Das Schweizer Mac Jahr 2004

Zur MacWorld Expo San Francisco im Januar überrascht Apple mit dem iPod mini. Der iPod mini hat ein sehr kleines und leichtes Gehäuse aus eloxiertem Aluminium und ist in fünf verschieden Farben erhältlich: Silber, Gold, Pink, Blau und Grün. Die Steuerung erfolgt über das neue berührungsempfindliche ‚Click Wheel‘, das eine komfortable Einhandbedienung ermöglicht. Der iPod mini verfügt über die gleiche Benutzeroberfläche wie sein grosser Bruder. Der iPod mini kostet CHF 399.–. Die Geräte sollen ab April verfügbar sein.

 

In der bisherigen iPod-Produktpalette wird das Einstiegsmodell bei gleichbleibendem Preis von CHF 479.- inkl. MwSt. mit einer grösseren Speicherkapazität (15 GB anstatt 10 GB) aufgewertet.

 

iLife 04 besteht aus neuen Versionen von iPhoto, iMovie, iDVD sowie der bereits verfügbaren iTunes-Version 4.2 und wird durch die neuentwickelte Musikanwendung GarageBand ergänzt, die jeden Mac in ein qualitativ hochwertiges Musikinstrument und Aufnahmestudio für Musiker verwandelt. ILife 04 kostet CHF 69.–. Bei alle neugekauften Macs ist es im Lieferumfang dabei.

 

Der Erfolg der aktuellen Mac OS X Version 10.3 Panther hat die Zahl der aktiven Anwender des Betriebssystems auf über 9 Millionen anwachsen lassen, wie Apple anlässlich der Eröffnung zur MacWorld Expo in San Francisco bekanntgab. Das Unternehmen erwartet, dass die 10-Millionen-Grenze noch in diesem Quartal überschritten wird. Aktuell sind mehr als 10’000 native Applikationen für die Mac OS X-Plattform verfügbar.

 

Wie bereits in diversen Tages-Zeitungen zu lesen war, legen NZZ, Tages-Anzeiger und Ringier die Informatikbeschaffung zusammen. Man hat sich entschieden, künftig nicht mehr auf Macs zu setzen. In einem Bericht der NZZ Online werden vorallem finanzielle Gründe angegeben, die zum Entscheid geführt haben sollen. Auch geht die Meinung umher, dass sich Apple zu stark für den Lifestyle-Bereich (iPod, iLife, etc.) einsetzt und den Pro-Bereich vernachlässige.

 

Ab März können Schweizer Anwender endlich auch Abzüge und gebundene Fotobücher in höchster Qualität direkt aus iPhoto heraus online bestellen. Was schon seit längerem in den USA machbar ist, kommt nun auch nach Europa.

 

Apple hat den Zeitpunkt für die weltweite Auslieferung des iPod mini auf Juli verlegt, wie das Unternehmen im März 2004 informiert. Die erheblich höhere Nachfrage in den USA übertrifft bei weitem die bis Ende Juni gesamt vorgesehenen Stückzahlen. Apple erwartet die Produktion des iPod mini soweit steigern zu können, dass die weltweite Nachfrage ab Juli befriedigt werden kann. Der iPod mini ist bei den amerikanischen Kunden ein Riesenerfolg und wir sind uns sicher, dass es überall auf der Welt genauso sein wird, sobald wir zum Juli-Quartal unsere Produktion hochgefahren haben, erklärt Tim Cook, Senior Executive Vice President Worldwide Sales and Operations von Apple.

 

Apple stell anfangs April schnellere und günstigere eMac vor. Mit 1,25 GHz schnellen PowerPC G4-Prozessoren, 333 MHz DDR Speicher, leistungsfähiger Radeon-Grafikkarte und USB-2.0-Schnittstellen ausgestattet, bietet die aktuelle eMac-Modellreihe jetzt noch mehr Leistung zu günstigeren Preisen. Sie sind ab CHF 1’199.– erhältlich.

 

Apple feiert am 28. April 2004 den ersten Geburtstag des iTunes Music Store, der durch die neue vorgestellte Software iTunes 4.5 erweiterte Funktionen erhält. Bis jetzt ist nicht klar, wenn der Music Store nach Europa kommt.

Im April stellt Apple neue PowerBook G4-Modelle mit Prozessorleistungen von 1.33 bis 1.5 GHz vor. Mit attraktiven Preisen ab CHF 2’499.– werden sie für ein grösseres Zielpublikum attraktiv. Gleichzeitig werden auch die G4-iBooks erneuert und ab CHF 1’699.– angeboten.

Im Mai anlässlich der WWDC gibt Apple bekannt, dass die nächste Betriebssystemversion 10.4 Tiger heissen wird. Es soll im 2005 auf den Markt kommen.

