Das iPhone 6s plus im Praxistest

Die MacWeb.ch-Redaktion hat die Möglichkeit ein neues iPhone 6s plus unter die Lupe zu nehmen.

Äusserlich hat sich gegenüber dem bisherigen iPhone 6 nichts Wesentliches verändert. Die Form wurde mehr oder weniger 1:1 vom Vorgängermodell übernommen. Einzig die Grösse und das Gewicht der neuen Modelle wurden minim nach oben korrigiert; die Masskorrekturen bewegen sich jedoch im Zehntel-Milimeter-Bereich. Bei den verwendeten Materialen hat Apple markantere Änderungen vorgenommen. Die neuen iPhones sind aus stabilstem Glas hergestellt, das es für Smartphones gibt. Das gleiche Glas verwendet Apple bei der AppleWatch Sport. Das Gehäuse besteht aus einer 7000er Aluminium-Legierung. Farblich hat hat sich jedoch einiges getan. Nebst den bisherigen Farben Gold, Silber und Space Grau präsentiert sich das iPhone 6s bzw. sein grosser Bruder iPhone 6s plus auch in einem äusserst chicen Roségold; Apple hat hier eine wunderschöne Farbwahl getroffen.

Sämtliche (äussere) Tasten befinden sich noch am gleichen Ort; hier hat Apple keine Anpassungen vorgenommen. Der Touch-ID-Knopf wurde jedoch überarbeitet; gemäss Apple soll er die Fingerabdrücke jetzt noch besser und schneller erkennen, was auch der Alltagstest bewies.

Bei den Innereien hat Apple kräftig aufgerüstet. Zum Einsatz kommt ein A9-Prozessor, ein 64-Bit Chip aus dem Hause Apple. Der A9 Chip bietet gemäss Apple 70 Prozent schnellere CPU- und 90 Prozent höhere GPU-Leistung als das Vorgängermodelle. Zudem soll der neue Chip die Batterie besser schonen. Im Praxistest ist die neue Leistung merklich spürbar.

Absolut cool ist die neue 3D-Touch-Funktion, welche als die Haupt-Neuheit des iPhone 6s bezeichnet werden kann. Das Retina-Display ist mit speziellen Sensoren ausgestattet. Das Display reagiert neu auf die Druckstärke. Die Sensoren messen dabei den Abstand zwischen Glasabdeckung und Hintergrundbeleuchtung. Durch den stärkeren Druck erscheint ein Kontext-Menü. Diese Funktion steht bei den Apple eigenen Apps wie beispielsweise Kamera, Mail, Nachrichten, Safari oder Maps zur Verfügung. Klick man beispielsweise ein bisschen fester auf das Kamera-Icon erscheinen – ohne dass dabei die App komplett geöffnet wird – vier Auswahlmöglichkeiten. So ist es beispielsweise mit einem Klick möglich, ein Selfie zu schiessen oder mit der Videoaufnahme zu starten. Dank 3D-Touch und der Karten-App kann am sich mit einem Klick beziehungsweise mit dem stärkeren Druck sofort den aktuellen Standort anzeigen oder den Weg nach Hause zeigen lassen. Ohne die Mail-App zu öffnen ist es neu auch möglich, durch die erhaltenen Mails zu surfen, ohne sie effektiv zu öffnen. Ein neues SMS kann mit einem Druck erstellt werden. Selbstverständlich ist es auch für Dritthersteller möglich, die 3D-Touch funktion zu nutzen. Diverse App sind bereits für 3D-Touch angepasst worden oder werden in Kürze erweitert. Darunter fallen beispielsweise Instagram, Dropbox oder Facebook.

Auch an der Kamera und der damit zusammenhängenden Kamera-App hat Apple weiter getüftelt. So sind mit dem neuen iPhone noch bessere Fotos mit einer Auflösung von bis zu 12 Mega-Pixel möglich. Absolut Spass macht die neue Live Photos-Funktion. Dabei werden unmittelbar die Momente vor und nachdem das Foto geknippst wurde, eingefangen. Die Fotos werden somit ein ganz wenig lebendig. Auch in der Live Photos-Funktion werden die Fotos in der 12-Mega-Pixel-Qualität geschossen. Im Bereich Video ist die neue Kamera in der Lage, Filme in 4K-Ausführung aufzunehmen. Auf der Vorderseite des neuen iPhones arbeitet eine 5 MegaPixel-FaceTime-Kamera. Die Qualität ist im Test gegenüber dem Vorgängermodell merklich spürbar; auch Video-Chats können in noch höherer Qualität stattfinden.

Dank iOS 9 nutzt das neue iPhone natürlich auch sämtliche übrigen Funktionen, welche Apple mit dem Software-Update eingeführt hat. Nebst diversen kleineren Neuerungen, stechen vorallem die neuen Funktionen der Notizen-App hervor. Bis anhin konnte man nur Textnotizen festhalten. Neu ist es möglich, Fotos in die Notizen einzufügen. Als absolutes Novum besteht sogar die Möglichkeit, eigene Skizzen zu zeichnen oder Bilder zu malen. Dazu stehen diverse Schreib- und Malwerkzeuge zu verfügung. Wenn der Mac über die neuste OS X-Version verfügt und die beiden Geräte über iCloud zusammenhängen, lassen sich die Zeichnen sogar ganz einfach zwischen iOS und OS X synchronisieren.

Das neue iPhone ist auch für das weltweite Reisen optimal geschaffen. Es unterstützt in der neusten Version bis zu 23 LTE-Frequenzbänder; damit steht dem weltweiten Roaming nichts mehr im Wege; wenn nur die Kosten der Telekom-Anbieter nicht währen.

Rundum ein gelungens neus Telefon-Ugrade aus dem Hause Apple. Bekanntlich bringt das jeweilige Zwischen-Update mit der Bezeichnung S nicht bahnbrechende Neuerungen, aber vorallem die Kamera-Features und die 3D-Touch-Funktion überzeugen. Du kaufen gibt es die neuen iPhone 6s-Modelle ab CHF 759.–; die plus-Version startet bei CHF 879.–. Zu beachten gilt es, dass der Speicher der 16 GB-Version relativ bald aufgebraucht ist, wenn man die eine oder andere App installiert hat. MacWeb.ch empfiehlt, das 64 oder 128 GB-Modell anzuschaffen.

 

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