Das Schweizer Mac Jahr 2000

Anlässlich der MacWorld Expo San Francisco im Jahr 2000 präsentierte Apple die Benutzeroberfläche Aqua des neuen Betriebssystem Mac OS X. Ebenfalls stellte Apple den fortschrittlichen Betriebssystem-Kernel Darwin vor. Apple verkündete, dass in den nächsten zwölf Monaten Mac OS X die damalige Generation der Macintosh Betriebssysteme völlig ersetzen werde. Eine erste Beta war für das kommende Frühjahr geplant, das definitive Mac OS X sollte ab Sommer 2000 erhältlich und ab Anfang 2001 auf allen Macs vorintalliert sein.

Zur MacWorld Expo führte Apple zudem iTools ein. iTools war der Vorläufer von .Mac und und dem jetzigen MobileMe. Ab sofort war es möglich, eine eigene .Mac-Email-Adresse zu bekommen. Die iDisk, die man heute noch kennt, bot 20 MByte Platz, um Daten zu speichern oder mit anderen zu teilen. Mit Homepage konnte man via Internet relativ einfach eine eigene Homepage entwerfen und veröffentlichen. Zudem hatte man dank iCards die Möglichkeit, individuelle Grusskarten zu verschicken.

Ab sofort war Steve Jobs der neue Apple CEO! Zum Schluss der MacWorld-Expo-Rede gab Steve Jobs bekannt, dass er nun definitiv seinen Interims-Titel aufgeben und offiziell als CEO von Apple Computer Inc. agieren werde.

Im Februar gabs neue PowerBook G3-Modelle. Das Einsteigermodell kostete CHF 4’799.–, verfügte aber bereits über ein 400 MHz-Prozessor, 64 MB RAM und eine 6 Giga-Festplatte. Ebenfalls überarbeite Apple die iBook-Modelle. Auch diese Geräte verfügten über 64 MB RAM und eine 6 GB-Harddisk. Die neuen iBooks wurden mit einem 300 MHz-Prozessor bestückt und kosteten CHF 2’749.–, eine Special Edition mit 366 MHz gabs für CHF 3’049.–. DVD war in den iBooks noch nicht verfügbar. Auch die G4-Modelle wurden in der Leistung verbessert und in der Profi-Variante gabs 500 MHz, DVD-ROM und ein ZIP-Laufwerk.

Im April veröffentlichte Microsoft den Internet-Explorer 5.0

Anstatt eine Beta-Version zu veröffentlichen, gab es zur WWDC im Mai die vierte Entwicklerversion von Mac OS X. Apple informierte zudem, dass die finale Version von Mac OS X erst im Januar 2001 auf den Markt kommen werde.

Um die auf Mac OS X wartende Mac-Gemeinde bei Laune zu halten, präsentierte Apple im Juli eine neue iMac Kollektion mit neuen Farben. Bei allen iMac-Modellen gehörte eine optische Maus und eine verbesserte Tastatur zum Lieferumfang. Die neue iMac-Familie wurde mit schnellen G3-Prozessoren mit bis zu 500 MHz und grösseren Festplatten mit bis zu 30 GB Speicherplatz bestückt. Die iMac DV-Modelle wurden mit iMovie 2 ausgeliefert. Das Einsteigermodell in der Farbe Indigo war neu für CHF 1’449.– erhältlich. Die grösseren Brüder iMac DV, iMac DV+ und DV Special Edition wurden standardmässig mit DVD-ROM ausgeliefert. Alle DV-Modelle unterstützten zudem Airport.

Weiter nutzte Apple den Monat Juli dazu, um der Mac-Gemeinde den Power Mac G4 Cube vorzustellen. Apple bezeichnete das Ding als völlig neue Klasse von Computer, die das Leistungsvermögen eines Power Macintosh G4 in einem rund 20 Zentimeter kleinen Designer-Würfel bieten würde. Der Apple-Würfel beherbergte einen 450 MHz-Prozessor, 64 MB RAM und 20 GB Festplattenspeicher. Ganz speziell war das vertikale Einzugs-DVD-Laufwerk. Nebst Tastatur und Maus waren beim G4 Cube auch ein Paar Harman/Kardon Lautsprecher mit dabei. Zu kaufen gab es den Cube für CHF 3’249.–.

Den Power Mac G4-Modellen verpasste Apple im Juli 2000 neu zwei Prozessoren mit Velocity Engine, die bis zu 7 Milliarden Rechenoptionen pro Sekunde leisteten.

Am 13. September 2000 präsentierte Apple Mac OS X Public Beta und bezeichnete diese Version als Vorab-Version des Apple Betriebssystems der nächsten Generation. Für CHF 59.– konnte man die Public Beta-Version im Apple Online Store erwerben. Ziel von Apple war es, dass die Apple-Anwender, die Software auf ihrem Mac installieren und anschliessend Apple Feedback geben würden. Zudem verriet Apple, dass Mac OS X Version 1.0 anfangs 2001 auf den Markt kommen würde.

Des Weiteren wurde im September zur Apple Expo in Paris ein neues iBook vorgestellt. Das iBook war bereits ein absoluter Volltreffer bei Privatkunden, Studenten und Lehrern, und mit der neu hinzugekommenn Möglichkeit der Bearbeitung digitaler Videodaten mit FireWire und iMovie 2 wird das iBook noch besser, sagte Steve Jobs, CEO von Apple. Jetzt kann sich jeder sein eigenes tragbares Filmstudio für CHF 2’899.– zulegen. Das Einsteigermodell gibt es neu in der Farbe Indigo, die DV-Version gabs in Graphite und ausschliesslich über den Apple Online Store verkaufte Apple beide Modelle in der Modefarbe Key Lime.

Am 1. September 2000 übernahm der deutsche Verlag MacUP die Schweizer Macintosh-Zeitschrift Macintouch. Der Titel Macintouch sollte jedoch in der Schweiz erhalten bleiben, der Standort Wallisellen werde für Redaktion und Anzeigenverkauf sogar ausgebaut, wurde damals verkündet. Die Leser von Macintouch sollen dank der Anbindung an einen der erfahrendsten Verlage der Macintosh-Presse profitieren können.

Anfangs Oktober startete Apple mit dem Schweizer Online Store Education, welcher für Studierende, Lehrer und Dozierende die Apple-Produkte vergünstigt anbietet.

Das Geschäftsjahr 2000 schloss Apple mit 786 Millionen US-Dollar Profit ab – das war ein deutliches Plus von 30% gegenüber dem Vorjahr.

Mitte Oktober wurde Office:mac 2001 lanciert, welches das bisherige Office ’98 ablöste. Das Dokumentformat war so gestaltet, dass die Software einwandfrei alle Dokumente mit Office 2000 für Windows lesen und austauschen konnte.

Neben Manor und Post wurde im November 2001 auch die Migros ein Retailer. Am 24. November 2000 feierte der Migros Dreispitz sein einjähriges Bestehen und führte anlässlich dieses Termins ebenfalls die Apple-Produkte ein. Auf ca. 40 m2 präsentierten sich dann iMacs und iBooks sowie diverse Peripherie und Software. Am 8. Dezember 2000 nahm der M-Park Genf La Praille die iMacs ins Sortiment auf. Weiter wurde die Einführung eines Shop-in-Shop im M-Parc Regensdorf, in der Migros City und im Fachmarkt Rapperswil SG kommunziert.

 

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