Das Schweizer Mac Jahr 2005

Apple startet anfangs 2005 ein Preisoffensive. Bei den Desktopgeräten werden die Preise um bis zu 13 % gesenkt. So kostet der kostengünstigste PowerMac G5 neu weniger als 2000 Franken. Auch bei den Portablen kann man das eine oder andere Hunderternötli sparen. Die grösste Reduktion hat Apple bei den Displays vorgenommen, wo es Reduktionen von bis zu 32 % gibt.
Zur MacWorld Expo präsentiert Apple den kompaktesten Mac, den es je gab. Mit einem Preis ab 699 Franken inkl. MwSt. ist der Mac mini der günstigste Weg, um in den Genuss von Mac OS X und iLife zu kommen, sagt Steve Jobs, CEO von Apple. Der Mac mini besitzt einen FireWire 400 und zwei USB 2.0-Anschlüsse, um gängige Peripheriegeräte wie den marktführenden digitalen Music Player iPod, Digitalkameras, digitale Video Camcorder und Drucker anzuschliessen. Der Mac mini verfügt über einen DVI-Anschluß der auch VGA unterstützt, sodass sich verschiedenste LCD- und CRT-Displays anschliessen lassen. Integriertes 10/100BASE-T Ethernet und ein 56K V.92 Modem sorgen für Netzwerk- und Internetanschluss, WLAN (bis zu 54 MB/s nach dem 802.11g Standard) wird über eine optionale AirPort Extreme Card ermöglicht.

Zur MacWorld Expo kommt nochmals ein neuer Wurf aus dem Hause Apple. Der iPod shuffle basiert auf dem legendären Zufallswiedergabe-Feature (Shuffle) des iPod, über das sich die eigene Musik auf immer neue Weise erleben lässt. Kleiner und leichter als eine Packung Kaugummi verfügt der iPod shuffle über einen Trageriemen, um ihn sofort umzuhängen, nachdem man ihn aus seiner Packung genommen hat. Apple hat zwei Ausführungen vorgestellt: das 512 MB-Modell für CHF 139.–, das 1 GB Modell für CHF 199.–.

iLife ’05 gehört ebenfalls zu den Vorstellungen der MacWorld Expo. Es gibt neue Versionen von iPhoto, iMovie, iDVD und GarageBand. iPhoto 5 verfügt über neue Bearbeitungstools, mit denen Fotos perfektioniert werden können, ohne dass man dazu die Anwendung wechseln müsste. Zu den neuen Möglichkeiten, die sich gewohnt einfach einsetzen lassen, zählen Belichtung, Schwarz- und Weisspunkt, Sättigung, Farbton, Farbtemperatur und Schärfe sowie die Anzeige eines Histogramms. Mit iMovie hat Apple die digitale Videobearbeitung popularisiert und es jedem ermöglicht, digitales Video auf dem Mac zu importieren und zu bearbeiten. iMovie HD geht einen Schritt weiter und erlaubt die Aufnahme und die Bearbeitung von High Definition Video.

Und nochmals etwas Neues: Zur bestehenden Applikation Keynote gesellt sich Pages hinzu. Pages ist das neue Textverarbeitungsprogramm und ersetzt AppleWorks. Mit Pages lassen sich grossartige Briefe, Newsletter, Berichte, Broschüren und Lebensläufe mit verfeinerter Typografie, Mehrspaltensatz, Fussnoten, Inhaltsverzeichnissen und Stilen erstellen. Text, Grafik, Fotos, Tabellen und Charts lassen sich dank dynamischem Textfluss und Ausrichtungshilfen frei positionieren, wie Apple schreibt. Die beiden Programme werden unter dem Namen iWork ’05 vereint und für CHF 109.– angeboten.

Ende Januar erneuert Apple die PowerBook G4-Modelle mit Prozessoren von bis zu 1.67 GHz. Das 15-Zöller-Einstiegsmodell kostet noch CHF 2’749.–.

 

Alle Jahre berichtet Robert Weiss in seinem Weissbuch über die aktuelle Entwicklung des Computer-Geschäftes im vergangenen Jahr. Das neue Weissbuch 2005 brachte erfreuliche Informationen für die Schweizer Mac-Anwender. Während Apple im Jahr 2003 noch 70’800 Stück Computer in der Schweiz verkaufte, sind es im Jahr 2004 bereits 82’780 Stück. Dies ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 16.9%.

