Das Schweizer Mac Jahr 2003

Apple startet auch das Jahr 2003 mit einem Produktefeuerwerk. Das Hauptaugenmerk legt Apple diesmal auf die portablen Profi-Geräte. Anlässlich der Eröffnungsrede zur MacWorld Expo San Francisco stellt Apple das PowerBook-Flagschiff vor. Mit 17-Zoll-Bildschirmgrösse ist es das grösste jemals vorgestellte Notebook von Apple. Umhüllt von einem Aluminium-Gehäuse ist das neue PowerBook G4 lediglich 2.6 cm dick und 3.1 kg schwer. Es verfügt über die neue FireWire 800-Schnittstelle und ist mit einer beleuchteten Tastatur mit Umgebungslichtsensoren ausgestattet. Für die drahtlose Kommunikation ist Bluetooth sowie der neue Wireless-Standard 802.11g mit an Bord. Das neue 17-Zoll-PowerBook bietet Apple für CHF 5’399.– an.

Als one more – small – thing kündigt Apple das PowerBook im Miniformat vor. Ebenfalls in einem Aluminium-Gehäuse und mit 12-Zoll-Bildschirm präsentiert sich die Mini-Ausgabe des Apple Notebooks. Das 12-Zoll-PowerBook ist bereits ab CHF 2’999.– erhältlich.

Passend zu den neuen, mobilen Geräte stellt Apple AirPort Extreme vor. Es basiert auf dem neuen 802.11g-Standard und lässt ein noch schnelleres, drahtloses Surfen zu. Mit der neuen Basisstationen und einer Airport Extreme-Karte sind Datendurchsätze von bis zu 54 MBit/Sek möglich.

Um unabhäniger zu sein, hat sich Apple zu einem bedeutenden Schritt entschieden. Mit Safari stellt Apple einen eigenen Browser vor und betitelt ihn als schnellsten und am einfachsten zu handhabenden Webbrowser. Bewusst hebt Apple die Vorteile gegenüber dem Internet Explorer von Microsoft hervor. Ein Public Beta stellt Apple per sofort zur Verfügung.

Die iApps werden vereint. Apple hat sich entschieden, die Software-Lösungen iTunes, iPhoto, iMovie und iDVD zu bündeln und bietet das Paket nun unter dem Namen iLife an. iLife bedeutet für den digitalen Lebensstil das, was Microsoft Office für die Büro-Produktivität tut – alle Anwendungen, die man braucht, sind in einer Box und alle arbeiten zusammen, meint Steve Jobs, CEO von Apple. Das Software-Paket wird für CHF 79.– angeboten. iLife soll im Lieferung jedes neuen Macs dabei sein. Die neuen Versionen iPhoto 2 und iMovie 3 werden vorerst noch kostenlos zum Download zur Verfügung gestellt.

Mit Keynote stellt Apple ein Programm vor, mit dem es möglich ist, selbst Keynote-Präsentation zu erstellen. Logischerweise macht es PowerPoint Konkurrenz. Es ist für CHF 169.– zu haben.

Ende Januar stellt Apple erneuerte Power Macs vor. Mit bis zu 1.42 GHz wird die Prozessor-Leistung erhöht. Weiter verfügen die neuen Geräte – wie die PowerBooks – über FireWire 800 und den neuen Airport-Standard. Die neuen Geräte werden auch im Preis gesenkt, das Einsteigermodell ist bereits ab CHF 2’399.– erhältlich.

Im Februar stellt Apple die Frühjahrskollektion des iMac vor. Das Design entspricht weiterhin dem anfangs 2002 vorgestellten Modell. Die Geräte erhalten jedoch mehr Prozessor-Leistung und werden im Preis gesenkt. Auch nimmt Apple die Preise für die eMacs zurück.

Im April gibt Apple den mobilen Geräten mehr Saft. Die iBooks erhalten bessere Prozessoren. Das 12-Zoll-PowerBook erhält neu ein SuperDrive.

