WWDC 2010: Apple iPhone 4

Heute Abend hat Steve Jobs in San Francisco das neue iPhone vorgestellt. 28% Marktanteil hält das iPhone aktuell. 2007 kam das iPhone, 2008 das iPhone 3G und der App Store. 2009 kam das iPhone 3GS und wurde doppelt so schnell. 2010 kommt das iPhone 4 mit 100 neuen Funktionen und mit einem völlig neuen Design daher. Es ist mit 9.3mm um 24% dünner und somit das dünnste Smartphone auf dem Markt. Es hat mehr Kanten, Front und Rücken sind aus Glas, die Seite ist mit Stahl umrundet. Vorne sitzt eine Facing-Kamera, hinten eine zweite Kamera mit LED-Blitz. Neu setzt auch das iPhone auf eine micro-SIM-Karte, die restliche, äussere Ausstattung bleibt nahezu identisch. Es verfügt neu aber über ein Retina Display mit stolzen 326 ppi und IPS-Technologie (Kontrast: 800:1). Die Grösse bleibt dabei mit 3.5 gleich, die Auflösung erhöht sich aber auf 960×640. Im Inneren werkelt auch beim iPhone 4 neu ein Apple A4-Prozessor. Die Akkulaufzeit erhöht sich dadurch auf 7h Telefonie, 6h UMTS Browsing, 10h Wi-Fi Browsing, 10h Video- und 40h Audioplayback. 300 Stunden hält das iPhone im Standby durch. 802.11n bietet zudem schnelleres WLAN. Neu ist das Gyroskop, welches zusammen mit dem Beschleunigungssensor eine Bewegungserkennung über sechs Achsen ermöglicht. Eine neue CoreMotion API soll den Entwickler den Zugang dazu erleichtern. Das iPhone verfügt neu über eine 5 Megapixel Kamera. Ein neuer Sensor soll auch bei schlechterem Licht bessere Fotos erlauben. Der Kameramodus macht nun Videos in 720p HD-Auflösung und bietet Fokusierung. Der LED-Blitz kann während der Aufnahme mehr Licht spenden. Das iPhone 4 kostet in den USA bei AT&T und einem Zweijahresvertrag USD 199.- für das 16 GB und USD 299.- für das 32 GB Modell. Erhältlich ist es in den Farben Schwarz und Weiss ab dem 24. Juni 2010 in den USA, Deutschland, Frankreich, UK und Japan. 18 weitere Länder, inklusive der Schweiz, folgen im Juli. Das iPhone 3GS gibt es weiterhin als günstiges Einstiegsmodell. Farbige Cases, die das iPhone umrahmen, gibt es ab USD 29.-.

WWDC 2010: Aus iPhone OS wird iOS

Mit der neuen Version 4 verabschiedet sich Apple vom namentlichen iPhone-Bezug des verwendeten OS. Das iPhone OS 4.0 wird also künftig schlicht iOS 4.0 heissen, da es bekannterweise nicht nur auf dem iPhone, sondern auch auf dem iPod touch und dem iPad zum Einsatz kommt. Steve Jobs zeigte nochmals die bereits bekannten Neuerungen und ein paar ganz neue Sachen. So gibt es im Multitasking-Dock nun auch Audiocontrols für Musik-Apps. Ordner können umbenannt und ins Dock verschoben werden. Zudem fügt Apple mit Bing eine dritte Suchmaschine hinzu, Google bleibt vorerst als Standard definiert. Die Gold Master vom iOS 4 gibt es ab heute noch. Ab dem 21. Juni 2010 soll das neue System für die Öffentlichkeit zum Download bereit stehen. Mit iOS 4 kommen auch iBooks und der iBookstore auf das iPhone und den iPod touch. Wer ein Buch kauft, kann es kostenlos auf alle drei Geräten herunterladen. Die App synchronisiert dann auch Notizen, Lesezeichen und die aktuelle Seite.

WWDC 2010: iMovie fürs iPhone!

Eine kleine Überraschung darf iMovie fürs iPhone darstellen. Die geschrumpfte Version des Videoediting-Programms, welches aus der iLife-Suite bekannt ist, erlaubt die Videobearbeitung direkt auf dem iPhone. Filme können direkt in die Timeline aufgenommen oder Fotos hinzugefügt werden. Auch Ken Burns-Effekte, Text-Titel und Übergänge dürfen auch der kleinen iMovie-Version nicht fehlen. Zur musikalischen Untermalung gibt’s ein paar Samplels von Apple, aber auch jeder eigene Song aus der iPod Library kann hinzugefügt werden. Der Export unterstützt die Grössen 360p, 520p oder mit 720p auch HD. Da die Kamera auch bei Filmaufnahmen die Geodaten einbettet, können diese in iMovie direkt für Themes mit Karten verwendet werden, um den Aufenthaltsort zu zeigen. iMovie fürs iPhone ist für USD 4.99 erhältlich.