Ende Februar stellt Apple die zweite Generation der iPod mini-Produktfamilie vor. Beide Modelle erscheinen in vier neuen, kräftigen Farben (Silber, Pink, Blau, Grün) und bieten bis zu 18 Stunden Batterielaufzeit. Das 4 GB und das 6 GB Modell des iPod mini ist für CHF 279.– resp. CHF 349.– erhältlich. Apple hat zudem eine neue iPod photo Modellreihe vorgestellt, die aus einem schlanken 30 GB Modell mit einer Kapazität von bis zu 7’500 Songs für CHF 499.– inkl. MwSt. und einem 60 GB Modell mit einem Fassungsvermögen von bis zu 15’000 Songs für CHF 649.– inkl. MwSt. besteht. Der iPod photo speichert neben der Musiksammlung bis zu 25’000 digitale Fotos. Preislich angepasst wurden auch die folgenden iPod-Modelle: iPod 20 GB Click Wheel: neu CHF 439.-, alter Preis: CHF 459.- inkl. MwST; iPod U2 special edition: neu CHF 499.-, alter Preis: CHF 529.- inkl. MwSt. Der herkömliche iPod gibt es somit nur noch in einer 20 GB-Version. Die iPod-Produktfamilie besteht aktuell aus iPod shuffle, den neuen iPod mini, dem iPod 20 GB clickwheel (4. Generation), der iPod U2 Special Edition und den neuen iPod photo Modellen.

Die Blu-ray Disc Association (BDA) gibt im März 2005 bekannt, dass Apple dem Board of Directors des Konsortiums beitreten wird. Apple hat seit Januar 2001 mit der Einführung des SuperDrive-Laufwerks zum Brennen von CDs und DVDs sowie der Software iDVD und DVD Studio Pro zur Popularisierung der DVD-Erstellung massgeblich beigetragen.

 

Im April informiert der Mac-Händler Data Quest AG, dass die Filiale am Zürcher Limmatquai derzeit umgebaut wird. Die Filiale wird man im neuen Apple Center Look antreffen. Zudem zügelt Data Quest die übernommene Computer-Takeaway-Verkaufsstelle an die Weinbergstrasse 71 in Zürich.

 

Apple hat den Verkaufsstart von Mac OS X v10.4 „Tiger für Freitag, den 29. April ab 18.00 Uhr anlässlich spezieller Lauch-Events bei Fachhändlern angekündigt. Mac OS X Tiger wird CHF 189.– kosten.

 

Apple erneuert Ende April 2005 die PowerMac G5-Modelle und hat somit die bisher schnellsten und leistungsfähigsten PowerMac G5 vorgestellt. Alle Modelle sind bereits mit dem Betriebssystem Mac OS X v10.4 Tiger ausgestattet. Die neue Power Mac G5 Serie bietet neue Grafikoptionen, um das 30-Zoll Cinema HD Display von Apple anzusteuern. Als Ergänzung werden zudem die Preise für die Cinema Displays gesenkt.

 

Am 10. Mai 2005 schlug die Nachricht ein wie ein Blitz! Noch in der Nacht wird MacWeb.ch von Apple informiert, dass die Schweiz ab sofort ebenfalls einen iTunes Music Store hat. Wie bei allen anderen Music Stores von Apple ist der Store direkt über iTunes verfügbar. Einzelne Songs gibt es bereits für CHF 1.50, Alben sind für CHF 15.00 erhältlich. In Verbindung mit der Eröffnung des iTunes Music Store in der Schweiz geben Apple und UBS bekannt, dass jeder Einwohner der Schweiz als Teil der neuen UBS Generation und des UBS Campus Package ein Lied geschenkt bekommt. Zudem bietet UBS in allen ihren Filialen eine spezielle Songkarte zum Musikdownload an, die anstelle einer Kreditkarte zum Kauf im iTunes Music Store genutzt werden kann.

 

Vom 24. bis 27. Mai 2005 findet anlässlich der Orbit-iEx eine separate Messe statt, welche sich dem Mac widmet. Anlässlich der MacSwiss präsentieren sich über ein Duzend Firmen rund um den Mac. Apple selbst ist an der Messe nicht vertreten. MacWeb ist Medienpartner der Mac Swiss und berichtet vor, während und nach der Mac Swiss über alles Wissenswerte.