Apple erneuert im Juni 2004 seine Linie der professionellen Desktop-Rechner Power Mac G5. Jeder neue Power Mac G5 ist mit zwei 64-Bit PowerPC G5-Prozessoren ausgestattet. Das Topmodell für CHF 4’599.00 besitzt zwei 2.5 GHz Prozessoren mit jeweils 1.25 GHz schnellem Frontside Bus und eine hochentwickelte Flüssigkühlung. Das Einstiegsmodell hat zwei 1.8 GHz Prozessoren, die mittlere Konfiguration ist mit zwei 2.0 GHz Prozessoren ausgestattet.

Am 15. Juni 2004 startet der iTunes Music Store in Europa. Leider gibt es diesen erst in Deutschland, Frankreich und England. Für Oktober diesen Jahres ist eine Version des iTunes Music Stores für weitere Länder der EU geplant. Ob die Schweiz auch dazu gehört, gibt Apple derzeit noch nicht bekannt.

Apple hat im Juli mit dem neuen iPod die vierte Generation des weltweit erfolgreichsten portablen Digital Music Player vorgestellt. Er verfügt über das zum Patent angemeldete Click Wheel, das ein berührungsempfindliches Scrollrad mit fünf Tasten kombiniert, um den iPod bequem mit einer Hand zu steuern. Der neue iPod hat eine Batterielaufzeit von 12 Stunden. Im Hauptmenü findet sich jetzt der Zufallsmodus Shuffle Songs, mit dem sich die eigene Musiksammlung auf neue Weise erleben lässt. Alle iPods arbeiten perfekt mit der digitalen Jukebox iTunes von Apple zusammen, die kostenlos für Mac und Windows-Computer erhältlich ist. Der beste Digital Music Player ist noch besser geworden, sagt Steve Jobs, CEO von Apple. Die vierte Generation besitzt jetzt das Click Wheel für die perfekte Einhandbedienung, 12 Stunden Batterielaufzeit und den neuen Zufallmodus im Hauptmenü. Die neuen 20 GB und 40 GB iPods sind ab sofort für CHF 459.- bzw. CHF 599.- erhältlich, was eine Preisreduktion von CHF 170.–, respektive CHF 180.– gegenüber den beiden 20GB und 40GB Vorgängermodellen bedeutet.

Weiter verkündet Apple, dass Musikfans bislang über 100 Millionen Songs aus dem iTunes Music Store gekauft und heruntergeladen haben. Die Schweizer konnten dabei bis jetzt nicht mithelfen…

Phil Schiller hat auf der AppleExpo 2004 in Paris den neuen G5 iMac vorgestellt. Er besitzt einen G5-Prozessor und ein schlankes Design, das den ganzen Computer in einen Flachbildschirm integriert. Der iMac G5 verpackt ein komplettes Computer-System in einen rund 5 Zentimeter dünnen Rahmen – laut Apple der schmalste Computer der Welt. Mit dem neuen Design hat Apple die Computerwelt erneut überrascht und für grosses Staunen gesorgt. Der G5-iMac ist als 17 oder 20-Variante erhältlich. Das Einstiegsmodell kostet CHF 1’949.– und verfügt über einen 1.6 GHz-Prozessor; im Profi-Modell arbeitet ein 1.8 GHz-Prozessor.

Apple nutzt den Oktober, um die iPods zu erneuern. Apple hat den iPod Photo vorgestellt, das neueste Mitglied der iPod Familie, mit dem sich das eigene Musik- und Fotoarchiv überallhin mitnehmen lässt. Der iPod Photo speichert neben der Musiksammlung bis zu 25’000 digitale Fotos, die über sein brillantes hochauflösendes Farbdisplay wiedergegeben werden. Das gesamte Fotoarchiv lässt sich nahezu verzögerungsfrei per Click Wheel durchblättern. Musik und Fotos lassen sich auf dem iPod Photo zu faszinierenden Diashows kombinieren, die durch die TV-Out-Schnittstelle über ein Fernsehgerät oder einen Beamer präsentiert werden können. Mit Speicherkapazitäten von 40GB bzw. 60GB speichert der iPod Photo bis zu 10’000 bzw. 15.000 Songs. Apple hat die Special-Edition U2 iPod als Teil einer Partnerschaft zwischen Apple, U2 und der Universal Music Group (UMG) vorgestellt. Die Zusammenarbeit hat zum Ziel, gemeinsam innovative Produkte für die Ära der digitalen Musik zu kreieren. Der neue U2 iPod bietet Platz für bis zu 5’000 Lieder; die Gehäusefarbe ist im satten Schwarz gehalten, das Click-Wheel kontrastreich ganz in kräftigem Rot. Auf der Rückseite sind die Unterschriften aller U2-Bandmitglieder eingraviert. Der neue 20 GB Special Edition U2 iPod wird ab Ende November für CHF 529.- erhältlich sein.

Im Oktober präsentiert Apple neue iTunes Music Stores Mit dabei sind: Austria, Belgium, Finland, Greece, Italy, Luxembourg, Netherlands, Portugal und Spain. Lieder fehlt die Schweiz weiterhin.

Apple eröffnet am 20. November 2004, den ersten europäischen Retail Store in der Regent Street im Londoner West End.

 

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