Das Schweizer Mac Jahr 2002

Das Jahr 2002 startet Apple anlässlich der MacWorld Expo mit der Lancierung eines neuen iMacs in einem bahnbrechenden Design. Der iMac wurde von Grund auf neu gestaltet. Der neue 15-Zoll LCD-Flachbildschirm steht auf einem Halbei und ist in jede Position justierbar. Zudem ist der neue iMac mit einem PowerPC G4-Prozessor mit einer Taktfrequenz von 700 bis 800 MHz ausgestattet. Im Spitzenmodell ist ein SuperDrive mit an Bord. Das Einsteigermodell kostet CHF 2’449.–; das Profimodell ist für CHF 3’399.– zu haben. Bei den Top-Modellen sind Apple Pro Speaker im Lieferumfang mit dabei. Mit den 2 FireWire und den 5 USB-Anschlüssen ist der iMac bestens gerüstet für den Anschluss von MP3-Player, Digitalkamera oder Camcorder. Gemäss Apple bleiben die bisherigen iMacs vorerst noch in der aktuellen Produktepallette. Mehr Eindrücke zum neuen iMac gibts im dazugehörigen TV-Spot.

Das iBook wird erweitert und steht ab sofort auch in einer 14-Zoll-Variante zur Verfügung. Im iBook arbeitet aber weiterhin noch ein G3-Prozessor.

Nachdem iTunes, iMovie und iDVD schon einige Zeit auf dem Markt sind, präsentiert Apple zur MacWorld Expo San Francisco die brandneue Software iPhoto. Ab sofort ist es möglich, auf einfachste Weise Bilder ab Digitalkamera auf den Mac zu laden und diese zu sortieren, verwalten oder auch zu bearbeiten. iPhoto steht zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Anlässlich der MacWorld Expo erklärt Apple zudem Mac OS X zum Standardbetriebssytem. Alle Macs werden ab sofort mit Mac OS X 10.1.2 ausgeliefert und starten auch mit diesem auf. Optional ist Mac OS 9 weiterhin verfügbar, um Classic-Programme ausführen zu können.

Apple informiert, dass in den USA 27 Apple Retail Stores eröffnet werden.

Im Februar stellt Apple neue Versionen des PowerMac G4 vor. Neu arbeiten zwei 1 GHz-Prozessoren in der neuen Power-Maschine von Apple. Das High-End-Modell kostet CHF 5’499.–. Die Basis-Modelle wurden ebenfalls überarbeitet und werden in 800 MHz und 933 MHz-Versionen angeboten. Beim Einsteigermodell ist ab sofort das SuperDrive standardmässig mit dabei.

Im März verkündet Apple, dass bereits 1 Million Downloads von iPhoto erfolgt sind.

Noch im selben Monat wird ein neues iPod-Modell mit 10 GB-Speicherkapazität vorgestellt. Der Preis liegt bei CHF 959.–. Das bisherige Modell wird nicht im Preis gesenkt sondern weiterhin für CHF 749.– angeboten. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, die Adressen aus dem Adressbuch auf den iPod zu laden.

Ende April stellt Apple den eMac für die Schule vor. Da der anfangs Jahr vorgestellte iMac das Budget von Bildungseinrichtungen sprengen könnte, möchte Apple mit dem eMac speziell den Bildungssektor ansprechen. Für CHF 1’899.– gibt es einen G4-Mac mit 17-CRT-Display, der optimal ins Klassenzimmer passt. Apple informiert, dass der eMac nur von Bildungseinrichtungen und Schülern erworben werden kann.

Ebenfalls im April erneuert Apple das PowerBook Titanium. Erstmals verfügen die mobilen Rechner über einen DVI-Anschluss. Die Geräte sind aber immer noch relativ teuer. Das Einsteigermodell kostet CHF 4’699.–.

Anlässlich der WWDC im Mai gibt Apple einen Ausblick auf Mac OS X Jaguar. Diese komplett überarbeitete Version des Apple Betriebssystems soll im Spätsommer 2002 verfügbar sein. Unter anderem soll iChat und Rendevous, sowie das Adressbuch Bestandteil von Jaguar werden. An der WWDC wird iChat erstmals gezeigt. Die neue Instant Messaging-Software stöst auf grosses Interesse und erfreut die Mac-Gemeinde. iChat wurde zusammen mit AOL entwickelt. AOL zählt weltweit über 150 Millionen Nutzer. iChat kann ganz einfach mit der .mac-Adresse oder mit einem AOL-Account genutzt werden.
Für die Server-Kunden stellt Apple Xserve vor. Vollkommen auf die Mac OS X-Server-Software abgestimmt, ist Xserve ideal für den Einsatz im Unternehmens- und Bildungsbereich.