WWDC 2010: One more thing. . . FaceTime

Mit dem iPhone 4 und dessen Frontkamera ist es ab sofort auch möglich, Videocalls durch zu führen. Apple nennt dies FaceTime und setzt Wi-Fi voraus. Eine Installation sei nicht nötig, sondern werde von allen iPhone 4 automatisch unterstützt. Genutzt werden kann aber nicht nur die Frontkamera, auch die bessere Kamera auf der Rückseite kann verwendet werden. Dabei steht dank Beschleunigungssensor die Portrait- oder Landscape-Ansicht bereit. An UMTS-Unterstützung arbeite Apple angeblich bereits fleissig mit den Mobilfunkprovidern.

WWDC 2010: Stream online

Wie gewohnt gibt es den Stream zur Keynote von Steve Jobs online, um die Neuigkeiten des gestrigen Abends nochmals in bewegten Bildern zu betrachten. Die Keynote war geprägt von Problemen mit dem Wi-Fi-Netz im Saal und bietet daher noch mehr Unterhaltungswert als sonst. Wer lieber den Podcast lädt, muss sich noch etwas gedulden. Dieser sollte jedoch in absehbarer Zeit folgen.

WWDC 2010: Zahlen, Fakten und Bücher

An der diesjährigen WWDC nehmen 5200 Besucher teil. Der Anlass war innerhalb von 8 Tagen ausverkauft. Das iPad feiert derweil weiter Erfolge. Über 2 Millionen Exemplare wurden bisher verkauft, das ist ein Stück alle drei Sekunden. Im App Store tummeln sich bereits 8500 native iPad-Apps. Das junge Gerät aus Cupertino wird noch vor Ende Juli in 19 Ländern, als 9 weiteren, verfügbar sein. Auch Bücher werden wie wild verkauft. Bereits 2.5 Bücher pro iPad konnte Apple absetzen. Das sind über 5 Millionen Bücher in 65 Tagen. Passend dazu wurde die iBooks-App aktualisiert. Neben Schönheitskorrekturen kann die App nun auch Lesezeichen anlegen und PDF anzeigen. Der App Store fasst aktuell über 225’000 Apps, 15’000 werden jede Woche eingesandt, 95% davon werden innerhalb von 7 Tagen freigegeben.

Xcode dank Podcast schnell gelernt

Wer das Programmieren unter Xcode erlernen und damit Programme für Mac OS X oder iPhone OS entwickeln möchte, kann dies mit Hilfe einen kostenlosen Podcasts tun. Die Seite des Projekts Xcode von NULL auf Hundert listet aktuell 25 Folgen des Podcasts, welcher auch in iTunes abonniert werden kann und soll Neulingen den Einstieg in die Mac-Programmierung mit den kostenlosen Xcode-Tools (liegen Mac OS X bei) vereinfachen. Abseits des eigentlichen Podcasts gibt es noch weitere Tipps und Tricks in dazugehörigen Screencasts.

XL-App für Kreuzworträtsel-Freunde

Für alle Kreuzworträtsel-Fans gibt es jetzt die App Kreuzworträtsel Pro XL. Diese iPod/iPhone-App bietet 1’500 anspruchsvolle Rätsel. Die Rätsel-Felder können frei skaliert und vertikal oder horizontal dargestellt werden. Für die Angabe von Buchstaben kann die entsprechende Tastatur eingeblendet werden. Wenn man mal nicht mehr weiter weiss, kann man sich Lösungen oder falsche Buchstaben anzeigen lassen. Die App kostet CHF 5.50 und kann im App Store heruntergeladen werden.