 

Im Mai 2005 stellt Apple eine neue iMac G5 Linie vor, die mit schnelleren PowerPC G5-Prozessoren, integriertem AirPort Extreme WLAN und Bluetooth sowie dem aktuellen Betriebssystem Mac OS X v10.4 „Tiger ausgestattet ist. Die neuen iMac G5 verfügen ausserdem über eine schnellere Grafik, ein neues 8x SuperDrive-Laufwerk mit Double-Layer-Unterstützung, integriertes Gigabit-Ethernet und 512 MB Speicher in allen Modellen. Das Einstiegsmodell gibt es ab CHF 1’799.–.

 

Kehrtwende bei Apple zur weltweiten Entwicklerkonferenz im Juni 2005! Wie Apple informiert, ist man mit den IBM-Prozessoren nicht mehr so glücklich. Apple hat sich deshalb entschieden, auf Intel-Prozessoren zu wechseln. Die ersten Geräte mit Intel-Prozessoren sollen im Jahr 2006 auf den Markt kommen; Ende 2007 sollen dann alle Geräte mit Intel-Prozessoren ausgeliefert werden. Steve Jobs meinte, dass man den Apple-Kunden den bestmöglichen Computer zur Verfügung stellen will und dies mit diesem Deal erreichen kann. Die Chefs von Microsoft und Adobe informieren, dass sie die Apple-Plattform auch weiterhin unterstützen und ihre Software entsprechend anpassen werden.

 

Wie Apple informiert, haben Musikfans in den 17 europäischen iTunes Music Stores im ersten Jahr über 50 Millionen Songs online eingekauft. Gestartet hat die Einführung des Stores in Europa in den Ländern Grossbritannien, Frankreich und Deutschland. Später kam Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, Holland, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden und die Schweiz dazu.

 

Ende Juni gibt es Anpassungen bei den iPod-Modellen. Apple hat bekannt gegeben, dass die beiden bestehenden iPod und iPod photo Produktgruppen in eine Produktlinie zusammengeführt werden. Alle iPods (ausser mini und shuffle) weisen nun ein Farddisplay auf. Ab heute bieten iPods auch einen äusserst komfortablen Umgang mit Podcasts. Mit dem neuen Podcast-Menü, der Bookmark-Möglichkeit und der Darstellung von Podcast-Grafik wird das neue populäre Medium zur Übertragung von Audio-Inhalten optimal unterstützt. Über das Farbdisplay der iPods kann die komplette Fotosammlung, Cover-Art, Kalender, Adressen oder Spiele in brillanter Farbqualität dargestellt werden. Die 20 GB- und 60 GB-Modelle des iPod sind ab sofort für CHF 439.– inkl. MwSt. bzw. CHF 599.– inkl. MwSt. erhältlich. Die neue iPod U2 Special Edition zu einem Preis von CHF 479.– inkl. MwSt. verfügt jetzt ebenfalls über ein Farbdisplay. Alle iPods mit Farbdisplay werden mit Earbud Kopfhörern, einem USB 2.0-Kabel, einem USB Netzteil und einer CD mit iTunes für Mac und Windows Computer ausgeliefert. Der iPod shuffle kostet in der 1 GB-Version statt CHF 199.– ab sofort nur noch CHF 189.–; das 512 MB-Modell ist weiterhin für CHF 139.– zu haben.

 

Am 30. Juli 2005 expandiert die Heiniger Unternehmensberatung AG in die Ostschweiz und eröffnet eine Filiale in Buchs.

 

Ende Juli stellt Apple verbesserte Modelle seiner iBook G4-Serie mit PowerPC G4-Prozessoren bis zu 1,42 GHz vor. Alle iBooks sind serienmässig mit 512MB RAM, schnellerer Grafik sowie integriertem Airport Extreme und Bluetooth ausgestattet. Die neuen iBooks verfügen ab sofort auch über zwei, bereits in den PowerBooks sehr bewährten und zum Patent angemeldeten, Technologien: das „Scrolling TrackPad“ und den „Sudden Motion Sensor“. Die neue iBook-Serie ist ab sofort ab CHF 1’479.– inkl.