Mit Paukenschlag und Trompeten verkündet Apple Ende April 2003 die Einführung des iTunes Music Store. Leider nur in den USA hat man die Möglichkeit, ab sofort Musik für 99 Cents direkt in iTunes zu erwerben. Bedeutende Labels wie BMG, EMI, Sony Music, Universal und Warner bietet ihre Musik nun auch auch online bei Apple an. Der iTunes Store bietet seinen Kunden weitgehende persönliche Nutzungsrechte an: Die gekauften Musikstücke dürfen für den persönlichen Gebrauch auf einer unbegrenzte Zahl von CDs gebrannt werden. Die Songs können auf beliebig vielen iPod Musikplayern und auf bis zu drei Macintosh Computern abgespielt und mit diversen Programmen – darunter iPhoto, iMovie und iDVD – genutzt werden. Die für den Music Store notwendige neue iTunes-Version mit der Nummer 4 wird zum Download bereitgestellt. Viele Schweizer Mac-Anwender sind neidisch auf die Amerikaner und hoffen, auch bald Musikstücke einkaufen zu können.

Passend zum neuen Music Store präsentiert Apple neue iPod-Modelle und läutet somit die dritte Generation ein. Im neuen, ultraflachen Design ist der iPod leichter und dünner als zwei CD-Hüllen. Die Steuerung erfolgt über das – neuerdings ohne jegliche bewegliche Teile konzipierte – Scrollrad sowie separate Tasten. Erstmals wird eine Docking-Station vorgestellt, mit der der Anschluss an den Mac noch komfortabler ist. Die ab Mitte Mai erhältlichen Modelle kosten in der 10GB-Version CHF 499.–, in der 15 GB-Version 649.– und in einer 30 GB-Version CHF 799.–.

Zum Sommerbeginn stellt Apple mit dem Power Mac G5 den schnellsten Personal Computer vor. Er ist zugleich der erste, der mit einem 64-Bit Desktop-Prozessor und einem 1 GHz Front-Side Bus arbeitet. Der von IBM und Apple entwickelte PowerPC G5 Prozessor ist der erste, der 64-Bit-Rechenleistung und einen Speicherausbau auf bis zu 8 GB ermöglicht. Mit an Bord sind zwei 2.0 GHz PowerPC G5-Prozessoren. In der Einstiegsversion kostet der G5-Mac CHF 2’999.–, er verfügt aber nur über einen 1.6 GHz-Prozessor. Zwei 2.0 GHz-Prozessoren gibt es erst ab CHF 4’499.–.

Mit iChat AV und der iSight ist es möglich, neu ganz einfach am Mac Videokonferenzen zu führen. iChat AV wird Bestandteil von Mac OS X Panther sein. Eine Beta-Version zum ausprobieren bietet Apple zum Download an. Die iSight kostet CHF 229.–.

Safari gibt es ab Juni 2003 in der Version 1.0. Apple hat die Beta-Phase erfolgreich abgeschlossen. Über 5 Millionen Mal wurde die Beta-Version heruntergeladen. Eine Erfolgsmeldung gibt es auch für den Music Store; hier wurden über 5 Millionen Musikstücke verkauft.

Den September nutzt Apple, um nochmals neue iPod-Modelle vorzustellen. Ab sofort gibt es ein 20GB- und ein 40 GB-Modell. Das bisherige 10GB-Modell kostet noch CHF 479.–, das 20 GB-Modell 629.– und da 40 GB-Modell CHF 779.–.

Zu den anfangs Jahr vorgestellten 12- und 17-Zoll-PowerBook-Modellen gesellt sich nun auch ein neues 15-Zoll-Modell hinzu. Ab sofort sind alle Geräte in neuen Aluminium-Design verfügbar.

Der Media Markt Dietlikon zieht in eine neues Gebäude und verkauft seine Produkte neue auf einer viel grösseren Fläche. Diese bietet Platz, um neu auch Apple Produkte zu verkaufen.

Ab dem 24. Oktober 2003 liefert Apple Mac OS X 10.3 Panther aus. Viele Schweizer Händler veranstalten sogenannten Panther Days- und Nights, damit die Anwender schnellstmöglich die neue Apple Betriebssystem-Version erwerben können. Wichtige Neuerungen sind Exposé, Fast User Switching, iChat AV, eine bessere Vorschau, ein neues Adressbuch, eine vollintegrierte iDisk, ein verbessertes Mail-Programm sowie die neusten Versionen von iSync, iCal, iPhoto, iMovie, iTunes und Safari. Der Schweizer Preis liegt bei CHF 199.–.

Im Herbst erhält das iBook einen G4-Prozessor, Panther ist vorinstalliert und es ist weiterhin bereits ab CHF 1’699.– erhältlich. Der eMac wird weiter im Preis gesenkt und kostet nur noch CHF 1’299.–.

Zu den bestehenden iMac-Modell mit 15- und 17-Zoll-Birmschirm gesellt sich im November 2003 ein 20-Modell hinzu.

 

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