Das iPad Air im Praxistest

Seit zwei Wochen nutze ich das neue iPad Air in der weissen Ausführung in der Praxis. Gerne möchte ich den MacWeb.ch-Lesern meine ersten Erfahrungen nicht vorenthalten.

Wie bei allen Apple-Produkten macht bereits das Auspacken Freude. Nach dem Öffnen der weissen Box präsentiert sich das iPad Air in seinem vollen Glanz. Nachdem man es aus seiner Box herausgenommen hat, findet man darunter noch das Netzteil sowie das Lightning-Kabel. Ein Benutzerhandbuch fehlt. Apple verweist dazu auf die eigene Homepage.

Wenn man bisher mit einem iPad 2 oder iPad Retina gearbeitet hat, stellt man den Gewichtsunterschied sofort fest. Waren es bisher über 600 Gramm, so wiegt das iPad Air nur noch 470 Gramm.

 

Trotzdem liegt es sehr handlich in der Hand. Das iPad Air kann jetzt zudem noch viel besser mit einer Hand gehalten werden; an Stabilität hat es nicht verloren, obwohl es nur noch 7.5 Millimeter dick ist. Gegenüber dem iPad mit Retina Display sind seine Kanten ein bisschen weniger abgeschrägt.

Das iPad Air ist sehr sauber verarbeitet. Wie schon beim iPad mit Retina Display sorgt ein 9.7-Bildschirm für eine gestochen scharfe Anzeige. Mit einer Auflösung von 2048 x 1536 und mehr als 3.1 Milllionen Pixel können Fotos und Videos unglaublich detailliert und gestochen scharf betrachtet werden. Der Praxistest zeigt, das einzelne Pixel gar nicht mehr ersichtlich sind.

Wie man es von Apple her kennt ist das iPad Air in wenigen Sekunden betriebsbereit. Nach ein paar Einstellungen kann man bereits loslegen. Neue Apps lädt man direkt via App Store herunter oder synchronisiert die bisherigen Apps mittels iTunes.

Im Innern des iPad Air arbeitet der neue A7-Prozessor von Apple, welcher die 64-Bit Architektur auf das iPad bringt. Dank der neuen Leistung läuft das iPad Air äussert flüssig und ohne jegliche Verzögerungen.

Um Energie zu sparen hat Apple den M7-Prozessor verbaut. Der M7 misst die Bewegungen des iPad Air mithilfe der Daten von Beschleunigungssensor, Gyrosensor und Kompass. So können die Apps eine bessere Erfahrung bieten, basierend auf der Bewegung des iPad Air. Normalerweise ist das eine Aufgabe für den A7 Chip. Aber der M7 erledigt das viel effizienter, und das wiederum spart Batterieleistung.

Wie schon für das Vorgängermodell verspricht Apple eine Batterieleistung von 10 Stunden. Die Praxisanwendung zeigt, dass der integrierte Akku effektiv sehr sehr lange hält.

Apple hat dem iPad Air zwei Mikrophone verbaut. Dabei sind diese so gesteuert, dass Hintergrundgeräusche minimiert werden können. Der Praxistest zeigt eine optimale Tonqualität. Einerseits für FaceTime-Anrufe, andererseits aber auch für die Tonaufnahmen von Videos ist dies äusserst nützlich.

Noch was zur Software: Das iPad Air wird logischerweise mit dem neuen iOS 7 ausgeliefert. Ganz neu dabei sind aber auch kostenlos die kompletten iWork- und iLife-Suiten, mit welchen produktives wie auch kreatives Arbeiten ohne Zusatzinvestiton möglich wird. Zudem können die erstellten Dokumente/Dateien direkt via iCloud auch auf den Mac gespiegelt werden.

Das iPad Air gibt es in zwei Ausführungen. Einerseits als reine WLAN-Version, auf der anderen Seite als Kombination von WLAN + Cellular (Mobile-Netz). Betreffend Speicherplatz gibt es wiederum vier Varianten mit 16, 32, 64 oder 128 GB. MacWeb.ch empfiehlt, mindestens die Version mit 32 GB zu erwerben; möchte man viele Daten u.a. auch Videos speichern, solllte man die 64GB-Version ins Auge fassen. Speicher kann später leider nicht mehr nachgerüstet werden.

Fazit: Apple ist es gelungen, ein bereits sehr gutes Gerät nochmals ein grossen Stück zu verbessern. Das iPad Air ist viel handlicher und leichter geworden. An Komfort, Leistung oder Qualität hat es jedoch überhaupt nicht eingebüst. Ein absolut genialer neuer Wegbegleiter und ein sicherlich ein Renner im kommenden Weihnachtsgeschäft.

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