Xserve läuft demnächst aus

Glaubt man dem Xserve Guide (PDF) und den Angaben auf apple.com, so wird der Xserve am 31. Januar 2011 aussterben. Bis dahin kann das in ein 19 Rack passende Gerät noch erworben werden. Die Garantie besteht aber natürlich mindestens ein Jahr. Mittels Apple Care kann diese auf drei Jahre verlängert werden. Gewährleistungen und erweiterete Supportprogramme wird Apple weiterhin aufrecht erhalten. Als Alternative nennt das Unternehmen aus Cupertino den Mac Pro oder den Mac mini als Servervariante. Inwiefern es danach wieder einen äquivalenten Nachfolger geben wird oder ob sogar Mac OS X 10.7 Lion nur als normale Client-Version erscheinen wird, bleiben noch offene Fragen. UPDATE: Passend dazu gibt es im US Online Store bereits einen Mac Pro Server. Die neue Konfiguration ergänzt die bekannten Modelle Quad-Core, 8-Core und 12-Core und besitzt einen 2.8 GHz Quad-Core Nehalem Prozessor, 8 GB RAM und zwei 1TB-Festplatten. Dazu legt Apple eine Mac OS X Server-Lizenz. Das System kostet USD 2999.- und liegt damit 500.- Dollar über dem Einsteigergerät.

YouTube lässt Video Editor testen

Wie Google im Blog schreibt, lässt sich ab sofort ein neuer Video Editor für YouTube testen. In der entsprechenden Test-Umgebung TestTube können hochgeladene Videos zu einem grossen, langen Video kombiniert werden. Der Anfang und das Ende kann geschnitten werden und Google erlaubt das Hinzufügen von Musik aus einer zur Verfügung gestellten Auswahl. Eine Video erklärt die bisher rudimentären Funktionen.

YouTube ohne Flash und mit ersten Bezahlinhalten

Die Google-Tochter YouTube meldet, dass ab sofort alle Videos auch in einem HTML5-basierten Videoplayer abgespielt werden können. HTML5 ist eine neuer Webstandard, der schnell angenommen wurde und auch die Einbettung von Video- und Audiodateien erlaubt. Da es sich noch um eine experimentelle Beta-Phase handelt, stehen noch nicht alle Features zur Verfügung. Dennoch lassen sich die Videos mit aktuellsten Versionen von Safari, Chrome oder dem Chrome Frame im Internet Explorer betrachten. Wer diese Seite besucht, kann den HTML5-Player aktivieren. Da der Flash-Player unter Mac OS X gut und gerne mal ressourcenhungrig ist, lässt sich somit womöglich die Systemauslastung etwas verringern. Ob und wann YouTube komplett von Flash loslässt, ist noch unbekannt. Ab morgen bietet YouTube zudem erstmals Filme zum Verleih an. Das Angebot startet testweise mit fünf Filmen vom Sundance Filmfestival. Wie das Unternehmen schreibt, benötigt man dazu einen Google Checkout Account. Weitere Infos gibt es morgen in einem neuen Blogeintrag. Diese Testphase soll weitere Anbieter, wie die grossen Filmstudios, auf die YouTube-Plattform locken.

YouTube Rewind 2010

Nach Googles Zeitgeist und iTunes Rewind kommt nun YouTubes Rückblick auf 2010. YouTube Rewind 2010 zeigt, welche Clips die User im vergangen Jahr am meisten angeklickt haben. Mit dabei sind Ken Blocks unglaubliche Fahrkünste, Parodien von erfolgreichen Songs und andere skurile Clips aus der weiten Welt. Auch Songs werden auf YouTube gerne konsumiert. Die ersten drei Plätze gehen an Justin Biebers Baby, Shakiras Waka Waka und Eminem feat. Rihannas Love The Way You Lie. Alle Clips gibt’s im YouTube Rewind 2010.

YouTube spendiert 15 Minuten Ruhm

Googles Videoportal YouTube erlaubt nun das Hochladen von Clips, die bis zu 15 Minuten lang sind. Bisher galt die Beschränkung für Standard-User-Accounts von 10 Minuten. Damit sei YouTube einem grossen Wunsch der Community entgegen gekommen. Obschon fünf Minuten mehr nichts reissen werden, veranstaltet das Portal einen Wettbewerb. 15 minutes of fame lädt alle User dazu ein, sich in dieser Zeit zu präsentieren. Eine Handvoll Videos werden dann auf der Startseite gezeigt.

Zahlen und Daten zur Macworld Expo

Fast unscheinbar zog sie an der Mac- und IT-Welt vorbei – die Macworld Expo in San Francisco. War sie doch bis und mit letztem Jahr stets Austragungsort einer grossen und oftmals lang ersehnten Keynote von Apple und Steve Jobs. Dies schlägt sich auch auf die Besucherzahlen der ganzen Expo aus. Mit rund 20’000 Besuchern fehlten der Veranstaltung rund 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit Präsenz von Apple. Dennoch lockten 250 andere Austeller zur Show. Die nächste Macworld Expo wird wieder etwas früher stattfinden, nämlich vom 25. Januar bis 29. Januar 2011.