Im Juni verkündet Apple, dass der eMac nun von jedermann erworben werden kann. Noch im April hat Apple bekanntgegeben, dass der eMac nur für den Bildungsbereich geschaffen worden sei. Da sich jedoch zahlreiche Privatnutzer mit Bestellanfragen an Apple wandten, hätte man sich dazu entschieden, den eMac jedermann zur Verfügung zu stellen.

Im Juli gibt Apple bekannt, dass Mac OS X 10.2 Jaguar ab dem 24. August 2002 für CHF 249.– erhältich sein würde. Neu wird auch Bluetooth unterstützt und die Syncronisation mit Peripheriegeräten kann neu über die Software iSync erfolgen. Mit iCal ist der Mac zudem mit einer Kalendersoftware ausgestattet.

Die Einführung einer neuen iPod-Familie sowie eine drastische Preissenkung bei den bisherigen Modellen verkündet Apple anlässlich der MacWorld Expo New York. Ab sofort gibt es eine 5, 10 und 20 GB-Version. Das 5GB-Modell wird von CHF 749.– auf CHF 549.– gesenkt; das 10 GB-Modell von CHF 959.– auf CHF 699.–. Das 20 GB-Modell kostet CHF 849.–. Die beiden grösseren Modelle verfügen neu über ein elektronisches Touchwheel anstelle des mechanischen Srollrades. Die neue iPod-Familie ist erstmals auch für Windows-User nutzbar. Mac-Anwender können den iPod dank iTunes 3 mit Musik beladen. Windows-Anwender müssen auf die Software Musicmatch Jukebox Plus ausweichen.

Ebenfalls anlässlich der  MacWorld Expo schenkt Apple dem altbewährten iMac einen Bruder mit 17-Breitbild-Display. Die bestehenden Modelle werden im Preis um bis zu 14 % gesenkt.

Zur MacWorld Expo NY begräbt Apple endgültig die bisherigen iTools und stellt die revolutionäre Software .Mac vor. .Mac umfasst neu eine individuelle .Mac-E-Mail-Adresse, eine iDisk mit 100 MB Speicherplatz und die Möglichkeit, äusserst einfach eine Homepage zu erstellen, und diese unter der .Mac-URL zu veröffentlichen. .Mac ist keine Gratis Software sondern kostet 99 US-Dollar im Jahr.

Im August stellt Apple die neuen Power Mac G4-Serie vor. Die ultimativen Arbeitsmaschinen für den professionellen Anwender sind ab sofort alle mit jeweils zwei Prozessoren ausgerüstet und bieten Taktraten von bis zu zweimal 1.25 GHz. Für schnelle Grafikbeschleunigungen sorgt die erstmals eingesetzte ATI Radeon 9000 Pro Grafikkarte und die Festplattenkapazität ist mit bis zu knapp einem halben Terabyte nahezu unbegrenzt. Ausgeliefert werden die neuen Geräte direkt mit Mac OS X 10.2.

Weiter nutzt Apple den Monat August, um die eMac-Modelle zu erneuern und die iMac-Modelle im Preis zu senken.

Zur Apple Expo Paris gibt Apple bekannt, dass ab dem Jahr 2003 alle Macs nur noch mit Mac OS X starten werden. Aktuell ist es noch möglich, die Geräte mit Mac OS 9 zu starten, obwohl die Geräte mit Mac OS X als Standardbetriebssystem ausgeliefert werden.

Kurz vor Weihnachten wird das iBook noch attraktiver. Bereits für CHF 1’699.– ermöglicht Apple mit der Preisenkung fürs 12-Modell den Einsteig ins mobile Computing. Mit neuen PowerBook G4-Titanium-Modellen und bis zu 1 GHz Prozessorleistung wird das SuperDrive noch weiter etabliert. Immer noch relativ kostspielig ist das 867-MHz-Modell mit DVD/CD-RW und das 1 GHz-Modell mit SuperDrive für CHF 3’899.- bzw. CHF 5’099.–.

 

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