programmen wie iPhoto oder solchen von Drittherstellern. Das nun bekannte Boot Camp wird ebenfalls Teil von Leopard sein, genau so wie ein überarbeitetes FrontRow.

 

Anfangs August 2006 ist der Intel-Switch vollzogen. Nun kommen auch die Mac Pro (bisher PowerMac) mit Intel-Chips daher. Das Design der neuen Pro-Rechner bleibt identisch zum bekannten PowerMac Design. Nun passen jedoch 2 optische Laufwerke und 4 Festplatten in das Gehäuse, welches innerlich völlig umgestellt wurden. So finden sich auch 4 PCI-Express Steckplätze für Grafikkarten wie die ATi X1900 oder die nVidia FX4500. Weiterhin passen 16 GB Arbeitsspeicher in den Mac. Auch der XServe wurde an Intel angepasst.

 

 

Im September kündigt Apple an, dass die gesamte iMac-Produktlinie nun mit dem neuen Intel Core 2 Duo Prozessor ausgestattet ist. Ein neues Modell mit einem brillanten 24-Zoll Breitbild-Display ergänzt zudem die 17-Zoll- und 20-Zoll-Modelle. Apple bestückt auch die beiden Modelle des Mac mini ab sofort mit schnelleren Dual-Core Prozessoren ohne Aufpreis.

 

Apple hat im September seine iPod-Palette rundum erneuert.
 Bei den iPod-Modellen gibt es neu eine 30 GB-Variante für CHF 399.– und ein 80 GB-Ausführung für CHF 549.–. Das neue Farbdisplay ist gemäss Apple 60% heller, um noch besser Filme und TV-Sendungen betrachten zu können. Neu können für 7 Franken Games für den iPod via iTunes Store heruntergeladen werden.
 Der iPod nano nimmt Farbe an und präsentiert sich in drei Grössen. In Silver gibt es den iPod nano als 2 GB-Modell für CHF 219.–. Die 4GB-Ausführung kostet CHF 289.– und kommt in den Farben Silver, Pink, Green und Blue daher. Mit einem 8 GB-Speicher gibt es den iPod nano für CHF 359.– im bekannten Black.
 Der iPod shuffle ist so klein wie noch nie und kommt in einem Aluminiumgehäuse daher. Es gibt ihn nur noch in einer Ausführung mit 1 GB und kostet lediglich CHF 119.–. Ebenfalls sind im iTunes Store neue Games für den iPod erhätlich. Diese kosten CHF 7.–, sind iPod 5G kompatibel und wurden in Zusammenarbeit mit EA entwickelt. Der iTunes Music Store heisst ab sofort offiziell nur noch iTunes Store. Der Grund: Es werden neu neben Musik rund 75 Filme von Disney, Pixar, Miramax und Touchstone verfügbar sein.

 

Im Oktober informiert die Data Quest AG, dass das Filialnetz umgebaut bzw. erweitert wird. Am 7. Oktober 2006 wird in Bern die Filiale erneuert. Die Berner Filiale findet sich am Theaterplatz. Luzern erhält am 21. Oktober 2006 an neuem Standort eine Data Quest Filiale; an der Pilatusstrasse 18 erwarten die Mac- Anwender auf über 200m2 alle Produkte rund um Apple. Mitten im Zentrum von Zug an der Baarerstrasse 11 eröffnet die neue Data Quest Filiale. Die Data Quest verlässt das alte Domizil am Hirschenplatz. Auch in Zürich gibt es eine Veränderung. In den Lokalitäten am Limmatquai 122 in Zürich gibt es nun den ersten Shop für iPod und Zubehör. Die Macs bietet die Data Quest in der grossen Filiale am Bahnhofplatz an.

Mit 4.84 Milliarden US$ Umsatz und 546 Millionen US$ Gewinn präsentiert Apple Mitte Oktober für das Geschäftsjahr 2006 erneut ein Spitzenresultat. Zudem verkaufte Apple im vergangen Quartal 1’610’000 Macs und 8’729’000 iPods. Dies ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahresquartal von 30 Prozent bei den Macs und 35 Prozent bei den iPods. Die internationalen Verkäufe machen 40% des Umsatzes aus. Im gesamten Geschäftsjahr von Apple, welches am 30. September 2006 endete, verkauft Apple total 5.3 Millionen Macs und 39 Millionen iPods.

Ende Oktober stattet Apple nach den iMac auch die MacBook Pro mit neuen Core 2 Duo Prozessoren aus. Diese bringen dem Notebook bis zu 39% mehr CPU-Leistung. Das kleine 15.4-Modell kommt dabei mit einem 2.16 oder einem 2.33 GHz Chip daher. Das grössere 17-Modell besitzt ebenfalls einen 2.33 GHz Prozessor. Den Arbeitsspeicher hat Apple auch aufgerüstet, grössere Festplatten sind verbaut und die Grafikkarten haben mehr VRAM. Optionale Grafikkarten wie beim Mac Pro gibt es hingegen leider nicht. Die neuen MacBook Pro sind ab CHF 2849.– erhältlich.

Kurz vor dem Weihnachtsgeschäft, am 8.11.2006, stellte Apple eine neue Modellreihe der MacBook vor, die jetzt mit Intel Core 2 Duo Prozessoren ausgestattet sind. Neben der schnelleren CPU haben die Notebooks auch mehr RAM und grössere Festplatten spendiert bekommen. Jedoch bleibt in der kleinsten Variante stets nur ein Combo-Laufwerk verbaut und die Farbe Schwarz bleibt dem teuersten Modell vorbehalten. Die restlichen Komponenten bleiben ebenfalls unverändert zu den Vorgängern. Erhältlich ist das MacBook ab CHF 1579.-.

 

 

 

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