 

Im August stellt Apple die Mighty Mouse vor. Die Mighty Mouse ist die erste Mehrtasten-Maus mit der Einfachheit einer Eintasten-Maus die – je nach Präferenz des Nutzers – sowohl als Ein- als auch als Mehrtasten-Maus konfiguriert werden kann, wie Apple heute informierte. Die Mighty Mouse verfügt über eine nahtlose Oberfläche mit programmierbaren Berührungssensoren, die als Tasten fungieren. Mit einem einfachen Klick auf die obere rechte bzw. linke Seite der Maus können beispielsweise die Kontextmenüs von Mac OS X oder andere Anwendungen zugänglich gemacht werden. Die beiden anderen Tasten der Mighty Mouse werden durch Druck auf den Scroll Ball bzw. die Seiten der Maus aktiviert und können vom Anwender dahingehend programmiert werden, dass Features von Mac OS X v10.4.2 Tiger wie Spotlight, Dashboard und Exposé aufgerufen oder Programme wie Safari oder iChat gestartet werden. Die Mighty Mouse kostet CHF 75.–.

 

Den Semptember nutzt Apple, um die iPod-Familie zu erneuern. Dazu stellt Apple den iPod nano vor. Der iPod nano ist ein voll ausgestatteten iPod für 1’000 Songs, der dünner als ein Bleistift und weniger als halb so gross wie ein vergleichbarer Digital Music Player ist. Der iPod nano besitzt ein ultraleichtes Design mit einem brillanten Farbdisplay, ein Click Wheel und eine Kapazität von bis zu 1’000 Songs oder 25’000 Fotos, wie Apple informierte. Die weissen und schwarzen 4 GB und 2 GB Modelle des iPod nano sind für CHF 369.– inkl. MwSt. bzw. CHF 289.– inkl. MwSt. erhältlich. Apple hat heute anlässlich des Apple Music Event auch das iTunes Handy von Motorola vorgestellt. Das neue Mobiltelefon trägt den Namen ROKR E1 und ist ab sofort verfügbar. Es wird vorerst jedoch nur in den USA und dem UK vertrieben. Ob und wann das Handy auch in der Schweiz verfügbar sein wird, ist noch völlig offen.

 

Lange gibt es Gerüchte um einen Apple Retail Store in Zürich. Immer wieder wird das Lokal an der Bahnhofstrasse 77 als möglichen Ort für einen Retail Store von Apple gehandelt. Jüngst kam auch noch das Gebäude des Pizza Huts am Bahnhofplatz in Zürich dazu. Die Gerüchte verdichteten sich, dass dort ein Apple Laden hinkommt. Doch das Geheimnis lüftete der Apple-Händler Data Quest AG. Nicht wie von Insidern vermutet Apple selber, sondern Data Quest AG, der grösste Schweizer Apple Händler, hat sich diese prominente Lage gesichert. Die Eröffnung ist noch in diesem Jahr geplant.

 

Den Oktober nutzt Apple, um den iPod Video vorzustellen. Ab sofort können nicht nur Fotos und Albencover betrachtet werden, sondern auch Videoinhalte wie Musikvideos, Videopodcasts, eigens erstellte Filme und TV-Sendungen dargestellt werden können. Das 30 GB Modell ist für CHF 459.– inkl. MwSt., das 60 GB Modell für CHF 599.–. erhältlich – wahlweise in weissem oder schwarzem Design.

 

Ebenfalls im Oktober gibt es nochmals neue iMac G5-Modelle; eine iSight ist neu mit dabei. Mit dem neuen iMac G5 wird das Front Row-Feature eingeführt, um über die mitgelieferte Fernbedienung die Wiedergabe von Musik, Fotos, DVDs, iMovies ebenso wie von Filmtrailern und Musikvideos, die im iTunes Music Store erworben werden können, bequem aus der Distanz steuern zu können. Der neue iMac G5, ab 1.349 Euro inkl. MwSt. erhältlich, ist durch das überarbeitete Design noch schmäler als sein Vorgänger. Auch im Oktober gibt es neue Power Mac G5-Modelle. Das Topmodell, der Power Mac G5 Quad, verfügt über zwei 2,5 GHz Dual-Core PowerPC G5 Prozessoren mit insgesamt vier Recheneinheiten.

 

Am 26. November 2005 ist es soweit. Die Data Quest Filiale am Bahnhofplatz 1 in Zürich öffnete um 09.00 Uhr ihre Tore. Auf über 300 m2 präsentiert das Apple Center alles rund um den Mac und den iPod. Mit Elan und grosser Motivation empfingen die Data Quest Mitarbeiter die vielen Besucher. Bis spät in die Nacht habe man alles noch auf Vordermann gebracht, verraten René Schneider und Angelo Müller, Geschäftleitungsmitglieder von Data Quest. Roger Brustio, Geschäftsführer von Apple Schweiz freut sich über die neue Filiale sehr.

 

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