Zattoo auf dem iPhone

Der Anbieter von Online-Fernsehen Zattoo hat nun seine erste App für das iPhone und den iPod touch lanciert. 35 Sender stehen damit auch unterwegs jederzeit zur Verfügung. Die Zattoo-App ist kostenlos, bietet so aber nur SF Info und TeleZüri als Gratiskanäle. Wer ein Zattoo HIQ Abo bestitzt, kann sich gemäss Anbieter damit auch auf dem iPhone einloggen und alle Sender geniessen. Wer noch kein Abo hat, kann dieses ab CHF 6.60 pro Monat beziehen.

Zattoo mit neuer Recordingfunktion

Die TV-Applikation Zattoo bietet nun eine neue Recordingfunktion an. Neu daran ist, dass die Recall getaufte Funktion nicht den User verpflichtet, ein spezifisches Programm aufnehmen zu müssen, sondern schlicht und einfach immer und alle Sender 30 Tage zurück speichert. So muss man sich nicht mehr ärgern, wenn man gar vergessen hat, die Aufnahme zu programmieren. Allerdings steht Recall nur für Kunden der HiQ-Mitgliedschaft zur Verfügung.

Zeitschrift MacWelt digital für das iPad

Als erste deutschsprachige Zeitschrift für den Mac gibt die Macwelt eine digitale Ausgabe für das iPad heraus. Ebenfalls verfügbar: Die Schwester-Publikationen iPhoneWelt, mymac und alle Sonderausgaben des Jahres 2010. Damit lassen sich die Magazine erstmal vollständig digital erwerben, am iPad lesen und archivieren. Im Gegensatz zu anderen Publikationen geben Macwelt, iPhoneWelt und mymac den Preisvorteil digitaler Publikationen an ihre Leser weiter: Alle Ausgaben kosten einen Euro weniger als ihre gedruckten Pendants. Die digitalen Ausgaben entsprechen exakt den gedruckten, bieten aber eine Fülle an Vorteilen: Sie erscheinen 4-5 Tage früher als die gedruckten Ausgaben, sie kosten einen Euro weniger und lassen sich bequem am iPad laden, lesen und archivieren. Zudem bieten alle Magazine eine kostenlose Probeausgabe von 15 Seiten an, einschließlich eines ausführlichen Inhaltsverzeichnisses. Hier geht es zur kostenlosen App.

Zubehör für das iPhone 4

Passend zum neuen iPhone 4 hat Apple auch das Zubehör überarbeitet. So sorgen die Bumpers für Farbe beim neuen Smartphone. Zur Auswahl stehen Orange, Blau, Pink, Grün, Weiss und Schwarz, welche besonders beim weissen iPhone zur Geltung kommen. Die Bumpers sind dem Namen nach eine Art Stossstange rund um die Seitenlinie des iPhones. Die Knöpfe für die Lautstärkenregelung lassen sich aber dennoch bedienen. Ausserdem gibt es ein neues Dock für das iPhone, um dieses bequem mit dem Computer zu synchronisieren und gleichzeitig zu laden. Schweizer Preise sind aktuell leider für beide Produkte noch nicht verfügbar.

Zubehör fürs iPhone ergänzt

Die MacWeb.ch Liste mit getestetem Zubehör zum iPhone wurde um einen sehenswerten Artikel ergänzt. Der iClooly Alumistand macht aus dem iPhone 3G und 3GS für nur CHF 39.90 einen eleganten Genossem zum iMac im Alu-Gewand. Der Ständer aus Aluminium lässt sich neigen und um 90° drehen, sodass sich das Apple Smartphone auch weiterhin mit allen Funktionen bedienen lässt. Lesen Sie hier, welches Zubehör wir ebenfalls getestet haben und Ihnen für Ihr iPhone empfehlen können.

Zweite Beta von Firefox 4 zum Test verfügbar

Bereits die zweite Beta-Version von Firefox 4 lässt Mozilla vom Stapel. In der neuen Version des beliebten Webbrowsers gibt es eine neue Oberfläche, bei der die Tabs oberhalb der Adressleiste angeordnet sein werden. Über die Adresszeile kann zudem zum gewünschten Tab gesprungen werden. Eine weitere Neuerung ist App Tabs. Das sind Taps, die Web-Apps darstellen, wie zum Beispiel Web-Mail, welches so immer offen gehalten werden kann. Ein neuer Add-on Manager, neue Unterstützung für WebM und HD-Video und verbesserte Unterstützung von HTML5 sind weitere Features, die es mit Firefox 4 zu erwarten gibt.